Fußball-Saisonbesprechung der Senioren - Alle Infos zur Sitzung und zur Pokalauslosung

Nach 33 Jahren soll Schluss sein: Kreisfußball-Chef Horst Schott kündigt Abschied an

Haben die Planung einer weiteren Fußballsaison gemeistert: der Kreisvorstand mit (stehend von links) Torsten Becker (Pressewart), Heinz Fink (Referent Freizeit- und Breitensport), Thomas Simon (Kassenwart), Erwin Schellhase (Kreisehrenamtsbeauftragter) und Marco Buchenau (in Vertretung für Kreisschiedsrichterobmann Friedhelm Mühlhausen), (sitzend von links) Harry Niebeling (Koordinator für Qualifizierung), Reiner Eichholz (stellv. Kreisfußballwart), Horst Schott (Kreisfußballwart), Holger Franke (Administrator). Foto: Marvin Heinz

In der Saisonbesprechung wird der Grundstein des Kreisfußballs gelegt. Am Freitagabend fand die Pflichtsitzung der Vereinsvertreter statt und hat so manche Überraschung geboten.

Als Kreisfußballwart Horst Schott um 19.57 Uhr beim Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ angelangt war, wurde es plötzlich ganz leise im Raum des Gasthaus Rost in Niddawitzhausen. Der 72-Jährige hielt inne – und teilte den Vereinsvertretern der Clubs mit, dass er beim kommenden Kreisfußballtag am 7. März 2020 im Bürgerhaus in Fürstenhagen sich nach 33 Jahren Amtszeit nicht mehr für das höchste Kreisamt dieser Sportart zur Verfügung stellt. Auch Stellvertreter Reiner Eichholz (59) würde ebenfalls aufhören.

„Die ersten Überlegungen sind vor vier Jahren gereift“, erinnerte sich Schott, der den Vereinen beim vorigen Kreisfußballtag in Aue mitteilte, dass er in seine letzte Amtsperiode gehen wird. Ein Hintertürchen lässt sich Schott nach 33 Jahren nicht mehr offen. „Ich habe meine Milch gegeben“, sagte der dienstälteste Kreisfußballwart in Hessen, für den stets oberste Priorität hatte, „Fußball so angenehm wie möglich“ zu gestalten. Seit Beginn seines Handelns spielen die zweiten Mannschaften in Konkurrenz. „In der Region Kassel waren wir das Pilotprojekt, obwohl es einige Widerstände aus anderen Kreisen und von Vereinen gab“, erzählte der ehemalige Torhüter der SG Frieda/Schwebda/Aue, dem immer am Herzen lag, Vereine bei der Umsetzung ihrer Vorhaben zu unterstützen. „Ich bin für die Vereine da – und nicht umgekehrt.“ Durch präventive Arbeit ist es gelungen, Verfehlungen und Bestrafungen schon im Vorfeld auszuschließen. 2004 fusionierten die beiden Fußballkreise Eschwege und Witzenhausen zu einem Kreis. Schott: „Es ging immer harmonisch zu. Es gab nie irgendwelche Dissonanzen.“

30 Jahre lang konnten die Mannschaftszahlen – entgegen dem Trend in anderen Kreisen – konstant gehalten werden. Auch, weil in Schulen offensiv um Nachwuchskicker geworben wurde.

Besonders glücklich war Schott, wenn der Briefträger die Spielberichte per Post ohne Pässe vorbeibrachte. „Dann war ich arbeitslos, Urteile mussten nicht geschrieben werden“, so Schott, der pro Woche bis zu 35 Stunden für das Ehrenamt aufwendet. Sein Nachfolger muss „seinen eigenen Stil entwickeln“ und dabei sind für Schott drei Kriterien von entscheidender Bedeutung: „Geduld, Zeit und Liebe.“

Während „das Umfeld auf viel verzichten muss“, sei „ein langer Atem“ oft nötig. Gespräche mit einem Kandidaten laufen schon seit geraumer Zeit. „Einen Namen möchte ich aber noch nicht nennen“, sagte Schott. Neben dem Kreisfußballwart werden ein Jugendwart und ein Schiedsrichterobmann gesucht. Auch für das Sportgericht werden Beisitzer gebraucht. Interessenten können sich an den Vorstand wenden. „Vor allem im Jugendbereich müssen wir uns nach dem Rücktritt von Ralf Dippel gut aufstellen. Es ist die wichtigste Aufgabe für unseren Sport.“ Das predigte Schott übrigens schon seit seinem Amtsantritt.

Im Rahmen der Vereinsvertretersitzungen wurden die Partien für die erste und zweite Runde des AKE-Kreispokals ausgelost. Der Klassenniedrigere hat immer Heimrecht. Die Lose zog die 20-jährige Handballerin Elenna Hempelmann, die zuletzt für die HSG Jestädt/Grebendorf gespielt hatte. „Hoffentlich sind alle zufrieden mit den Losen“, sagte die Torfrau nach der Auslosung. 

Im Pokal kommt es in der ersten Runde am 24. Juli zu folgenden Partien: Waldkappel - Reichensachsen, Wehretal - Weidenhausen, FC Eschwege - Klein./Hun./Doh., Roßbach - Niederhone, Großalmerode - HNU, Kammerbach/Hitzerode - Hebenshausen, VfB Witzenhausen - SSV Witzenhausen, Pfaffenbachtal/Schemmergrund - Meißner. 

Am Sonntag, 28. Juli, wird die zweite Pokalrunde ausgetragen. Hopfelde/Holl./Wal. spielt gegen den Sieger aus Pfaff./Schemm. - Meißner, TSG Fürstenhagen gegen den Sieger aus Wehretal/Weidenhausen, FSA - Lichtenauer FV, Werratal - Sieger aus FC Eschwege - Klein./Hun./Doh., Germerode - Sieger Roßbach/Niederhone, Rommerode - Sieger VfB Witzenhausen/SSV Witzenhausen, Eschenstruth - Sieger Großalmerode/HNU, Sieger Kammerbach/Hitzerode - Sieger Hebenshausen - Waldk./Reichens. Die Viertelfinals sind für den 3. Oktober 2019 geplant. 

Der Sparkassen-Pokal für die zweiten Mannschaften findet nur alle zwei Jahre statt. Am ersten Spieltag (4. August) in der Fußball-Kreisoberliga empfängt der Gruppenliga-Absteiger TSV Wichmannshausen den Lokalrivalen aus Sontra. Die SG Wehretal bekommt es zu Hause mit TSG Fürstenhagen zu tun. FSA genießt Heimrecht gegen Niederhone. Wanfried - RW Fürstenhagen, Werratal - SSV Witz., HNU - Großalm.

Von Marvin Heinz

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