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Hessenliga-Überraschungsteam im Duell: Friedberg heute beim SV Adler

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Von: Maurice Morth

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Denker und Lenker beim SV Adler Weidenhausen: Nach dem Ausfall von Sechser Tim Ullrich wird es am morgigen Samstag im zentralen Mittelfeld noch mehr auf die Erfahrung von Tim Gonnermann (rechts) ankommen.
Denker und Lenker beim SV Adler Weidenhausen: Nach dem Ausfall von Sechser Tim Ullrich wird es am morgigen Samstag im zentralen Mittelfeld noch mehr auf die Erfahrung von Tim Gonnermann (rechts) ankommen. © Maurice Morth

Mit dem SV Adler Weidenhausen und Türk Gücü Friedberg treffen heute Nachmittag (15 Uhr) zwei Überraschungsteams der bisherigen Saison in der Fußball-Hessenliga aufeinander.

Weidenhausen – Während die Weidenhäuser drei ihrer vier Partien gewinnen konnten, sind die Friedberger mit bislang zehn Punkten sogar noch ungeschlagener Tabellenführer. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Spiel am Samstag (Anstoß in Weidenhausen: 15 Uhr).

Was erwartet den SV Adler Weidenhausen gegen die Friedberger?

Eine sehr ambitionierte Hessenliga-Mannschaft. Nach dem Rücktritt von Trainer Carsten Weber im März sicherte sich die Mannschaft unter Trainer Enis Dzihic in der Abstiegsrunde 21/22 souverän den Klassenerhalt. In dieser Saison gelangen bislang drei Siege (3:2 SV Neuhof, 4:3 TuS Dietkirchen, 4:0 Stadtallendorf) und ein Unentschieden (2:2 FC Erlensee).

Am beeindruckendsten war der Erfolg am Dienstagabend in Stadtallendorf: „Sie werden dadurch sicherlich mit sehr viel Euphorie an die Sache herangehen und für uns wird es wieder eine große Aufgabe“, sagt Adler-Teammanager Stefan Stederoth.

Auf wen muss die Adler-Defensive morgen besonders achten?

Die beiden torgefährlichsten Spieler sind Toni Reljic, der zentrale Mittelfeldspieler traf in vier Spielen bereits viermal ins Netz sowie Stürmer Noah Michel (zwei Tore).

Was muss funktionieren, um auch gegen Friedberg Punkte mitzunehmen?

Das, was den Adler bislang in der Hessenliga auszeichnet: „Wir müssen wieder das Spielfeld eng machen und in der Raumaufteilung gut stehen sowie bei Ballgewinnen schnell umschalten“, sagt Stefan Stederoth.

Außerdem müssen die Weidenhäuser wieder genauso kaltschnäuzig vor dem Tor sein, denn Chancen gibt es nicht mehr so viele wie noch in der Verbandsliga Nord.

Wie sieht es personell vor dem kommenden Spieltag bei den Weidenhäusern aus?

Im Vergleich zum bisherigen Saisonverlauf wirklich gar nicht so gut: Mit Moritz und Kilian Krug (beide Urlaub), Fabian Assmann (Sperre), Kilian Löffler (Arbeit), Tim Ullrich und Luis Goebel (beide privat verhindert) werden gleich mehrere Stammspieler am Samstagnachmittag definitiv nicht zur Verfügung stehen.

„Umso wichtiger wird sein, dass wir trotz der Umstellungen ab dem Anpfiff sofort im Spiel sind“, weiß Stederoth, der in der zwangsläufigen Rotation auch eine Chance sieht: „Es wird jeder aus dem Kader mitgenommen und uns war schon vor der Spielzeit klar, dass wir nicht mit 13, 14, oder 15 Mann durchkommen werden. Es kann sein, dass der eine oder andere Spieler auf einer Position spielt, die ihm nicht so vertraut ist, aber die Trainer werden sich für morgen schon etwas einfallen lassen.“ (Maurice Morth)

Wissenswertes zum Gegner

Beim Verein Türk Gücü Friedberg handelt es sich um einen der jüngsten der Hessenliga. 1988 im rund 30 000 Einwohner zählenden südhessischen Friedberg gegründet, trägt er seine Heimspiele im Burgfeldstadion aus. Viele Jahre dümpelte der Verein in der Kreisliga, ehe 12/13 der souveräne Aufstieg von der Gruppenliga-Frankfurt-West in die Verbandsliga-Süd gelang.

Hier erfolgte für Türk Gücü 2015 der sofortige Abstieg, ehe 15/16 erneut die Verbandsliga erreicht wurde. Zwei Spielzeiten später wurden die Friedberger Zweiter hinter Bad Vilbel und setzten sich in der Aufstiegsrunde durch – unter anderem mit einem 2:1 beim nordhessischen SSV Sand.

In der Hessenliga-Debütsaison wurde der Verein 13., zuletzt 4. in der Abstiegsrunde. Innenverteidiger Masih Saighani absolvierte 15 Länderspiele für Afghanistans Nationalteam, Mittelfeldspieler Patrick Schorr ein Spiel für Hoffenheim in der Bundesliga, Innenverteidiger Julian Dudda eins für die SGE.

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