Acht heimische Teams in der Liga

50:1-Bilanz in anderthalb Jahren: Matthias Schott dominiert die Bezirksklasse

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Spielte mit 17:1 die beste Vorrundenbilanz: Matthias Schott setzte sich viermal im fünften Satz durch. Nur gegen Albungens Mario Hoßbach unterlag er knapp.

Die Tischtennis-Bezirksklasse Gruppe 5 zählt zu den interessantesten Spielklassen im Werra-Meißner-Kreis, da acht heimische Teams dort um Punkte kämpfen. Eine Zwischenbilanz.

Matthias Schott ist auch in dieser Saison der beste Spieler der Tischtennis-Bezirksklasse. In der Hinrunde war der Spitzenspieler des TSV Frieda nur von Albungens Mario Hoßbach (10:12 im fünften Satz) zu bezwingen, trumpfte mit 17:1 auf wie im Vorjahr, als er sogar eine gesamte Spielzeit mit 33:0 ohne Niederlage blieb.

Mit acht Clubs aus der Region um Eschwege weist die Bezirksklasse die größte Anzahl heimischer Vertreter oberhalb der Kreisligen auf. Auch das Niveau der ersten Liga auf Bezirksebene war sogar noch besser als in den vergangenen Jahren, sodass die Klasse viel Freude bereitete.

Bei Halbzeit hinter der ungeschlagenen TSG Fürstenhagen (18:0 P.) auf Rang zwei, mit vier Punkten Vorsprung vor dem TSV Frieda, ist Pröger mit der Vorrunde „grundsätzlich zufrieden“. Pröger glaubt, dass das Team seine Leistungen noch steigern kann, um so die entscheidenden Spiele um den Titel zu gewinnen. 

Platz eins bleibt also das Ziel. Und wenn es nicht dazu reicht? Pröger: „Primärziel ist mindestens der 2. Rang, der Relegationsplatz“, denn dann winken immer noch die Aufstiegsspiele.

Erfolgreichste Spieler: Florian Böttner 9:7, Markus Rost 13:2.

So selbstbewusst sind die Friedaer geworden: Nach Platz vier im Vorjahr soll es auch in der laufenden Saison laut Kapitän Lucas Harbichs Saisonausblick „ein Mittelfeldplatz so um Rang 5“ sein. Und die Friedaer sind auf guten Weg, sich diesen Wunsch zu erfüllen. 12:6 Punkte auf dem Konto, nur gegen die Spitzenteams aus Fürstenhagen und Oberhone hat der TSV verloren. 

Harbich: „Wir sind mit dem dritten Platz sehr zufrieden, auch damit, dass wir in der Vorrunde fast immer das stärkste Team stellen konnten.“ Darauf hofft er auch in der Rückrunde, „denn dann können wir jeden schlagen“.

Erfolgreich: Matthias Schott 17:1, Lucas Harbich 13:2.

TTC Albungen II

„Wir starten zuversichtlich in die Rückrunde“, sagt TTC-Kapitän Pascal Immig über die Hinrunde, die sein Team auf Rang vier abschloss. Zuversicht deshalb, weil Thomas Freitag und Andreas Schiller zum Team dazustoßen, man so den Winter-Abgang von Mario Hoßbach kompensiert und eine schlagkräftige Truppe aufweist.

In der Hinrunde spielte der TTC oft in wechselnder Aufstellung, erzielte dafür jedoch gute Ergebnisse, wenngleich ein Angriff auf die Spitze nur in ständiger Bestbesetzung möglich wäre. 

„Aber das ist kein Problem, sondern vielmehr sind wir froh, dass zum Beispiel Timo Beck, der seit Jahren weiter weg wohnt, nach wie vor viele Spiele für uns bestreitet“, lobt Immig. Ziel sei es, den vierten Rang zu halten.

Erfolgreich: M. Krengel 11:2, T. Nießner 10:2.

Nach dem Umbau der Mannschaft ist das Ziel „obere Tabellenhälfte“ mit Platz fünf bei Halbzeit nicht ganz erreicht. Der TuS führt mit 8:10 Punkten die untere Hälfte an, aus der zwei Absteiger und ein Relegationsteam ermittelt werden. 

