Marius Jungs feines Freistoß-Füßchen

Fußball-Gruppenliga: SVR gewinnt dank Standards und starker Defensive 3:1

Machte ein hervorragendes Spiel im Sturmzentrum für den SV Reichensachsen: Marius Jung (rechts).
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Machte ein hervorragendes Spiel im Sturmzentrum für den SV Reichensachsen: Marius Jung (rechts).

Dass Marius Jung einen strammen Schuss draufhat und gefährliche Standards schießt, ist längst bekannt. Allerdings ist es nicht alltäglich, dass drei seiner Freistöße direkt oder indirekt zu Toren führen.

Reichensachsen - Und zwar den Toren, dank derer der SV Reichensachsen sein Heimspiel in der Fußball-Gruppenliga gegen den TSV Rothwesten am Sonntagnachmittag 3:1 (3:1) gewann.

„Ich bin natürlich sehr zufrieden mit meiner Leistung“, sagte die abgekämpfte Nummer zehn nach Spielschluss. Jung lobte an dieser Stelle die Leistung seiner gesamten Mannschaft – insbesondere die hervorragende Defensivarbeit, die alle elf Spieler ablieferten. Denn Torchancen offenbarten sich Rothwesten kaum.

„Das war heute ganz wichtig, dass wir nicht wie zuletzt wieder einen Vorsprung verspielen. Wir sind konzentriert geblieben und haben am Ende verdient gewonnen“, so Jung.

Tonio Binneberg schloss unhaltbar aus der Drehung ab

Den Vorsprung, den er ansprach, ermöglichten seine Freistöße in der ersten Halbzeit. Bereits nach acht Minuten brachte er einen ruhenden Ball aus dem Halbfeld scharf in den Strafraum. Das Spielgerät landete im Gewühl vor den Füßen von Tonio Binneberg, der aus der Drehung unhaltbar abschloss.

Nur fünf Minuten später folgte das 2:0. Diesmal hämmerte Marius Jung einen Freistoß aus etwas über 20 Metern von halblinks ins kurze Eck an den Innenpfosten und rein. Danach sprintete er zur Bank und hielt ein Trikot mit der Nummer elf hoch. Was es damit auf sich hat? „Unser Mitspieler Jakub Swinarski ist Vater geworden und war deswegen nicht dabei, ihm widme ich dieses Tor“, klärte Jung auf.

Aufgrund dieser Tatsache musste der Freistoß-Experte übrigens ganz nebenbei auch noch auf der für ihn völlig ungewohnten Position im Sturmzentrum aushelfen, wo normalerweise Swinarski zu Hause ist. „Mal 10er, mal Außen und jetzt im Mittelsturm“, scherzte Jung, der als Angreifer emsig arbeitete.

Kleiner Nackenschlag kurz vor der Halbzeit

Vor dem 3:0 kam Rothwesten dann doch auch zu einer Torchance nach einem Angriff über die Außen, doch in der Mitte setzte Konstantinos Drizis das Leder klar über das SVR-Tor. Stattdessen ließ Patrik Stromczysnki in Minute 35 das dritte Tor folgen. Natürlich nach Freistoß von Marius Jung. Rothwestens Keeper Gerd Geschwind konnte das Leder unter Bedrängnis nur unzureichend wegfausten, Stromczynski staubte ab zum 3:0.

Ein kleiner Nackenschlag folgte mit dem Halbzeitpfiff, als Dejan Bojic aus der Ferne abzog. Unhaltbar abgefälscht für SVR-Keeper Danny Göhler landete das Leder zum 1:3 aus Gästesicht im Netz. „Wir haben uns davon nicht aus der Ruhe bringen lassen und standen im zweiten Durchgang weiter gut“, lautete das Fazit von Jung.

Und damit lag er richtig. Rothwesten brachte keinen einzigen gefährlichen Schuss mehr aufs Tor. Zu sicher stand die Abwehr um die starken Innenverteidiger Christian Schätzke und Dadah Gadea Baringo.

Stattdessen hätte der SVR am Ende noch auf 4:1 erhöhen können, doch einen Kopfball von Schätzke parierte Gäste-Torhüter Geschwind sehenswert und Binneberg geriet bei einem Abschluss aus Nahdistanz in Rücklage. So blieb es beim 3:1 für den SV Reichensachsen – ein verdienter Sieg dank solider Arbeit gegen den Ball im Kollektiv und – nicht zu vergessen – dem feinen Freistoß-Füßchen von Marius Jung. (flk)

SV Reichensachsen - TSV Rothwesten 3:1 (3:1)

SV Reichensachsen: Göhler - Montag, Schätzke, Gadea Baringo, Vidal Gadea - Cios, Binneberg, Freuches (68./Szymanski) - Manegold, Jung, Stromczynski (46./Hanna).

TSV Rothwesten: Geschwind - Rüb, Trabner, Igel, Bojic, Siewert (57./Zahir), Losic, Akman, Kahl, Haldorn (72./Pietri), Alamri (62. Willer).

Schiedsrichter: Tim Weinrich.

Zuschauer: 100.

Tore: 1:0 Binneberg (8.), 2:0 Jung (13.), 3:0 Stromczynski (35.), 3:1 Bojic (45.+2).

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