Heimspiel am Jahrestag der Grenzöffnung - Samstag, 9. November - 14.30 Uhr

Kamerateam bei der SG HNU: Kreisoberliga-Fußball im Fernsehen

Empfängt am Samstag die SG Meißner: Marcel Weishaar (rechts, HNU). Foto: Marvin Heinz

Ein außergewöhnliches Fußball-Kreisoberligaspiel findet am Samstag in Herleshausen statt: Am 30. Jahrestag der Grenzöffnung wird ein Fernsehteam vor Ort sein bei der SG HNU.

Herleshausen –Wenn sich am Samstag die Grenzöffnung zum 30. Mal jährt, dann wird dieser 9. November ein ganz besonderer Tag für die Fußballer der Spielgemeinschaft Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund. Das Heimspiel der ersten Mannschaft in der Kreisoberliga gegen die SG Meißner (14.30 Uhr) wird im Fernsehen gezeigt. Dass die Partie des 16. Spieltags ausgerechnet am historischen 9. November stattfindet, „das ist dem Hessischen Rundfunk aufgefallen. Sie haben uns kontaktiert und werden am Samstag mit einem Kamerateam bei uns vor Ort sein.“ Wie bitte? Der HR überträgt ein Spiel der Kreisoberliga Werra-Meißner? Rimbach erklärt: „Nicht ganz. Es wird danach eine Zusammenfassung gezeigt. Aber das ist ja schon mal was“, sagt er bescheiden, „wir wären ja nie auf die Idee gekommen, wen wegen dieses Spiels anzusprechen.“

Friedhelm RimbachVorsitzender SG HNU

Im Programm des HR heißt es, dass Heiko Neumann ab 17.30 Uhr die Sendung Heimspiel am Samstag moderiert, in der Zusammenschnitte der Begegnungen zwischen Gießen und den Kickers Offenbach sowie Eintracht Stadtallendorf und Hanau (jeweils Regionalliga) gezeigt werden. Und eben Spielszenen der SG HNU gegen Meißner. „Kreisoberliga im Fernsehen. Das ist schon ungewöhnlich“, sagt Rimbach schmunzelnd. So richtig passen würde es wegen des Termins nur daher, weil das eigentlich auf Sonntag angesetzt Spiel vor einiger Zeit hätte verlegt werden müssen. „Am Sonntag findet im Rahmen der Jubiläumsfeier des TSV Herleshausen eine Tischtennis-Show statt. Deshalb haben wir auf Samstag vorgezogen.“

Rimbach weiß, dass die Geschichte der SG wohl nicht so erfolgreich verlaufen wäre ohne die Grenzöffnung: „Ich erinnere mich genau: Nur kurz nach dem geschichtsträchtigen Ereignis hat Volker Hess bei mir im Wohnzimmer gesessen, ein Fußballer aus Thüringen.“ Hess sei in der Folge der erste Thüringer in Reihen der damaligen SG Herleshausen/Nesselröden gewesen. Unzählige folgten. Bis heute profitiert der Club von Spielern aus Thüringen, die großen Anteil an den Erfolgen der Vergangenheit hatten. „Unseren Platz an der Autobahn konnte man natürlich gut sehen, immer wieder haben sich neue Spieler bei uns gemeldet. Der erwähnte Hess war später dann auch fünf, sechs Jahre lang unser Trainer“, sagt Rimbach.

Mit Silvio Schlenz ist heute ein Eisenacher Co-Trainer von Coach Andreas Hartmann, Spieler wie – unter anderem – Robert Kiesewetter oder Patrick Adam reisen ebenfalls aus Thüringen zu den Spielen der SG. Im HNU-Lager ist man stolz auf den Zusammenhalt und die Gemeinschaft, die es auch dank der Grenzöffnung vor 30 Jahren in dieser Form gibt. Das wird bei der SG gefeiert. Fernsehauftritt inklusive. 

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