Im Duracell-Modus zum Meistertitel

Functional Fitness: Angelo de Milo ist einer der besten Athleten Deutschlands

Zählt im Functional Fitness in Deutschland zu den besten Athleten: Angelo de Milo.
+
Zählt im Functional Fitness in Deutschland zu den besten Athleten: Angelo de Milo.

Functional Fitness: Angelo de Milo zählt zu den besten Athleten in Deutschland.

Eschwege – Während Sedrik Ladner aus Sontra bei den Deutschen Functional Fitnessmeisterschaften den vierten Platz einheimste, konnte Angelo de Milo bei den nationalen Meisterschaften den ersten Platz feiern. Obwohl sich der 45-Jährige nicht für das Finale in Berlin qualifizierte, war er in seiner Altersklasse der 45- bis 49-Jährigen die klare Nummer eins.

In allen vier Disziplinen war der einstige Mittelfeldspieler der SV 07 Eschwege und des SV Adler Weidenhausen nicht zu schlagen. „Ich darf mich jetzt Deutscher Meister in der Altersklasse 45 nennen und das ist richtig geil“, so der stolze Halbitaliener, der den Sieg sogar in heimischen Gefilden einfahren konnte.

Übungen in der eigenen Trainingshalle

Bei den hessischen Landesmeisterschaften des Bundesverbands für Functional Fitness startete der Eschweger in der eigenen Trainingshalle. Die Geräte, Gewichte und Höhen mussten zuvor per Videosequenz der Jury gezeigt werden, ehe es ans Eingemachte ging.

Zu Beginn stand mit Seilspringen und Kugelhanteln die Kraftbelastung über einen längeren Zeitraum im Fokus, ehe bei einem Ausdauertest zehn Liegestütze mit Hockstrecksprung fällig waren, um zwei Minuten lang Meter am Rudergerät machen zu können.

In 20 Minuten legte der Ausnahmeathlet 4183 Meter auf dem Ergometer zurück und hatte am Ende 500 Meter Vorsprung auf seine Konkurrenz. Eine Machtdemonstration. In der Disziplin „Bodyweight“ standen Übungen mit dem eigenen Körpergewicht, unter anderem Liegestütze, Burpees, Klimmzüge oder der Handstandlauf auf dem Programm.

„Ich bin wie eine Duracell-Batterie“

„Ich bin in puncto Kraftausdauer wie eine Duracell-Batterie, die nie leer wird. Der Ballermodus mit mittelhohen Gewichten liegt mir“, erzählte de Milo mit einem Lächeln auf den Lippen.

Für fünf Runden mit 50 Wiederholungen benötigte er sechs Minuten und 40 Sekunden, ehe er beim olympischen Gewichtheben seine Grenzen auslotete. In einer Bewegung musste die Langhantel vom Boden auf die Schultern umgesetzt werden. „Hier habe ich noch Defizite“, betonte de Milo, für den bei 114,5 Kilogramm Schluss war.

Hätte de Milo in dieser Disziplin nur zehn Kilogramm mehr draufpacken können, wäre ihm der Sprung zum Bundesfinale geglückt. Ein Grund, um kürzerzutreten? Mitnichten. „Das Allumfassende motiviert und fasziniert mich an dieser Sportart tagtäglich. Es kommt immer was Neues dazu“, sagte de Milo und fügte nach einem Atemzug hinzu: „Es ist eine Reise, die nie endet.“

Wettkämpfe in Mainz und Monza

Apropos Reise, die nächsten Ziele stehen für de Milo schon fest. Zum Jahresende hin duelliert sich der frischgebackene Deutscher Meister in Mainz und im italienischen Monza mit der nationalen und internationalen Elite. Die Vorfreude vor der Reise in die Lombardei ist riesig: „Vor drei Jahren war Monza mein Auftakt. Umso mehr freue ich mich auf die Rückkehr.“ (Marvin Heinz)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare