Volleyball: SG Herleshausen/Eisenach in der Thüringenliga

Zwei Jahre nach der Meisterschaft droht der Abstieg

Rettung aus eigener Kraft kaum noch möglich: Die Herleshäuser (von links) Johannes Aßmann, Andreas Neitzel und Markus Dach erleben derzeit ihre härteste Zeit seit der Gründung der SG Herleshausen/Eisenach. Foto: Nico Beck

Vor zwei Jahren hätte die SG Herleshausen/Eisenach als Thüringenliga-Meister im Volleyball in die Regionalliga aufsteigen können. Jetzt droht der Abstieg in die Verbandsliga. 

Herleshausen – Enttäuscht sind sie nicht, die Volleyballer der SG Herleshausen/Eisenach. Sie sind mehr als das. Sie sind entsetzt, hochgradig frustriert, schier untröstlich. Nach der Pleite beim Tabellenvorletzten SV Unterwellenborn verpasste es die SG, im Abstiegskampf der Thüringenliga zu punkten und sich von der Konkurrenz abzusetzen. Nach dem 1:3 (30:32, 22:25, 25:22, 20:25) droht nun der Abstieg in die Verbandsliga.

„Was will man da sagen? Unsere sportliche Situation in der Liga ist wirklich kritisch. Schon dunkelgelb. Mindestens. Vielleicht auch schon leicht rot“, sagt Spieler Andreas Neitzel, der nach eigenem Bekunden erst mal einen Tag Abstand brauchte, um noch mal über die Pleite im direkten Duell mit einem weiteren Abstiegskandidaten nachzudenken. Er sagt: „Wir haben drei Spiele mehr absolviert als unsere Konkurrenten und sind selbst nur noch ein einziges Mal im Einsatz. Wir sind zum Zuschauen verdammt, das ist echt hart. Wir haben den Klassenerhalt nicht mehr in eigener Hand.“

Sollte das letzte Spiel der Saison auswärts in Gera am 28. März verloren werden, könnte dies den ersten heftigen Rückschlag in der jungen Geschichte der Spielgemeinschaft der Clubs aus Hessen und Thüringen bedeuten. Seit der Fusion im Jahr 2015 ging es steil bergauf. Dieser Aufschwung gipfelte im April 2018 in der sensationellen Thüringenliga-Meisterschaft, die zum Aufstieg in die Regionalliga berechtigte. Darauf wurde damals freiwillig verzichtet. Es folgte eine durchwachsene Spielzeit. Nun droht sogar der Abstieg.

In Unterwellenborn lief letztlich nicht viel zusammen bei den Herleshäusern und Eisenachern, die laut Neitzel „zwar hoch motiviert und echt heiß waren, aber spielerisch war es dann leider auf fast jeder Position wie so oft in dieser Saison: mehr Schatten als Licht!“

Wer weiß, wie die Partie geendet wäre, wäre der erste Satz nicht weit in der Verlängerung verloren worden (30:32). „Unsere Blockarbeit und Feldabwehr hat nicht so gut geklappt, wie es sein müsste. So hat Unterwellenborn es geschafft, uns mit einfachstem Volleyballspiel zu besiegen.“

Trotz der prekären Lage verlieren die SG-Akteure nicht den Mut und den Glaube daran, mit einem blauen Auge davonzukommen. Schließlich müssen der VC Jena und der SV Ilmenau ihre Spiele auch erst mal gewinnen. Bitter nur, dass diese Teams jeweils vier Gelegenheiten auf Punkte haben.

TABELLE

Volleyball-Thüringenliga

1. VBC Gotha II

15 42:7 40

2. Schmalkalder VBV

15 40:21 34

3. SVC Nordhausen I

14 36:13 33

4. SVV Weimar I

16 30:32 22

5. 1. VSV Jena II

15 24:34 19

6. Geraer VBC I

14 26:30 19

7. SV Unterwellenborn

14 24:32 17

8. SG Herlesh./Eisenach

17 26:42 16

9. SV Ilmenau

14 22:36 13

10. VC Jena 08

14 17:40 9

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