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„Ich brauchte Zeit für mich“: Maikel Buchenau neuer Trainer beim TSV Wichmannshausen

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Von: Stefan Konklowsky

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Voller Fokus auf die neue Spielzeit in der Fußball-Kreisoberliga: Maikel Buchenau hier noch als Trainer beim damaligen Fußball-Verbandsligisten SV Adler Weidenhausen. ARCHIV
Voller Fokus auf die neue Spielzeit in der Fußball-Kreisoberliga: Maikel Buchenau hier noch als Trainer beim damaligen Fußball-Verbandsligisten SV Adler Weidenhausen. ARCHIV © Marvin Heinz

Paukenschlag in der Fußball-Kreisoberliga: Nur wenige Tage nachdem sich Vizemeister TSV Wichmannshausen von Trainer Patrick Gries getrennt hat, steht der Nachfolger bereits fest.

Wichmannshausen - Und der Nachfolger ist im Fußballkreis alles andere als ein Unbekannter. Denn mit Maikel Buchenau kehrt nicht nur einer der bekanntesten heimischen Fußballer an die Seitenlinie zum TSV Wichmannshausen zurück, sondern auch der Trainer, mit dem die „Giggels“ letztmalig die Meisterschaft in der Kreisoberliga erringen konnten. Wir haben mit dem 42-jährigen ehemaligen Spielführer und Torjäger des SV Adler Weidenhausen über sein neues Traineramt und die Ziele gesprochen.

Maikel, etwas mehr als anderthalb Jahre hast du fußballerisch nichts hören lassen. Wo warst du?

Nach dem Ende meiner Trainertätigkeit in Weidenhausen, die ich mir ehrlicherweise anders gewünscht hätte (in 2020/2021 legte er das Traineramt freiwillig während der Saison nieder, Anm. d. Red.), brauchte ich erstmal Zeit für mich und etwas Abstand.

Ich habe tatsächlich seitdem auch nur ein einziges Spiel hier im Werra-Meißner-Kreis geschaut und das war vor wenigen Wochen der 2:1-Sieg des SV Adler gegen den OSC Vellmar. Nach meiner letzten Tätigkeit habe ich auch mal die Freizeit ohne Termine genossen, Sportarten wie Tennis und Tischtennis ausprobiert und mich meiner Familie gewidmet.

Und jetzt hat dich das Fußballfieber endlich wieder gepackt?

Angebote gab es auch im letzten Jahr, aber nichts, was mich wirklich gereizt hätte. Zum TSV Wichmannshausen habe ich eine besondere Beziehung. Ich war dort bereits von 2016 bis 2018 Trainer und bin nach dem Aufstieg in die Gruppenliga nach Weidenhausen gewechselt.

Aber ich habe mich dort immer wohlgefühlt und die Kontakte sind nie abgerissen. So waren wir uns nach wenigen Gesprächen schnell einig. Die Zukunftsvision der Verantwortlichen gefällt mir und ich glaube, zusammen können wir einiges bewegen und vorwärtsbringen.

Inwieweit gestaltest du die Kaderplanung mit?

Um ehrlich zu sein, kenne ich gar nicht alle Spieler, mit denen ich künftig zusammenarbeiten werde. Das hängt einfach mit meiner Auszeit zusammen, in der ich den Fußball im Werra-Meißner-Kreis nur sehr wenig verfolgt habe.

Einige Spieler waren schon bei meinem ersten Engagement beim TSV aktiv. Verhandlungen mit potenziellen Neuzugängen sind schon gelaufen, bevor ich meine Zusage gegeben habe. Von daher vertraue ich da den Verantwortlichen und freue mich auf die Vorbereitung. Denn eines ist auch klar: Wenn ich etwas mache, dann mache ich es richtig.

Wie sieht dein Ziel aus?

Auch wenn wir Vizemeister waren, bedeutet das nicht, dass wir nun der Topfavorit auf den Titel sind oder uns selbst als Titelanwärter Nummer eins sehen. Natürlich möchte ich jedes Spiel gewinnen, aber das wollen andere auch.

Für mich ist wichtig, dass wir einen vernünftigen Fußball spielen und den TSV Wichmannshausen als Verein auch außerhalb des Sportplatzes weiterentwickeln. Das wird in der heutigen Zeit immer schwieriger und auch da möchte ich mich einbringen. Ich freue mich auf das, was kommt.

Zur Person

Maikel Buchenau ist 42 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Beruflich ist er IT-Leiter einer Hersfelder Firma. Während seiner aktiven Zeit spielte er im Seniorenbereich fast ausschließlich für den SV Adler Weidenhausen, wo er jahrelang zu den prägenden Figuren des künftigen Hessenligisten gehörte. 2014 startete er als Co-Trainer beim SV Adler, 2016 wechselte er nach Wichmannshausen und Mitte 2018 bis Oktober 2020 war er erneut der verantwortliche Trainer auf dem Chattenloh. 

(Von Stefan Konklowsky)

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