Trotz 2:1-Heimsieg des Tabellenzweiten gegen den Ersten

Sontraer Sportkegler haben den Angriff auf die Spitze verpasst

Dialog vor dem Wettkampf: Kegel-Ass Michael Mutter wird hier von seinem Betreuer Karl-Heinz Hesse gecoacht.

Sontra. Die Leistung der Sportkegler des KV Sontra (2.) war top im Hessenliga-Spitzenwettkampf gegen Tabellenführer Meteor Mittelhessen. Dennoch brandete nach dem 2:1-Sieg kein großer Jubel auf. Um noch mehr Druck auf den Ersten aufzubauen, hätte der KV wohl 3:0 siegen müssen. 

Von Marvin Heinz

Wir sind nicht nach Sontra gekommen, um das Eschweger Bier zu trinken und die Ahle Wurst zu essen“, sagte Kai Bolte wenige Minuten vor dem ersten Wurf im Kegel-Spitzenwettkampf in Sontra. Der ehemalige Bundesligaspieler wollte mit seinem Verein Meteor Mittelhessen im Kampf um die Meisterschaft in der Sportkegel-Hessenliga ein Ausrufezeichen setzen, während der KV Sontra mit einem 3:0-Heimsieg den Abstand auf Spitzenreiter Meteor auf zwei Punkte schrumpfen lassen wollte. Sontra-Sprecher Gerhard Mutter sprach im Vorfeld vom Spiel der Spiele.

KV Blau-Weiß Sontra - Meteor Mittelhessen 2:1 (43:35, 5197:5140). Im ersten Block lieferten sich Alexander Lehnhausen und der Sontraer Ausnahmekegler Michael Mutter ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach seiner schweren Handverletzung, die ihn monatelang außer Gefecht setzte, ist Mutter in dieser Saison wieder das Zugpferd von Blau-Weiß. Lehnhausen, der in den 1970er-Jahren von Gerhard Mutter in Wetzlar als Kegler ausgebildet wurde und im Jahr 2004 Hessischer Meister wurde, machte beim Räumen auf der letzten Bahn kleinere Fehler. Mutter zog davon, 901 Holz standen am Ende auf der Anzeigentafel. Dabei wurde der 50-Jährige von Karl-Heinz Hesse unterstützt. Immer wieder gab der 73-Jährige Mutter Tipps. „Hand auf, nach vorne und durchziehen“, war nur eine von vielen Anweisungen. „Wir arbeiten schon seit 20 Jahren zusammen, er kennt meine Würfe in- und auswendig“, sagt Mutter, der sich freut, Hesse an seiner Seite zu haben. Marcus Kachel lag mit 875 Holz ebenfalls voll im Soll.

Aber im zweiten Block blieben Daniel Hofmann (865 Holz) und Stefan Bodenstein (828 Holz) hinter den Erwartungen zurück. Zu unkonstant waren die Würfe, zu unpräzise das Räumen.

Mittelhessens Martin Albach, Vierter der Hessenliga-Schnittliste, demonstrierte mit 896 Holz seine Stärke. „Das war eine echte Ansage“, gestand Mutter, dessen Duo im letzten Block somit gehörig unter Druck stand. Markus Langer spielte auf allen vier Bahnen konstant gut und sicherte sich mit 897 Holz hauchdünn von Albach das zweitbeste Tagesergebnis. Aber der sonst so stark spie-lende Joachim Gerlach schlug sich unter Wert, auf allen Bahnen fehlten dem Routinier gut und gerne zwölf Holz. Und so nahm Meteor Mittelhessen am Ende ein Pünktchen aus Sontra mit. Eschweger Bier und Ahle Wurst waren auf der einstündigen Rückreise aber sicher auch im Gepäck.

Sontra: M. Mutter 901/12, Langer 897/11, Kachel 875/8, Hofmann 865/7, J. Gerlach 831/3, Bodenstein 828/2. • Mittelhessen:Albach 896/10, Lehnhausen 886/9, Buhl 848/6, Rohrbach 843/5, Junge 840/4, Bolte 827/1. 

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