Spielabsagen und weitere Probleme

Im Fußball-Kreispokal geht es drunter und drüber

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Spiele abgesagt und weitere Pro bleme: Beim Fußball-Kreispokal liegt einiges im Argen.

Im Wettbewerb um den Fußball-Kreispokal im Werra-Meißner-Kreis geht es auch in dieser Saison drunter und drüber. Bereits in den ersten beiden Runden traten drei Teams nicht an.

Im Wettbewerb um den Fußball-Kreispokal im Werra-Meißner-Kreis geht es auch in dieser Saison drunter und drüber.

Bereits in den ersten beiden Runden traten drei Mannschaften nicht an, die noch Anfang dieses Monats bei der Zusammenkunft der Vereine ihre Spielbereitschaft im Pokal erklärt hatten. Grund: eine nicht ausreichende Spielerzahl. Reiner Eichholz ist ratlos: „Warum melden Teams überhaupt für einen Wettbewerb, in dem sie schon in der ersten oder zweiten Runde doch nicht antreten?“, fragt sich der Pokalspielleiter.

Am Dienstagnachmittag erfolgte der nächste Rückschlag für die Verantwortlichen. Da wurde bekannt, dass Kreisoberligist Wehretal beim Spiel der ersten Runde gegen Weidenhausen am Mittwoch (31. Juli) nicht antritt. Obwohl das Spiel auf eigenem Platz stattfinden sollte.  

SC Niederhone besonders betroffen

Besonders betroffen war zuvor bereits der SC Niederhone. Ohne Spiel erreichte der Kreisoberligist das Achtelfinale, weil der SC Roßbach absagte. Und nun stehen die Niederhoner weiterhin ohne Einsatz bereits im Viertelfinale, da der SC Germerode keine komplette Mannschaft stellen konnte. Ähnlich erging es Gruppenligist SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach in der Vorrunde nach der Absage des B-Ligisten FC Eschwege.

Unmut auch beim SC Reichensachsen

Auch der SV Reichensachsen ist alles andere als begeistert, nachdem das für gestern angesetzte Pokalspiel bei der SG Kammerbach/Hitzerode ausfiel. Trainer Jens Herzog wollte die Partie als letzten Test für die anstehende Gruppenliga-Punkterunde nutzen. Pustekuchen, denn nun muss erst das Sportgericht klären, ob Kammerbach/Hitzerode berechtigt im Achtelfinale steht.

Reiner Eichholz, Pokalspielleiter

Laut Holger Franke, Vertreter von Pokalspielleiter Eichholz, ist noch offen, ob ein in der ersten Pokalrunde eingesetzter SG-Kicker mit gültiger Spielberechtigung aktiv war. Kammerbach/Hitzerode hatte die Erstrunden-Begegnung gegen den FC Hebenshausen mit 7:4 nach Elfmeterschießen gewonnen.

Schon in der ersten Pokalpartie dieser Saison hatte es Probleme gegeben. Ein Gewitter stoppte die Partie zwischen Waldkappel und Reichensachsen. Die Waldkappeler verzichteten letztlich auf eine Neuauflage, weil sich beide Kontrahenten nicht auf einen Termin verständigen konnten.

Derzeit sind noch Plätze im Viertelfinale des Fußball-Kreispokals offen. Der Turn- und Gesangverein Fürstenhagen trifft im Achtelfinale auf Titelverteidiger SVA Weidenhausen (Mittwoch, 19 Uhr), während Eschenstruth den FC Großalmerode empfängt. Derzeit klärt das Sportgericht, ob Reichensachsen im Achtelfinale gegen Kammerbach/Hitzerode oder Hebenshausen antritt.

Kommentar: AKE-Kreispokal wird zur Farce

Die Vorgänge wiederholen sich seit einigen Jahren. Spiele im Fußball-Kreispokal sind angesetzt und finden oft nicht statt. Gerade im Werra-Meißner-Kreis werden in nahezu jeder Runde Begegnungen abgesagt oder finden an anderen Tagen als den ursprünglich für den Cupwettbewerb vorgesehenen statt. 

Auffällig ist, dass gerade rangtiefere Mannschaften offenbar den Vergleich mit klassenhöher beheimateten Teams scheuen. Nicht anders zu bewerten sind die drei Absagen schon in den beiden ersten Runden des laufenden Wettbewerbs. Als eigenständiger Wettbewerb ist der Kreispokal ohnehin nicht bei allen Klubs beliebt.

So nutzten mehrere Mannschaften zuletzt die Möglichkeit, der vom Hessischen Fußball-Verband grundsätzlich erlaubte Regelung, Pokal- und Punktspiele in einen Topf zu werfen und ein Spiel für beide Wettbewerbe zu werten. Ein Wettbewerb wird in jedem Fall zur Farce, wenn Teams, die zuvor grundsätzlich ihre Pokal-Spielbereitschaft signalisiert haben, nur drei Wochen später aus personellen Gründen nicht antreten.

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