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Im Interview: Motocross Maxi Wills sichert sich MSR-Youngster-Titel 2022

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Von: Maurice Morth

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Hat den ersten Titel der Saison eingefahren: Maxi Wills vom MSC Waldkappel-Breitau.
Hat den ersten Titel der Saison eingefahren: Maxi Wills vom MSC Waldkappel-Breitau. © Privat

Motorsportler Maxi Wills aus Waldkappel-Bischhausen macht nach dem sehr erfolgreichen Jahr 2021 auf seiner Motocrossmaschine einfach dort weiter, wo er zum Jahreswechsel aufgehört hat.

Kaltenholzhausen – Kurz nach seinem 20. Geburtstag sicherte er sich in der vergangenen Woche frühzeitig beim Lauf in Kaltenholzhausen (Rheinland-Pfalz) mit dem 3. Platz in der Tageswertung die MSR-Youngster-Meisterschaft 2022.

Wir sprachen mit dem angehenden Mechatroniker, der am kommenden Wochenende beim Lauf der Enduro-Europameisterschaft in Finnland an den Start geht, über den Erfolg und die bisherige Saison.

Maxi, was bedeutet Dir der erste Titel in 2022?

Eine ganze Menge, da ich die identische Meisterschaft im vergangenen Jahr punktgleich mit dem Erstplatzierten auf dem zweiten Platz beendet habe. Deshalb bin ich umso glücklicher, dass ich endlich den Youngsters-Titel gewinnen konnte.

Zu Beginn hätte ich nie damit gerechnet, da meine Motocross-Saison mit dem siebten Platz beim ersten Rennen nicht wirklich gut angefangen hat. Danach konnte ich aber bei jedem Rennen auf dem Podium stehen und den Titel schon ein Rennen früher holen. Ein tolles Gefühl.

In welchen Bereichen hast du dich in den letzten Jahren deiner Meinung nach weiterentwickelt?

Ich habe sehr viel an meiner Fitness gearbeitet, damit ich besonders leistungsfähig und konzentriert auf dem Motorrad bin. Der Fokus lag außerdem auf der Fahrtechnik, bei der ich versuche, sie immer weiter zu perfektionieren.

Denn eine gute Technik ist kraftsparend und kann viele andere Dinge erleichtern. Natürlich bin ich aber auch viel gegen die Stoppuhr und Motocross-Rennen gefahren. Das hat mir sehr geholfen, meine Geschwindigkeit zu verbessern und gute Zeiten am Renntag zu fahren.

Wie bewertest du denn deine bisherige Saison?

Es gab Höhen und Tiefen. Zu Beginn hatten wir Probleme mit dem Setup meines Fahrwerks. Dadurch lief das erste Rennen der Deutschen Meisterschaft für mich nicht besonders gut.

Auch das zweite Rennen in Dahlen war mit Pech verbunden, wobei ich mit meinem Fahren zufrieden war. Bei der Europameisterschaft kam ich dann in Fahrt, konnte speziell in Ungarn gute Zeiten erzielen und bester Deutscher werden.

Und was nimmst du Dir für den weiteren Saisonverlauf in diesem Jahr außerdem noch so vor?

Mein Ziel für Finnland am Wochenende ist es, Spaß zu haben und auf eine Platzierung unter den ersten zehn Fahrern hinzuarbeiten. Außerdem möchte ich mich natürlich weiterentwickeln und auf den nächsten Lauf der Enduro-DM in Rehna vorbereiten.

Allgemein war für mich von Anfang an klar, dass dieses Jahr ein Lehrjahr sein wird, da ich in die beste Klasse der Enduro-DM aufgestiegen bin. Somit ist mein Ziel für die Saison, dass ich Erfahrung sammele. Natürlich würde ich mich aber auch über eine gute Platzierung freuen.

Zur Person

Maximilian Wills (20) lebt in Waldkappel-Bischhausen. Momentan absolviert er eine Ausbildung zum Mechatroniker bei Volkswagen in Kassel. Sofern es die Zeit zulässt, geht er in seiner Freizeit gerne angeln und liebt es, Mountainbike zu fahren. 

MSR-ERGEBNISSE

Die Gesamtplatzierungen der Motocross-Fahrer des MSC Waldkappel-Breitau beim Lauf des vergangenen Wochenendes in Kaltenholzhausen (Rheinland-Pfalz) im kurzen Überblick:

Maxi Wills: 1. MX1-National, 3. MSR-Youngsters.

Lennart Ludwig: 21. MSR-Junior 85ccm.

Arjen Gissbach-Lehmann: 23. MSR-Junior 85ccm.

Ramón Raul Philippent: 11. 50-60ccm.

Mattis Gisselbach-Lehmann: 14. 50-60ccm.

Joshua Wills: 16. 50ccm Mini.

Louis Rohmund: 21. 50ccm Mini.

Dennis Riemann: 22. MSR-Masters.

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