Frauenhandball-Landesliga

Eschweger TSV: Leidenschaft und Siegeswille

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Celia Steyer ist der alles überragende Kopf im ETSV-Team. Sie fungiert als Denker und Lenker, als Torschützin vom Dienst und ist auch da anzutreffen, wie hier zu sehen, wo es wehtut.

Eschwege. Jugendlicher Elan gepaart mit Routine sind eine Sache, Kampfkraft, Leidenschaft und Siegeswille die andere. Und zusammen sind das herausragende Duftmarken, die der Aufsteiger in die Frauenhandball-Landesliga Spiel für Spiel abgerufen hat.

Am Ende der Hinrunde steht der ETSV an zweiter Stelle. Diese fantastische Leistung macht nicht nur die Trainer Uwe Gondermann und Pascal Gebhardt oder Betreuer André Horchelhahn stolz, sondern auch die gesamte Abteilung jubelt mit dem spielstarken Aufsteiger. „Nein, mit 14:6 Punkten, die uns auf Platz zwei gehoben haben, konnten wir wahrlich nicht rechnen. Aber natürlich ist unsere Freude sehr groß über das Abschneiden“, erklärte Coach Uwe Gondermann beim WR-Gespräch.

Die Mannschaft setzt sich aus 14 Spielerinnen zusammen. Davon bringen die alles überragende Celia Steyer sowie Marion Möhrke, Iris Leuverink, Lena Schneider und die wieder aktivierte Monika Klajnszmit Erfahrung mit, die für das Niveau der Landesliga reicht. Aber dann dominiert die Jugend. Da sind Rebekka Garthmann und Theresa Greinke schon feste Größen. Und hinzu kommen die A-Jugendlichen Marie Herwig, Johanna Scharff, Johanna Beyer, Janina Reimuth, Lisa-Marie Rehbein und Klaudia Klajn-szmit, wobei Letztere an einer langwierigen Sprunggelenkverletzung laborierte und weitgehend ersetzt werden musste. Allesamt sind die Mädels schon jetzt zu Leistungsträgerinnen aufgestiegen, denen, wenn sie auf dem Teppich bleiben, durchaus eine große Handballzukunft blühen könnte.

Dem Ganzen die Krone aufgesetzt hat Torhüterin Laura Beck. „Unser Duo Lena Schneide und Lisa-Marie Rehbein hat im letzten Spiel gegen Heiligenrode nicht so gut funktioniert. Und dann steigt da Laura auf wie Phönix aus der Asche mit Paraden in Serie“, schwärmt Uwe Gondermann von seinem Gesamtkonstrukt.

Das Abenteuer Landesliga hat großartig begonnen mit Siegen gegen die letztjährigen Spitzenteams Wesertal und Twistetal: „Das waren natürlich Paukenschläge, die uns Respekt verschafften“, macht Uwe Gondermann deutlich. Den Heimsieg gegen Hainzell umrahmten die nicht unerwarteten Auswärtsniederlagen in Hoof und Kirchhof. Und nach dem Erfolg beim Schlusslicht Grebenhain hinterließ auch die Heimschlappe gegen den Ligaprimus Waldau keine negativen Wirkungen, wie die knappen, aber überzeugend herausgespielten Ergebnisse in Zwehren und Rotenburg sowie gegen Heiligenrode unter Beweis stellten.

„Es sind schon tolle Komplimente, wenn dir die Gegner sagen, dass du der stärkste Landesliga-Aufsteiger seit vielen Jahren bist“, so Gondermann. Trotzdem bleibt er bescheiden: „Nach wie vor ist der Klassenerhalt unser primäres Ziel. Aber nach dieser Vorrunde blicke ich viel entspannter auf die kommenden Monate.“

Von Harald Triller

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