„Ein großer Traum ist in Erfüllung gegangen“

Rallye Werra-Meißner: Jara Hain aus Sontra gewinnt mit Nico Leschhorn

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Das Siegerauto: Mit seiner Beifahrerin Jara Hain aus Sontra hat Nico Leschhorn aus Lich (Gießen) in der Klasse der Bestzeitfahrer den ersten Platz bei der Werra-Meißner-Rallye belegt.

Sontra - Die ADAC Werra-Meißner-Rallye 70 ist wieder Vergangenheit. Einmal mehr waren die Wertungsprüfungen ein ganz besonders Spektakel.

"Ich kann es auch am Tag danach noch nicht richtig glauben. Für mich ist mit dem Sieg bei der ADAC Werra-Meißner-Rallye 70 ein Traum in Erfüllung gegangen, das ist doch echt cool, oder?“ Diese jubelnden Worte drücken aus, wie glücklich Jara Hain aus Sontra über den schier unfassbaren Erfolg als Beifahrerin an der Seite von Nico Leschhorn aus Lich ist. Insgesamt waren 94 Fahrer am Start.

Jara Hain, Siegerin der Rallye.

Die ersten drei Starter der Bestzeitfahrer, Jörg Schuhej mit Lara Quast, Mario Czok mit Andy Tancyk und Nico Leschhorn, an dessen Seite Jara Hain das „Gebetbuch“ gelesen hat, machten den Gesamtsieg unter sich aus. Einziger Unterschied: Die Startnummer drei stand nach packenden Wertungsprüfungen am Ende auf dem Siegerpodest ganz oben. 

Allerdings sind beim Warten auf das Endresultat die Spannung und das Fieber gestiegen, „ja, es war nervenaufreibend, weil wir wussten, dass Jörg Schuhej zum Ende hin einen Unfall hatte und wir praktisch keine Ahnung hatten, wo wir im Endklassement rangierten“, so Jara Hain, der selbst nach überschlafener Nacht die innere Anspannung noch anzumerken war. 

Hatte Pech mit seinem Opel Astra: Bei Marvin Junges Wagen hat die Antriebswelle versagt.

Die Gedanken lassen dich in einer solchen Phase einfach nicht los“, so die Beifahrerin von Nico Leschhorn, bei der nach der Bekanntgabe des Ergebnisses der Jubel keine Grenzen kannte. 57,10 Sekunden betrug der Vorsprung für den 32-Jährigen Nico Leschhorn und die 19 Jahre junge Jara Hain aus Sontra, die erst zum vierten Mal an einer Rallye auf dem Beifahrersitz die Anweisungen gab und nach so kurzer Zeit bereits auf dem obersten Siegertreppchen stehen durfte.

„Mit unserem Peugeot 207 S2000 waren wir absolut konkurrenzfähig gegenüber den beiden Mitsubishi Lancer Evo IX vom Zwickauer Mario Czok sowie von Jörg Schuhej vom MSC Fulda“, bilanzierte Jara Hain, dass es sich autotechnisch in der Rallye-Sport-Szene um Spitzenfahrzeuge handelt. Schuhej erreichte das Ziel weitere 11,20 Sekunden hinter Czok auf Platz drei.

Jara Hain will auch künftig dem Rallye-Sport treu bleiben: „Ich bin schon als Kind immer mit meinem Papa Oliver mitgefahren und habe so die Liebe zur Rallye entdeckt. Aber selbst ins Cockpit eines Rennautos sollte ich eigentlich nicht einsteigen, da waren meine Eltern glatt dagegen. Aber als mich Nico Leschhorn im Oktober 2018 gezielt angesprochen hat, habe ich mich der Aufgabe konsequent gewidmet und stehe schon nach der vierten Teilnahme ganz oben“, macht die 19-Jährige kein Hehl daraus, dass sie innerlich ganz schön aufgewühlt ist. Und trotz des geplanten Medizinstudiums wird Jara Hain diesem Sport verbunden bleiben, „wenn auch in etwas abgespeckter Form, denn die Zeit der intensiven Vorbereitung wird knapper werden“, sagt Jara Hain.

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