Aber das Team ist so ehrgeizig, dass es weiter daran glaubt, dass man sich nach oben verbessern kann. Zumal der TuS in der Rückrunde mit „Heimkehrer“ Mario Hoßbach eine Verstärkung an die Platten bringt.

Erfolgreichste Spieler: R. Lenze 10:3, F. Lenze 12:4.

So schnell nicht wieder in die Kreisliga zurück: Diesem Ziel ist der Aufsteiger bei Halbzeit schon ein gutes Stück näher gerückt. Auf Platz sechs gehört der TTV zwar noch zum Kreis der gefährdeten Mannschaften. 

Aber die Art und Weise, wie sich das Team verkauft hat, lässt auf mehr hoffen. Wichtig die Siege gegen Unterrieden und TTV II, die Punkteteilungen gegen Frieda und gegen die mitgefährdeten Wichmannshäuser und Reichensächser. Die vier Niederlagen gab es gegen das „Oberhaus“.

Erfolgreichste Spieler: M. Morgenthal 9:4, R. Beck 9:7.

Der TSV ist auf einem guten Weg, den Erfolg des Vorjahres, als der Aufsteiger Fünfter wurde, zu wiederholen. Aber Christian Rimbach bremst die Euphorie: „Wir wissen, dass diese Saison sehr schwer wird. Wir sind nicht ganz zufrieden, hätten gern ein oder zwei Zähler mehr auf dem Konto.“ 

Ziel der TSVer bleibt klar der Klassenerhalt, denn „uns erwartet eine schwere Rückrunde, in der es knapp hergehen wird“.

Erfolgreichste Spieler: K. Landgrebe 9:7, G. Hollerung 7:7.

Nach Platz drei setzte sich das Team das Ziel, in der Vorrunde mindestens einen Mittelfeldplatz zu schaffen. „Deshalb sind wir mit dem aktuellen Platz acht nicht zufrieden“, so Thomas Hilmes. Er sieht in einigen „unglücklichen Spielverläufen und viel Ersatz“ die Gründe dafür. 

Aber auf Rang acht will der SVR nicht stehen bleiben. „Unser Ziel ist nach wie vor, einen gesicherten Mittelfeldplatz zu erreichen.“ In der Rückrunde hofft man, den zuletzt oft fehlenden Tobias Prenzel öfter einsetzen zu können, „damit wir nicht immer aufrücken müssen“.

Erfolgreich: Schöneberg 14:4, T. Hilmes 7:8.

Mannschaftsführer Udo Saakel: „Wir haben als Aufsteiger Lehrgeld gezahlt. Die erhofften fünf bis sechs Punkte haben wir nicht erreicht.“ Auch deshalb nicht, weil man Harald Krones und Marvin Vogel nicht mehr einsetzen konnte. 

Saakel: „Wir hoffen, in der Rückrunde den Relegationsplatz noch zu erreichen.“ Wie will der TTV das schaffen? Saakel: „Mit der Umstellung der Mannschaft und mit ein wenig mehr Glück vor allem in den entscheidenden fünften Sätzen.“

Erfolgreichster Spieler: M. Mäder 6:5.

Bestenliste

Platz 1+2: 1. Schott (Frieda) 17:1 Siege; 2. Schöneberg (Reichens.) 14:4; 3. Schindler (Fürstenh.) 12:6; 4. R. Lenze (Weißenbo.) 10:5; 5. M. Hoßbach (Albungen II) 10:6.

Platz 3+4: 1. Weck (Fürstenh.) 16:0; 2. Rost (Oberhone) 13:2; 3. Krengel (Albungen II) 11:2; 4. F. Lenze (Weißenbo.) 12:3; 5. Nießner (Albungen II) 6:2.

Platz 5+6: 1. Nickel (Fürstenh.) 7:1; 2. Harbich (Frieda) 12:1; 3. Rammenstein 6:1; 4. Schmiedek (TTV Esw II) 5:1; 5. Schelper (Fürstenh.) 11:3.

Doppel: 1. Schott/Marquardt (Frieda) 11:1; 2. B. Pröger/Rost (Oberhone) 9:0; 3. R. Lenze/Freitag (Weißenbo.) 8:0; 4. Hobein/Nickel (Fürstenh.) 7:1; 5. J. Jung/Ludwig (Neuerode) 8:3.

VON SIEGFRIED FURCHERT

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