So kam es zu den Abweichungen von der gewohnten Planung

Der Spielplan der Fußball-Kreisoberliga ist der wohl kurioseste aller Zeiten

Corona hat auch den Fußball im Griff und sorgte für einen verspäteten Saisonstart sowie ein neues Spielmodell in einigen Ligen, das alternativlos war. Fotos: Artur Worobiow/Heinz/nh

Einen außergewöhnlichen Spielplan erleben die Mannschaften und Betrachter der Fußball-Kreisoberliga Werra-Meißner in dieser Saison. 

VON STEFAN KONKLOWSKY

Eschwege – Seit Jahrzehnten sind die Spielpläne aller Ballsportarten mehr oder weniger gleich aufgebaut. In der Vorrunde wird zunächst das Hinspiel absolviert und danach folgt in nahezu gleicher Reihenfolge der Gegner das Rückspiel. Ausnahmen bestätigen die Regel. So spielten vor einigen Jahren in der Verbandsliga der SV Adler Weidenhausen und die SV 07 Eschwege innerhalb kürzester Zeit gleich zweimal gegeneinander, da ein Rückrundenspieltag vorgezogen wurde. Doch so deutliche Abweichungen vom Normalfall wie dieses Jahr in der Kreisoberliga Werra-Meißner, das hat es so bisher noch nicht gegeben.

Mittlerweile haben alle acht Teams die ersten sechs Spieltage absolviert und würden am Wochenende mit dem Spiel gegen den siebten Gegner der Gruppe eigentlich die Vorrunden abschließen. Doch die noch offenen Partien finden am Wochenende nicht statt. Erst wenn man im Spielplan weit nach vorn blättert, sind diese zu finden. Und zwar am 21. März des nächsten Jahres und somit am vorletzten Spieltag der Qualifikationsrunde. Hier finden dann die Vorrundenbegegnungen statt, bevor sich die Kontrahenten eine Woche später erneut gegenüberstehen und das Rückspiel austragen. Und wer denkt, dass am kommenden Wochenende zumindest die Rückrunde gegen den gleichen Gegner beginnt wie in der Vorrunde, der liegt ebenfalls falsch. Zur Austragung kommen stattdessen die zweiten Auflagen der Partien des vierten Spieltags, der erst vor drei Wochen ausgetragen wurde.

Warum ist das so? Die Antwort hat Harry Niebeling, im Kreisfußballausschuss für die Koordination der Spielpläne verantwortlich, parat: „Unser Ziel war es, möglichst oft die zweiten und ersten Mannschaften eines Vereines gemeinsam vor heimischen Publikum spielen zu lassen. Da mussten wir ein wenig basteln und schauen, wie wir das bestmöglich unter ein Dach bekommen. Denn für jedes Spiel werden ehrenamtliche Helfer benötigt, um Abläufe zu koordinieren, damit der Spielbetrieb durchgeführt werden kann, in Corona-Zeiten sogar noch mehr als sonst. Und da der Aufwand bei einem Spiel fast genau so groß ist wie bei zwei Spielen, werden dadurch auch Ressourcen eingespart und die Vereine entlastet.“

Ein Volltreffer ist Niebeling mit der Ansetzung für das kommende Wochenende auf jeden Fall gelungen, dann stehen sich im Spitzenspiel die beiden Topteams gegenüber (Sonntag, 15 Uhr in Nesselröden).

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