Interview mit bestem Spieler der Tischtennis-Bezirksklasse

Matthias Schott erklärt sein Erfolgsrezept: Auf das Lesen kommt es an

Sein variables Angriffsspiel ist sein Trumpf: Matthias Schott ist seit anderthalb Jahren das Maß der Dinge in der Bezirksklasse, gewann 50 von 51 Spielen. Foto: Siegfried Furchert

Interview mit Matthias Schott vom TSV Frieda über seine Fabel-Saison in der Tischtennis-Bezirksklasse, Gruppe 5.

VON SIEGFRIED FURCHERT

Frieda – Da staunen die Gegner in der Tischtennis-Bezirksklasse, wenn sie die Bilanzen von Matthias Schott, dem Spitzenspieler des TSV Frieda, sehen: In 51 Spielen der Spielzeit 2018/19 und der ersten Halbserie 2019/20 ging Schott 50-mal als Sieger von der Platte, musste sich nur einmal geschlagen geben. Eine erstaunliche und in der Bezirksklasse wohl noch nie erreichte und nur schwer zu wiederholende Leistung, die höchste Anerkennung verdient.

Aber auch ein Grund, mit Matthias Schott vor dem Rückrundenstart seines TSV Frieda am Wochenende gegen den Spitzenreiter TSG Fürstenhagen (Samstag, 15 Uhr) über seine tolle Erfolgsserie zu sprechen.

Matthias, Du hast in der Saison 18/19 mit 33:0 Siegen und der Halbserie 19/20 mit 17:1-Erfolgen überragt. Deine zum Teil viel jüngeren Gegner rätseln, wie Du das als 51-Jähriger schaffst und ob es ein Geheimnis für Deine Erfolge gibt?

Ein Geheimnis? Nein, das gibt es nicht. In unserer Mannschaft wurde auch schon darüber diskutiert und ich selbst bin auch ein wenig erstaunt über die Serie, denn ich trainiere nicht häufiger als in früheren Jahren. Ich habe zur Zeit eben einen sehr guten Lauf.

Was sind die Gründe deiner Erfolgsserie?

Meine eigene Erklärung: Ich kann mich sehr gut auf meine Gegner in dieser Bezirksklasse, gegen die ich nun schon einige Male gespielt habe, einstellen, habe mir deren Spielweise gemerkt. Mit meinen in den Jahren gemachten Erfahrungen kann ich „lesen“, was kann mein jeweiliger Gegner und was nicht. Das nutze ich. Einige wollen es mir dann auch zeigen, riskieren sehr viel. Ich aber unterschätze keinen Gegner, bleibe immer cool, habe Selbstvertrauen und kann mit meinem variablen Spiel auch kontern. So gewinne ich meine Spiele.

Ärgert Dich die einzige Niederlage, die Du am 26. Oktober im Spiel beim TTC Albungen II beim 8:8 gegen Mario Hoßbach kassiert hast?

Nein, über die Niederlage ärgere ich mich nicht. Ich habe ja im fünften Satz 10:7 geführt, aber doch noch 10:12 verloren. Im Gegenteil, ich war dann doch irgendwie erleichtert, nun war die Serie doch zu Ende, auch ich musste ja mal wieder verlieren. Und außerdem war ich einem sehr starken Gegner unterlegen, denn Mario war an diesem Tag einfach besser. Das erkenne ich natürlich an.

Dein Teamkapitän Lucas Harbich will den bisher erreichten dritten Platz möglichst halten. Glaubst Du, dass für euch in der Rückrunde vielleicht sogar noch mehr möglich ist?

Insgesamt ist diese Bezirksklasse sehr stark geworden. Platz drei haben wir erreicht, weil wir oft unser bestes Team stellen konnten. Wenn das in der Rückrunde wieder klappt, und unsere recht gute Form anhält, will ich nicht ausschließen, dass wir noch die eine oder andere Überraschung schaffen. Die 5:9-Niederlage gegen Fürstenhagen in der Vorrunde haben wir mit zwei Ersatzspielern kassiert. Am Samstag, dann mit stärkstem Team, streben wir die Revanche an. Und dann wird der Kampf an der Spitze der Bezirksklasse vielleicht noch interessant.

Start der Rückrunde

TSV Frieda - TSG Fürstenhagen (Samstag, 15 Uhr). Der TSV Frieda, der Tabellendritte der Bezirksklasse, empfänt den Spitzenreiter und will sich für die 5:9-Niederlage der Hinrunde revanchieren. In fremder Halle spielte Frieda im direkten Duell ohne zwei Stammkräfte. Umso erstaunlicher, dass dennoch fünf Zähler eingefahren wurden. Somit wird der Gast gewarnt sein und auch der TSV weiß, dass alles möglich ist.

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