Hessenpokal-Viertelfinale: SV Adler Weidenhausen - TSV Steinbach Haiger

HFV-Präsident Reuß: „Drücke Weidenhausen die Daumen“

Stefan Reuß. Foto: Marvin Heinz/nh

Auf den Fußball-Leckerbissen in Weidenhausen freut sich auch Stefan Reuß, der Landrat des Werra-Meißner-Kreises und Präsident des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV). 

Wir haben mit Reuß über das Hessenpokal-Viertelfinale am Mittwoch, 13. November (19 Uhr), zwischen dem SV Adler Weidenhausen und dem TSV Steinbach Haiger gesprochen. 

Herr Reuß, am Samstag waren Sie am Jahrestag des Mauerfalls bei einem Fußballspiel in Herleshausen, für Mittwoch haben Sie sich beim SV Adler angekündigt. Wieso schaffen Sie sich auch für dieses Spiel ein Zeitfenster?

Weil ich im Moment sehr bemerkenswert finde, dass sich Weidenhausen zum Pokalschreck in Hessen entwickelt hat. Und da möchte ich bei diesem Viertelfinale natürlich dabei sein. Zumal ich zum Beispiel bei der Überraschung gegen Hessen Kassel schon nicht vor Ort sein konnte, aber natürlich sehr viel darüber gehört habe.

Aber wird das Spiel denn nicht zu einseitig?

Das glaube ich nicht, weil wir alle wissen, dass Pokalspiele ihre eigenen Gesetze haben und Weidenhausen diesem Spiel schon lange entgegenfiebert und es ja auch sehr lukrativ ist, noch eine Runde weiterzukommen. Ich gehe davon aus, dass der Klassenunterschied keine Rolle spielt, sondern dass die Tagesform entscheidet.

Was für ein Spiel erwarten Sie?

Vor allem ein kämpferisches und ich bin gespannt, inwieweit die Stimmung und die Kulisse den SV Adler beflügeln werden.

Darf man als Landrat des Kreises in dieser Partie mit dem SV Adler sympathisieren, obwohl man HFV-Präsident ist?

Ich habe zu Haiger einen sehr guten Kontakt, ein harmonisches Verhältnis. Hier an dieser Stelle bin ich aber Lokalpatriot und drücke Weidenhausen die Daumen.

Aber wäre ein Sieg Steinbachs für den Verband nicht besser, weil der TSV im DFB-Pokal wohl größere Chancen auf ein Weiterkommen hätte?

Das kann man so nicht sagen. Denn es wäre ja die absolute Sensation, wenn Weidenhausen in der 1. Runde des DFB-Pokals spielen würde. Das wäre die beste Werbung, die der Werra-Meißner-Kreis überhaupt bekommen könnte.

Was braucht Weidenhausen zum Wunder?

Mannschaftliche Geschlossenheit, den unbedingten Willen, dass man weiterkommen möchte und auch das gewisse Quäntchen Glück.

Was erwarten Sie von Steinbach?

Sie werden diese Tugenden auch für sich in Anspruch nehmen. Sie werden über ihre großen spielerischen Qualitäten, die als Regionalligist auch gefordert sind, versuchen, sehr schnell in Führung zu gehen und Weidenhausen einzuschüchtern.

Was wünschen Sie sich für diese Begegnung?

Einen faires und friedliches Miteinander, viele sportliche Höhepunkte und den notwendigen Ehrgeiz auf beiden Seiten, damit es ein richtig gutes Spiel wird.

Wie wird es ausgehen?

Ich tippe 4:3 nach Verlängerung für Weidenhausen.

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