Fußball-Gruppenliga

Rafal Klajnszmit übernimmt den Trainerposten beim SV Reichensachsen

Trainiert ab der kommenden Saison den SV Reichensachsen: Rafal Klajnszmit, hier noch im Dress des Lichtenauer FV.
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Trainiert ab der kommenden Saison den SV Reichensachsen: Rafal Klajnszmit, hier noch im Dress des Lichtenauer FV.

Fußball-Gruppenligist SV Reichensachsen geht mit einem neuen Trainer in die Saison 2021/22. Es ist durchaus eine kleine Überraschung.

Reichensachsen - Wie der Verein in einer Pressemitteilung Anfang der Woche bekannt gab, kehrt Rafal Klajnszmit zurück an seine alte Wirkungsstätte.

„Die Entscheidung hat sich in den vergangenen Wochen ergeben, als bekannt wurde, dass Rafa den Lichtenauer FV verlässt“, erklärt Harald Zaremba, Abteilungsleiter Fußball beim SV Reichensachsen. In Lichtenau war Klajnszmit seit Juli vergangenen Jahres aktiv. Bevor er die Aufgabe beim Aufsteiger in die Fußball-Verbandsliga antrat, trainierte der 49-Jährige den SV Reichensachsen.

„Rafa hatte zum damaligen Zeitpunkt ein sportlich interessantes Angebot bekommen. Das haben wir eingesehen, wir hatten und haben trotzdem ein tolles Verhältnis“, führt Zaremba weiter aus. Diese Tatsache, kombiniert mit der „guten Arbeit“, die Klajnszmit laut Zaremba zuvor in Reichensachsen leistete, sorgte dafür, dass sich der SVR wieder mit dem 49-Jährigen beschäftigte.

„Er kennt einfach die nordhessische Fußballkultur und hat nun die Chance, seine gute Arbeit aus dem Vorjahr bei uns fortzusetzen“, fügt Zaremba an.

Kurzes Intermezzo beim Verbandsligisten Lichtenauer FV

Anfang März wurde bekannt, dass der Lichtenauer FV den im Sommer auslaufenden Vertrag von Klajnszmit nicht verlängert. Erkan Kilci, Sportlicher Leiter des LFV, berichtete damals im Gespräch mit der Werra-Rundschau, dass der Verein gemeinsam mit Sponsor Gerhard Klapp „Einsparungen vereinbart“ habe.

Anschließend auf seine Zukunft angesprochen räumte Klajnszmit ein, dass er Anfang März noch in der Luft hinge. Einige Vereine hätten sich bei ihm gemeldet – darunter auch Reichensachsen, wie wir jetzt wissen. „Als wir Kontakt zu Rafa aufnahmen, haben wir am Ende schnell zusammengefunden“, erläutert Zaremba vom SV Reichensachsen.

Kaderplanung läuft

Aktuell stehe er täglich mit dem zukünftigen Trainer in Kontakt, um die Kaderplanung für die kommende Spielzeit voranzutreiben. „Der Kader in der vergangenen Saison war zu klein und wir arbeiten aktuell auf Hochtouren an der Planung. Rafa stellt mit uns den Kader zusammen – und er hat die gesamte Situation gut im Blick“, zeigt sich Zaremba mit der bisherigen Saisonvorbereitung zufrieden.

Der Abteilungsleiter Fußball bei Reichensachsen hofft, dass die neue Spielzeit im August starten kann. Und, dass ausreichend Zeit für die Vorbereitung bleibt. „Die Jungs sind nicht fit, haben ein halbes Jahr nicht gespielt. Acht Wochen Vorbereitung brauchen wir auf jeden Fall“, erklärt der SVR-Vorstand.

Für den scheidenden Trainer Florian Mönche, der Reichensachsen in der vergangenen Spielzeit trainierte, hat Zaremba nur lobende Worte übrig: „Er ist ein guter Trainer und menschlich ein toller Typ. Er hat bei uns gute Arbeit geleistet, hatte natürlich etwas Pech mit den Verletzungen.“ Aber man habe sich im Guten getrennt. Zudem ist sich Zaremba sicher, dass Mönche schnell einen neuen Trainerposten finden werde.

Im Gespräch mit unserer Zeitung bestätigt Mönche, dass er daran interessiert ist, schnell eine neue Station zu finden. „Ich hatte schon vor der Entscheidung, dass mein Vertrag nicht verlängert wird, Gespräche mit anderen Vereinen. Schauen wir mal, ob jetzt noch mehr Anrufe eingehen“, zeigt sich der Ex-Coach des SVR zuversichtlich.

Zudem bestätigt er, dass zwischen ihm und dem Vorstand der Reichensächser keine dicke Luft herrscht. „Es gibt keine offenen Punkte. Enttäuscht bin ich über diese Entscheidung trotzdem“, sagt Mönche. Denn: Noch vor vier Wochen habe ihm der Verein signalisiert, dass man Interesse an einer Vertragsverlängerung habe. Mitte vergangener Woche teilte ihm Zaremba dann im persönlichen Gespräch mit, dass sich der Verein anderweitig entschieden habe.

Taktisch weitergebildet

„Mir wurde mitgeteilt, dass Rafa Klajnszmit mehr Erfahrung habe – und die besseren Kontakte, wenn es um potenzielle Neuzugänge geht“, fügt Mönche hinzu. Die Spieler wurden über diese Entscheidung laut Mönche rund eine Woche später informiert: „Das war eine reine Vorstands-Entscheidung, viele Spieler haben mich anschließend kontaktiert und sie waren geschockt.“

Trotz des plötzlichen Endes – unzufrieden mit seiner Station in Reichensachsen ist Mönche trotzdem nicht: „Die Gruppenliga war eine tolle Erfahrung und ich habe die Corona-Zeit genutzt, mich taktisch weiterzubilden.“ Davon dürfte der junge Trainer bei seiner nächsten Station profitieren. (Kevin Hildebrand)

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