Klarer Sieg bei schmaler Kost: Datterode/Röhrda/Sontra gewinnt Derby

Ab ins Tor damit: Jonas Führer (vorne) von der HSG Datterode/Röhrda/Sontra setzte sich gegen Bad Sooden-Allendorfs Julian Scharff durch und erzielte dann einen Treffer. Foto: Marvin Heinz

Die HSG Datterode/Röhrda/Sontra hat das Derby in der Handball-Bezirksoberliga klar mit 32:22 gegen Bad Sooden-Allendorf gewonnen. Gut war das Spiel aber nicht.

 „Katastrophe.“ Mit diesem Wort begann der Co-Trainer der HSG Datterode/Röhrda/Sontra, Alexander Hobbie-Weishaar, seine kurze Bilanz nach dem Erfolg im Kreisderby der Handball-Bezirksoberliga gegen die TSG Bad Sooden-Allendorf. Unter dem Strich steht zwar der klare 32:22-Sieg für die Ringgauer, doch der täuscht nicht darüber hinweg, dass sich die leider nur wenigen Zuschauer mit schmaler Handballkost zufriedengeben mussten, zumal die Mittel der Gäste aufgrund von personellen Problemen begrenzt (wir berichteten) waren.

Klare Verhältnisse

Wenn Alexander Hobbie von Katastrophe spricht, so trifft das auf das fehlende Spielverständnis zu, mannschaftliche Geschlossenheit und somit die gebundenen Aktionen waren kaum zu sehen. Dennoch sorgten die Gastgeber schnell für klare Verhältnisse, was nicht zuletzt an Einzelaktionen lag. Und trotz der hohen 17:10-Pausenführung wurde deutlich, dass diese Einzelaktionen dringend nötig waren, da im Rückraum wegen des Fehlens von Tobias Hunstock nur Christian Hartung über die entsprechenden körperlichen Voraussetzungen verfügt, um aus der zweiten Reihe abzuschließen.

Küch und Hasecke stark

Zurück zu den Einzelaktionen Vor der Pause präsentierten sich Oliver Küch und Manuel Hasecke in Bestform. Großartig ihre Beinarbeit. Mit geschickten Schrittwechseln und listigen Finten marschierten sie immer wieder bis zur Nahwurfzone und erzielten unhaltbare Treffer. Beispiel: Zwischen 18. und 24. Minute gelangen Manuel Hasecke vier Tore in Serie.

Nur zwei Routiniers

Auf der anderen Seite blieben mit Tim Vogeley und Julian Scharff nur die beiden Routiniers übrig, die der HSG Paroli bieten konnten. Allerdings klebte Vogeley in der Anfangsviertelstunde das Pech an den Händen, und Julian Scharff fand mit seinen Sprungwürfen sehr oft in HSG-Torwart Nils Möhrke seinen Meister, der mit gutem Stellungsspiel, aber auch mit exzellenten Reflexen glänzte. „Wir haben mehr gewürgt als gespielt“, erklärte Tim Vogeley. Davon konnte vor allem Heiko Kruse ein Lied singen, denn der stand häufig auf der linken Seite einsam und verlassen, wurde aber so gut wie nicht ins Spiel eingebunden.

Ein anderes Brett

„Wir wollten uns heute spielerisch steigern, denn nächste Woche erwartet uns mit Alsfeld ein anderes Brett, das es zu zersägen gilt. Eigentlich müssten wir mit unserer Mannschaft viel weiter oben in der Tabelle stehen, aber unsere Fehlerquellen sind ganz einfach zu hoch“, so Alexander Hobbie-Weishaar, der die Entscheidung begründet, warum der starke Manuel Hasecke nach Wiederbeginn auf der Bank blieb: „Er fehlt gegen Alsfeld und wir wollten im Gefühl des sicheren Sieges einige Dinge ausprobieren. Zum Glück ist nächsten Samstag Tobias Hunstock wieder an Bord.“

Von Harald Triller

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