ETSV-Leistungsträger mit letztem Spiel am 4. Mai zu Hause gegen Hersfeld

Das große Abschiedsinterview mit Klaus Stephan und Michael Spannknebel 

Taktgeber: Michael Spannknebel bestreitet am Samstag sein letztes Spiel am Kreis des ETSV. Fotos: Markus CLaus/nh

Der Meister feiert, verliert aber zwei Leistungsträger: Am 4. Mai (18 h) bestreiten die ETSV-Handballer Klaus Stephan und Michael Spannknebel ihr letztes Spiel. Sie hören auf.

VON STEFAN KONKLOWSKY

Eschwege – Der Titel ist bereits perfekt, der Aufstieg in die Handball-Landesliga ebenfalls. So hat das letzte Heimspiel des Eschweger TSV gegen den TV Hersfeld rein sportlich fast keine Bedeutung mehr. Für zwei Spieler im Trikot der Dietemänner dürfte es dennoch eine ganz besondere Begegnung sein: Klaus Stephan (38) und Michael Spannknebel (34).

Für die beiden langjährigen Aushängeschilder und Identifi

kationsfiguren der Kreisstädter könnte es das letzte Spiel sein, denn beide haben bereits angekündigt, in der kommenden Landesliga-Saison vorerst nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Wir haben vor der Partie gegen den TVH (Sa., 18 Uhr) mit ihnen gesprochen.

Der ETSV ohne euch: Eigentlich undenkbar, oder?

Spannknebel: Ohne uns wird der ETSV nicht sein. Ich bin nach wie vor als Abteilungsleiter, Schiedsrichter sowie Trainer der Bambini tätig und werde sicher auch in der „Zweiten“ spielen. Aber es ist der richtige Moment, um aufzuhören. Ich bin realistisch genug, um zu wissen, dass es schwer wird leistungsmäßig, dem Landesligaanspruch gerecht zu werden. Im Umfeld gibt es genug andere Aufgaben, auf die ich jetzt mein Augenmerk legen möchte.

Stephan: Auch ich bleibe dem Handball in Eschwege treu. Als Geschäftsführer der Handball GmbH möchte ich mich in die Weiterentwicklung einbringen und das Ganze aus einer anderen Perspektive betrachten. Wir haben ein entwicklungsfähiges Team und es ist eine spannende Aufgabe, diesen Weg als Funktionär zu begleiten. Vielleicht werde ich auch noch mal meinem zweiten sportlichen Hobby nachgehen, dem Basketball.

Ihr verabschiedet euch mit der Meisterschaft.

Spannknebel: Es ist großartig, was wir geleistet haben und nach dem Abstieg direkt wieder aufsteigen. Die Mannschaft und unsere Fans haben sich das redlich verdient. Als Sportler ist es schön, mit so einem Erfolg zu gehen.

Stephan: An das Spiel bei Ost/Mosheim werde ich noch lange zurückdenken. Das war in dieser Saison und auch für mich persönlich ein toller Abend. Es ist schön, sich als Meister zu verabschieden.

Freut ihr euch auf eure persönliche Ehrung?

Spannknebel: Nein, es gibt keine Ehrung, das wollen wir beide nicht. Wir wollen einfach nur das Spiel genießen und viel Spaß mit unseren Jungs und den Fans haben. Und natürlich gewinnen.

Stephan: Außerdem; sollte – was wir nicht hoffen – irgendwann mal ein großer personeller Engpass eintreten, dann würden wir vielleicht die Handballsachen noch einmal aus dem Schrank holen. Meine Frau glaubt eh nicht so wirklich daran, dass ich aufhöre. Doch ich habe eigentlich nicht vor, zurückzukehren. Jetzt müssen es die Jungen richten und die Verantwortung übernehmen. Wir fiebern dann von außen mit.

Was war euer schönstes Erlebnis beim ETSV?

Spannknebel: Im Jahr 2010, als wir in der Oberliga gespielt haben mit Spielern wie Uwe Findeisen, Liviu Pavel, Henni Stelzner und Chrissi Klug. Das war eine richtig geile Truppe, die sich auch privat gut verstanden hat. Aber Höhepunkte gab es viele. Wichtig war immer der Spaß.

Stephan: Alles zu geben und in einem homogenen Team zu spielen, das war immer das Wichtigste für mich. Dann hat es auch Freude gemacht, wenn es sportlich mal nicht lief.

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