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Kräftemessen heute in Frieda: SVR und SVA im Fußball-Kreispokal-Endspiel

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Von: Maurice Morth

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Steht erstmals mit dem SV Reichensachsen im Kreispokalfinale: Tonio Binneberg.
Steht erstmals mit dem SV Reichensachsen im Kreispokalfinale: Tonio Binneberg. © Marvin Heinz

Heute Abend treffen der Verbandsligameister SV Adler Weidenhausen und Gruppenligist SV Reichensachsen im Finale des Fußball-Kreispokals 21/22 in Meinhard-Frieda aufeinander (Anstoß: 18.30 Uhr).

Eschwege - Wir werfen einen Blick auf das Endspiel, das als Höhepunkt die heimische Fußballsaison schließt.

Die Ausgangslage

Anders als durchwachsen kann man die Form des SV Reichensachsen nicht beschreiben. Den letzten Sieg gab es in der Gruppenliga, die man auf einem guten vierten Tabellenplatz abschloss, vor knapp vier Wochen gegen die Tuspo Grebenstein (3:0).

Danach folgten zum Saisonende drei Niederlagen gegen den KSV Hessen Kassel II (0:3) und die Abstiegskandidaten SG Reinhardshagen (1:3) und TSV Wolfsanger (0:5).

„Ich habe das Gefühl, dass wir den Druck brauchen. Die letzten schlechten Ergebnisse würde ich darauf schieben, dass die Saison für uns gelaufen war“, sagt SVR-Pressesprecher Stefan Geisler, und weiter: „Nach dieser Spielzeit der Weidenhäuser sind wir heute Abend ganz klarer Außenseiter.“ Fehlen wird dem SV Reichensachsen heute Peter Manegold (Knie), David Dreyer (Fuß) ist angeschlagen.

Der heutige Kontrahent SV Adler Weidenhausen schwimmt seit Monaten auf einer Welle des Erfolgs: „Der Pokalsieg wäre das i-Tüpfelchen. Wir sind unglaublich heiß darauf, den Pokal mit zum Chattenloh zu nehmen, das wollen wir unter allen Umständen hinbekommen“, so SVA-Trainer Ronald Leonhardt.

Eine leichtsinnige Herangehensweise seiner Mannschaft erwartet er nicht, denn sie wisse, dass der SVR mit „richtig, richtig guten Leuten“ besetzt sei und zum Saisonende noch einmal alles in die Waagschale werfen wolle. Nicht zur Verfügung stehen werden wohl Luis Goebel (Knöchel) und Philipp Immig (Leiste).

Die Erwartungshaltung

Erstmals überhaupt steht der SV Reichensachsen laut Stefan Geisler im Pokalfinale. „Ich traue uns schon zu, das Ding zu gewinnen. Für diese Überraschung muss bei uns aber wirklich alles zusammenpassen“, sagt der Pressesprecher.

Ähnlich sieht es Kapitän Tonio Binneberg: „Vor allem in nur einem Spiel ist alles möglich. Dazu müssen wir aber von der ersten Minute an 100 Prozent geben, hinten sicher stehen und vorne Nadelstiche setzen. Gerade bei einem Finale bin ich da aber guter Dinge.“

Bei einem „geilen Derby“ wie gegen Weidenhausen könne man laut dem SVR-Kapitän nur heiß auf das Spiel sein. „Ich glaube, das ist ein echtes Erlebnis, mit dem man die Saison gut abschließen kann.“

Antreiber im Offensivspiel des SV Adler Weidenhausen: Kilian Krug.
Antreiber im Offensivspiel des SV Adler Weidenhausen: Kilian Krug. ARCHIV © Maurice Morth

Nicht nur will der SVA zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte das Double aus Verbandsligameisterschaft und Pokalsieg schaffen, sondern nach zwei Finalniederlagen gegen den Lichtenauer FV (1:2) und die SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach (2:3) auch Wiedergutmachung.

„Besonders nach den letzten Endspielen, in denen wir uns in der Defensive und Offensive zu viele Fehler geleistet haben, wollen wir es besser machen“, sagt SVA-Teammanager Stefan Stederoth.

Egal wie die Finalbegegnung für die Weidenhäuser heute Abend ausgeht, nach dem Abpfiff ist gewissermaßen traditioneller Abflug gen Saisonabschluss: „Wir fliegen Donnerstag mit gut 30 Leuten für vier Tage nach Mallorca, um die Saison zu feiern“, so Stederoth. Am liebsten mit dem Pokal im Gepäck.

Die Wege ins Endspiel

SV Reichensachsen gegen Lichtenauer FV 2:1 (n. V.), SC Niederhone 3:0; SG Werratal 10:0.

SV Adler Weidenhausen gegen die SG FSA 8:2; SG Meißner 3:0; SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach kampflos 3:0.

Das Rahmenprogramm

Die Vorbereitungen der gastgebenden SG FSA für das Finale im Willy-Flügel-Stadion liefen seit Wochen auf Hochtouren.

Für den perfekten Rahmen heute Abend in Frieda – Sonnenschein und Temperaturen um die 25 Grad sind vorhergesagt – gibt es genügend kühle Getränke und zwei Grillstationen. Außerdem ist auch für die jüngsten Gäste gesorgt: beim Kinderschminken oder beim Spielen auf dem benachbarten Spielplatz.

Das sagt Florian Süss, Vorsitzender der gastgebenden SG FSA:

„Für uns ist das Pokalfinale natürlich eine schöne Sache. Wir haben uns in den vergangenen Jahren immer darum beworben und dieses Mal haben wir endlich den Zuschlag bekommen. Das passt natürlich gut, da unser Platz letztes Jahr in Frieda erst saniert wurde und wir für das Endspiel gute Bedingungen bieten können.

Wir wollen für einen angemessenen Rahmen für das erste Pokalfinale nach den Coronabeschränkungen sorgen. Rein sportlich ist bei den beiden Mannschaften SV Reichensachsen und SV Adler Weidenhausen auf jeden Fall ein hochklassiges Finalspiel zu erwarten, auf das wir uns als Ausrichter natürlich sehr freuen. Wir hoffen heute natürlich auf einen tollen Pokalabend!“ 

(Maurice Morth)

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