Das Talent mit in die Wiege gelegt

Fußball-Talent Henrik Peter aus Hasselbach wechselt ins Sportinternat nach Jena

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Fußball-Talent Henrik Peter (vorne rechts) wechselt ins Sportinternat nach Jena und spielt dort gegen RB Leipzig und Hertha BSC. Unser Foto zeigt drei Ge nerationen der Familie. Hintere Reihe von links die SV Hasselbach-Legenden Marco Noack (Henriks Patenonkel), Wolfgang Noack (Opa) und Dirk Peter (Vater) sowie vordere Reihe von links Ole Noack (Cousin, Marcos Sohn) und den Youngster selbst.

VON MARCO RUNDNAGEL

Hasselbach – Im beschaulichen Waldkappeler Ortsteil Hasselbach lebt einer der wohl talentiertesten Nachwuchsfußballer unseres Kreises: Henrik Peter. Noch nicht einmal 14 Jahre alt, wagt er zur neuen Saison den Schritt zum FC Carl Zeiss Jena. Der Club wird auch in der kommenden Saison in der höchsten Liga seiner Altersklasse spielen, der Regionalliga Nordost. Peter wird mit seinem Team dann unter anderem auf die C-Jugendlichen von RB Leipzig oder Hertha BSC Berlin treffen. Und genau auf solche Duelle freut sich der Youngster.

„Ich liebe es schon immer, Fußball zu spielen. Schon vor meinem vierten Geburtstag hatte ich bei den Bambini der JSG Waldkappel angefangen“, sagt Peter, auf seine Anfänge zurückblickend. Bereits ein Jahr später folgte der Wechsel zum SV Kaufungen, dem Vater Dirk Peter eine damals hervorragende Jugendarbeit attestiert. „Hiervon hat Henrik profitiert und konnte sich sowohl persönlich als auch mannschaftlich wahnsinnig schnell weiterentwickeln.“

Fast schon logisch erscheint der dann im Jahre 2015 folgende Wechsel zum KSV Hessen Kassel. Insgesamt fünf Jahre ging der Offensivspieler für die Hessen auf Torejagd. Allein in der vergangenen (verkürzten) Saison erzielte der Hasselbacher für die erste und zweite C-Jugend zehn Tore in zwölf Spielen in der Verbands- und Hessenliga. Eine beachtliche Quote. Diese ließ auch die Scouts aus Jena auf ihn aufmerksam werden. „Ich wurde zum Probetraining eingeladen. Das hat mich total gefreut. Und als wir uns das Sportinternat vor Ort mal angeschaut haben, war das wirklich beeindruckend“, erzählt Henrik Peter von seinen ersten Eindrücken. Aber warum nach Jena? „Das Gesamtkonzept hat uns überzeugt“, berichtet Vater Dirk Peter über den Entschluss.

Bereits am 29. Juli startet die Vorbereitung auf die neue Saison. Am 3. August beginnt der Unterricht im Internat. Hier werden ergänzend zum viermal wöchentlichen Training noch vier Schulstunden Spezialsport, in Peters Fall Fußball, und zwei Stunden gewöhnlicher Schulsport angeboten. Zum Ausgleich geht es in den Wintermonaten zu einer Skifreizeit. „Das schafft eine Art Entspannung“, sind sich die Peters einig.

Dass Henrik einmal einen solchen Weg einschlagen könnte, das hätte man sich eigentlich denken können. Das Talent wurde ihm in die Wiege gelegt, denn er stammt aus einer fußballverrückten Familie. Großvater Wolfgang Noack bestritt seinerzeit über 1500 Spiele für den SV Hasselbach, dessen Sohn Marco Noack ist Henriks Patenonkel und war viele Jahre lang Hasselbachs Torjäger vom Dienst. Seinen 700 Einsätzen für den Verein stehen die 500 von Henriks Vater Dirk, dem Schwager von Marco Noack, aber nicht nichts nach. „Allerdings war ich nie gut“, so der stolze Papa schmunzelnd, der angibt, dass sein Sohn das weitaus größere Potenzial habe.

Das Abenteuer C-Jugend-Regionalliga geht Henrik Peter hoch motiviert an. Ganz allein wird er in Jena klarkommen müssen, dazu kommt das Akklimatisieren in der neuen Stadt und im neuen Verein. „Auf der einen Seite möchte man zeigen, wie gut man ist, dass man jeden Zweikampf gewinnen und sich immer anbieten will. Auf der anderen Seite möchte man es sich in der neuen Mannschaft nicht gleich mit seinen Mitspielern verscherzen“, sagt Henrik Peter und ist gespannt, wie er mit dieser Aufgabe zurechtkommen wird.

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