Mit 21 Zweitliga-Kapitän: Sogar ein Bundesligist wollte Volleyballer Christoph Aßmann

Sein Wort hat Gewicht: Christoph Aßmann führt den Volleyball-Zweitligisten Gotha fortan als Kapitän an. Am Samstag startet er mit seiner Mannschaft in die Saison. Foto: privat/nh

Mit gerade mal 21 Jahren ist der Herleshäuser Volleyballer Christoph Aßmann zum Kapitän seiner Zweitliga-Mannschaft in Gotha ernannt worden. 

Zuletzt lag ihm wegen seiner konstant guten Leistungen sogar ein Angebot vom Bundesligisten Eltmann vor.

"Aber ich habe dankend abgelehnt – also das Angebot aus Eltmann, natürlich nicht das Kapitänsamt“, scherzt Aßmann. Denn der Schritt nach Bayern wäre mit seiner beruflichen Karriere schwer vereinbar. Gerade erst vor ein paar Tagen hat der 21-Jährige ein duales Studium für den gehobenen Verwaltungsdienst bei der Stadt Eisenach beziehungsweise an der Fachhochschule Gotha begonnen.

„Ich will mich auf mein Studium konzentrieren. Und das kann ich besser, wenn ich weiter in Gotha Zweite Liga spiele. Natürlich war es verlockend, sich mit den besten Teams Deutschlands zu messen, aber vielleicht kriege ich diese Chance später noch mal“, verweist Aßmann auf sein junges Alter. Auch in Gotha spielt er Volleyball auf hohem Niveau – und dazu noch sehr gerne.

Apropos: Wie kam es eigentlich dazu, dass er mit 21 schon Kapitän geworden ist: „Der Trainer hat mich gefragt, weil ich schon sechs Jahre hier spiele, das Umfeld kenne und laut ihm auf dem Spielfeld Ruhe ausstrahle“, so Aßmann. Er musste nicht lange überlegen. „Klar, ich übernehme die Verantwortung gerne“, war die Antwort. Zu beachten ist hierbei natürlich auch, dass Gotha eine insgesamt sehr junge Mannschaft hat. Das Durchschnittsalter liegt bei 21 Jahren. „Wir haben einen 32-jährigen Routinier und der nächst Älteste Spieler ist dann erst 23“, berichtet der Herleshäuser.

Am Samstagabend startet Christoph Aßmann mit seiner Mannschaft in die neue Saison. Als Erstes steht ein Heimspiel gegen Unterhaching auf dem Plan. Diesen Gegner sieht der Kapitän im Mittelfeld oder unteren Mittelfeld der Tabelle. Für Gotha selbst geht es primär um den Klassenerhalt. „Wir haben vergangene Saison beide Begegnungen gegen Unterhaching gewonnen und wollen daran natürlich anknüpfen, zumal unsere Vorbereitung echt super gelaufen ist.“

Aßmann ist daran gelegen, dass er mit seinem Verein nicht wie in der vorigen Spielzeit bis zur letzten Sekunde um den Ligaverbleib zittern muss. „Es wäre schön, wenn wir es dieses Jahr früher klar machen. Das Potenzial ist da und wir jungen Spieler sind alle hungrig, besser zu werden und vom neuen Trainer zu lernen“, sagt er.

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