Neuzugang für den Handball-Landesligisten

Bundesligaspieler hat beim VfL Wanfried unterschrieben

Die Vorfreude wächst: (von links) Teammanager Thomas Wehr, Neuzugang Pascal Küstner, Trainer Stefan Schröder und Andreas Scharfenberg vom Förderverein stellen derzeit die Weichen für die nächste Saison. Foto: Stefan Konklowsky

Wanfried - Handball-Landesligist VfL Wanfried hat mit Pascal Küstner einen dicken Fisch für die nächste Saison an Land gezogen.

VON STEFAN KONKLOWSKY

Handball ist sein Leben. Ob als aktiver Spieler oder als Trainer – für ihn dreht sich alles um das Spiel mit dem kleinen Ball. Und nun kehrt er dahin zurück, wo vor vielen Jahren alles begonnen hatte: Wanfried. Die Rede ist von Pascal Küstner aus Grebendorf, der von den Verantwortlichen des Landesligadritten VfL Wanfried jetzt offiziell als Neuzugang für die nächste Saison vorgestellt wurde.

Bereits in der Jugend trug Küstner das Trikot des VfL, bevor er im Alter von 13 Jahren in das Handball-Internat des designierten Zweitliga-Aufsteigers ThSV Eisenach wechselte. In Eisenach wurde der heute 20-Jährige mit der B-Jugend der Thüringer Mitteldeutscher Oberligameister, als sich gegen Konkurrenten wie den SC Magdeburg und DHfK Leipzig durchgesetzt wurde. Mit der A-Jugend spielte der Meinharder in der Bundesliga und war unter dem langjährigen Kieler Nationalspieler Klaus-Dieter Petersen sogar im Anschlusskader der Jugend-Nationalmannschaft, ehe er durch eine langwierige Verletzung gestoppt wurde. Nachdem er in der laufenden Saison auch im Drittligateam des ThSV eingesetzt wurde, spielt der angehende Physiotherapeut aktuell unter dem ehemaligen Wanfrieder Trainer Matthias Meinl in der Thüringenliga.

Mit der Rückkehr zum ambitionierten Landesligisten schließt sich nun der Kreis für Küstner, der in der kommenden Saison unter Trainer Stefan Schröder eine Führungsrolle im Spiel der Brombeermänner übernehmen soll. „Pascal kann im Rückraum in der Mitte und links spielen und ist auch in der Abwehr mehr als eine Option“, sagt der Coach über seinen Neuzugang, mit dem im nächsten Jahr hohe Ziele angepeilt werden.

Doch ganz verlassen wird Küstner seine Wahlheimat Thüringen nicht, denn während er in der neuen Spielzeit für den VfL auf Torejagd gehen wird, wird er weiterhin als Landestrainer für die Thüringen-Auswahl aktiv sein und dabei helfen, junge Spieler in ihrer sportlichen Entwicklung zu fördern.

Welches Juwel sich der VfL an Land gezogen hat, das machte die Schlagzeile der Thüringer Allgemeine des vergangenen Wochenendes deutlich: „Was für ein Tag für Pascal Küstner!“ stand da zu lesen. Weiter hieß es: „Der 20-Jährige führte als Trainer die ThSV-C-Jugend mit zwei überzeugenden Auftritten bei der Finalrunde um den Landesmeistertitel zu zwei souveränen Siegen und glänzte kurz darauf – obwohl durch eine Erkältung geschwächt – als Spieler des ThSV Eisenach II nicht nur wegen seiner acht Treffer beim 37:29-Erfolg über die SG Motor Arnstadt/Plaue.“ Er habe aus dem Rückraum und vom Kreis getroffen und insbesondere auch die bisweilen poröse Abwehr stabilisiert. Sein sich abzeichnender Weggang wird in mehrerer Hinsicht eine Lücke beim ThSV Eisenach hinterlassen, ließen die Thüringer weiter verlauten.

Auf solche Schlagzeilen hofft man im Lager des VfL dann ab September, wenn der Startschuss zur Saison 2019/20 fällt, auf die sich Pascal Küstner schon jetzt freut.

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