Beim vierten Lauf zur Deutschen Enduro-Meisterschaft

Erst gestürzt, dann gesiegt: Maximilian Wills' große Aufholjagd

Auch bergauf gibt er mächtig Gas: Endurofahrer Maximilian Maxi Wills. Foto: Foto Werbe und Foto Teichmann GbR

Beim vierten Lauf zur Deutschen Enduro-Meisterschaft hat Maximilian Wills vom MSC Waldkappel-Breitau eine überragende Leistung gezeigt.

VON NICO BECK

Tucheim – Endurofahrer Maximilian Wills vom MSC Waldkappel-Breitau hat beim vierten Lauf der Deutschen Enduro-Meisterschaft in Tucheim/Sachsen-Anhalt ein erneutes Ausrufezeichen gesetzt und den nächsten Lauf in seiner Klasse gewonnen. Hierfür war aber eine rasante Aufholjagd des talentierten Youngsters nötig.

Die Ausgangslage

Das Wetter war für eine solche Veranstaltung ideal, denn es regnete in der Woche vor dem Rennen und am Renntag schien die Sonne. Das war sehr gut für den sandigen Boden, da hierdurch die Stollenreifen der Enduro Maschinen guten Grip hatten. Die Strecke wurde von den Startern dreimal gefahren, die Etappe war 50 Kilometer lang und in einer Runde wurden zwei anspruchsvolle Tests gefahren. Die Streckenführung wurde bei den letzten Veranstaltungen genutzt, wodurch die Abschnitte im Sandboden schon sehr ausgefahren waren. Das erforderte viel Kondition und Konzentration der Fahrer. Die gesamte Prüfungszeit lag bei 45 Minuten und war deutlich kürzer als in den Läufen zuvor, wodurch jeder Fehler sofort bestraft wurde.

Maximilian Wills

Wills fährt derzeit in absoluter Topform und präsentierte diese auch in Tucheim. Der Führende in seiner Klasse E1B und im B-Championat wollte seinen Vorsprung weiter ausbauen. Das gelang in den ersten beiden Tests, im dritten wurde ihm die ausgefahrene Strecke zum Verhängnis. Wills stürzte und verkeilte sich unter seinem Motorrad, wodurch er jede Menge Zeit verlor. Er blieb unverletzt, setzte folglich zur Aufholjagd an und konnte die weiteren Tests fehlerfrei fahren. Er fuhr Bestzeit um Bestzeit. Der Lohn: der erneute Sieg mit drei Minuten Vorsprung. Im B-Championat fuhr er noch einen Vorsprung von zehn Sekunden heraus. Was für eine Aufholjagd. „Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden, vor allem nach so einer Aufholjagd! Ich freue mich schon auf das nächste Rennen, endlich mal wieder festen Boden unter den Rädern“, so Wills nach dem Rennen. Im Blick auf die Meisterschaft liegt er in seiner Klasse E1B mit 30 Punkten vorn und auch im B-Championat hat er 17 Punkte Vorsprung auf den Zweiten.

Auch im Mannschaftspokal konnte er mit seinen beiden Teamkollegen Dittmann und Ziegler für das Team ADAC Hessen-Thüringen den ersten Platz einfahren.

Julian Larbig

Larbig startete in der Klasse E3B und landete auf dem achten Platz. Und das, obwohl sich in den Tests einige Fehler einschlichen, die Zeit kosteten. Dass er mit seiner Maschine an einem Baumstamm hängen blieb, das machte es nicht besser. „Mit meiner Leistung bin ich nicht zufrieden. Da die Rennen im sandigen Terrain nun erst mal vorbei sind, hoffe ich, bei den noch folgenden zwei Läufen auf einem Untergrund, den ich eher gewohnt bin, meine Leistung zu steigern“, so Larbig.

Max-Martin Weiland

Berufsbedingt hat Weiland Trainingsrückstand, was sich in Tucheim im sandigen Boden sofort bemerkbar machte. Erst musste er sich an den weichen Boden gewöhnen, verlor aber hierbei zu viel Kraft, sodass er in der letzten Runde zwar mit dem sandigen Boden besser zurechtkam, aber in der Klasse zur Deutschen Junioren-Meisterschaft nicht über den zwölften Platz hinauskam.

„Der sandige Boden hat viel Kraft gekostet. Hierfür muss ich einfach mehr trainieren, um mit den Bodenverhältnissen besser zurechtzukommen. Dennoch ist es ein gutes Training für mich unter Wettbewerbsbedingungen und hat mir viel Spaß gemacht. Ich weiß, dass ich noch viel Luft nach oben habe“, resümierte Weiland.

Der MSC Waldkappel-Breitau richtete ein großes Dankeschön an Karsten Wills und seine Racingteam Wills unter anderem „für die gute Betreuung am Renntag. Ohne diese Unterstützung wären solche Ergebnisse wohl kaum möglich“.

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