Mehr Krimi als erwartet: Datterode/Röhrda/Sontra verlangt ETSV beim 20:25 alles ab 

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Durften am Ende doch jubeln: ETSV-Trainer Christian Löbens und seine Spieler. 

Eschwege. Es war ein Derby mit zwei Siegern: Bezirksoberliga-Tabellenführer Eschwege sicherte sich erwartungsgemäß die zwei Punkte gegen Datterode/Röhrda/Sontra. Doch der Gast gewann vor allem eins – Respekt. Trotz des Ausfalls von Topspieler Daniel Hartung sowie der Handverletzung von Denker und Lenker Daniel Hassenpflug, der nur sporadisch auf der Platte stand, verlangten die Ringgauer dem Primus alles ab, der nie davonziehen konnte.

Ein „Kompliment an Datterode/Röhrda/Sontra“ richtete auch ETSV-Trainer Christian Löbens. „Meine Jungs mussten alles reinhauen. Wir haben es spielerisch einfach nicht gut gemacht, standen hinten nicht als Verbund, sondern zu einzeln – das hat sich im Angriff widergespiegelt“, sagte „Löbo“, der aber den Kampf des ETSV lobte.

In der ersten Halbzeit war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Führte eins der beiden Teams mal mit einem Treffer, glich der Gegner wieder aus. Das zog sich vom Anpfiff weg bis zum 10:10-Halbzeitstand.

Erst nach Wiederbeginn setzte sich Eschwege leicht ab – aber nicht entscheidend. Philipp Haaß, bester Werfer des ETSV (7), Klaus Stephan und Fabian Otto stellten direkt auf 13:10. Doch das nützte nichts. Bis zur 40. Minute hatte sich D/R/S wieder rangekämpft nach einem 3:0-Lauf seinerseits von Tobias Hunstock, Johannes Krauleidis und Manuel Schenk (16:16). Die Ringgauer profitierten vor allem von ihrer kämpferischen Einstellung in der Defensive. Mit etlichen guten Paraden hielt zudem Keeper Christoph Wolf die Partie offen, während im Rückraum Tobias Hunstock die Fäden zog und acht Tore erzielte.

Obwohl Andreas Wieditz noch verletzt raus musste und Christian Hartung später nach seiner dritten Zwei-Minuten-Strafe nicht mehr aufs Parkett durfte – der angeschlagene Daniel Hassenpflug spielte am Ende Rechtsaußen und der reaktivierte Matthias Gier im Rückraum – blieb es noch lange spannend. Beim 22:20 (52.) war nichts entschieden. Doch nun ließen die Kräfte nach beim Gast, Eschwege zog erstmals davon auf 25:20.

„Es war eine tolle kämpferische Leistung. Ich bin stolz auf das, was wir geleistet haben. Das zeigt, dass in Derbys alles möglich ist – Tabelle hin oder her. Aber klar: Am Ende hätte ich mir natürlich auch irgendwie gewünscht, dass wir punkten“, sagte HSG-Trainer Robert Gherhard.

ETSV - HSG D/R/S 25:20 (10:10)

Eschweger TSV: Medrea, Gleim - Spannknebel 1, Erdogan 2/2, Smeu 1, Wagner 2/1, Otto 4, Meyer 2, Guthardt 4, Haaß 7, Manojlovic, Henkel, Stephan 2.

HSG Datterode/Röhrda/Sontra: Wolf - Gier 1, Fischer 1, Wieditz 1, A. Hassenpflug, Führer 1, Hasecke, C. Hartung 4, Krauleidis 1, Hunstock 8/4, Schenk 2, D. Hassenpflug 1. 

Zuschauer: 250. 

Spielfilm: 3:3 (8.), 6:6 (17.), 8:9 (26.), 10:10 (30.), 13:10 (34.), 16:13 (39.), 17:17 (43.), 21:18 (49.), 24:20 (59.).

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