Verbandsliga-Stürmer Mathias Tadeis Gambetta von der SV 07

Erst hatte er Probleme, jetzt ist er ein „richtiger Eschweger“

Feiert sein Tor: Mathias Tadeis Gambetta. Foto: Monika Klajnszmit/nh

Eschwege - Mathias Tadeis Gambetta hat das Spitzenspiel der Fußball-Verbandsliga zwischen Eschwege und Sandershausen mit einem Viererpack im Alleingang entschieden. Er ist unser Fußballer des Wochenendes. 

Die Startschwierigkeiten waren groß, als Mathias Tadeis Gambetta vor vier Spielzeiten aus Spanien nach Eschwege wechselte. Der heute 28-Jährige aus Uruguay kam beim Verbandsligisten SV 07 nicht wirklich zurecht. Dabei hatte er eine Lücke im Angriff schließen sollen. „Deshalb hatten wir ihn geholt“, erzählt der Vereinsvorsitzende Matthias Kreiselmeyer. Was zu Beginn nicht so recht klappte, das ist heute nicht mehr der Rede wert. Mit 15 Toren aus 21 Ligaspielen in dieser Saison ist Gambetta längst unverzichtbar geworden. Am Samstag bewies er mit vier Toren beim 5:0 gegen den Tabellenzweiten Sandershausen seine Klasse. Das war aber nicht immer so.

„Sein Fitnesszustand war nicht so, wie er hätte sein müssen. Körperlich fehlte ein bisschen was für das System unseres Trainers Rafal Klajnszmit“, gibt der 07-Chef an. Demnach habe der 1,70 Meter große Angreifer Probleme gehabt, beim Anlaufen das hohe Tempo über längere Zeit mitzugehen.

In seinen ersten anderthalb Jahren kam er auf wenig Spielzeit und kaum einen Treffer. Zu wenig für 07, noch weniger für die eigenen Ansprüche. Im ersten Jahr kam er auf neun Spiele (1 Tor), im zweiten auf acht (2 Tore). „Beide Seiten wussten, dass er mehr kann, er aber mehr Einsätze braucht“, sagt Kreiselmeyer, der berichtet, dass der Kontakt zu Gambetta über einen Spielervermittler zustande gekommen war. Der Stürmer kam unter anderem mit Verteidiger Dadah Gadea Baringo in den Werra-Meißner-Kreis, der bis heute Leistungsträger in der Abwehr ist. Spieler und Verein entschieden sich nach der unglücklichen Phase, ihn zum zwei Klassen tiefer spielenden SC Niederhone in die Kreisoberliga auszuleihen. Mit zwölf Treffern schoss er die arg abstiegsbedrohten Niederhöner zum Klassenerhalt. „Da hat er gezeigt, was in ihm steckt. Er kam zu uns zurück, hat die Vorbereitung mitgemacht und jetzt klappt alles hervorragend.“ In der vergangenen Saison erzielte er 17 Tore in 31 Spielen, in dieser Spielzeit sind es 15 in 19 Spielen. Bis auf körperliche Probleme hätte es mit ihm keinerlei Anpassungsschwierigkeiten gegeben, heißt es. „Er ist ein geselliger, guter Typ. Ich würde fast schon sagen, er ist ein richtiger Eschweger geworden.“

Das bleibt er in jedem Fall bis zum Sommer, ehe sein Vertrag ausläuft. „Ich bin aber optimistisch, dass er darüber hinaus bei uns bleibt“, sagt der Chef.  nic

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