Zwei ehemalige Keeper helfen aus

Mit Bungert und Scheuer im ETSV-Tor zum 34:13-Kantersieg

In Aktion: Marc Bungert

Eschwege. Da lag Nostalgie in der Luft, als ETSV-Hallensprecher Matthias Kullik eine Parade nach der anderen von den Torwärten Marc Bungert und Benjamin Scheuer lautstark feierte. Beide wurden vom Publikum mit frenetischem Applaus bedacht und waren das Gesprächsthema beim 34:13-Kantersieg des Handball-Bezirksoberligisten gegen einen erschreckend schwachen Gast von der HSG Landeck/Hauneck. 

„Es hat einen Heiden-Spaß gemacht, heute mal wieder zu spielen“, sagte Bungert, der seit 2013 nicht mehr zwischen den Pfosten stand.

Eschweger TSV - HSG Landeck/Hauneck 34:13 (15:9). „Wegen der Verletzungen von unseren Keepern Cornel Medrea und Tobias Gleim sind die beiden eingesprungen“, erklärte ETSV-Spielertrainer Michael Spannknebel. Sein Partner Christian Löbens bezeichnete es als „Freundschaftsdienst“. „Wir haben ja jahrelang mit Marc und Benni zu Ober- und Landesligazeiten zusammengespielt und pflegen ein gutes Verhältnis“, so Coach Löbens. Ebenso wie Spannknebel erkannte er an, dass es die beiden immer noch drauf haben. 

Doch nicht nur wegen Bungert und Scheuer verlief das Spiel derart deutlich. Sondern vor allem, auch wenn die Leistungen der zwei und des ETSV insgesamt nicht geschmälert werden soll, präsentierte sich der Gast erschreckend schwach. „Sie hatten keinen guten Schützen dabei und unsere Abwehr hat top gearbeitet. Da war es dann heute auch ein dankbarer Einsatz für mich“, gestand Marc Bungert nach Spielschluss. 

Und so war es auch. Landeck/Hauneck, wohl noch mit dem Spiel vom Vortag in Röhrda in den Knochen, hielt bis zum 9:6 (15.) halbwegs mit. Danach brach die Mannschaft ein. Zur Pause stand es 15:9. In Hälfte zwei gelangen dem Auswärtsverein bis zur 50. Minute nur zwei Treffer. Irre. Der ETSV hätte bei besserer Chancenverwertung sogar noch höher als 34:13 gewinnen können. Stark waren offensiv Klaus Stephan mit acht Toren sowie Philipp Haaß und Mike Guthardt (jeweils sieben) – also quasi der ganze Rückraum.

 Einen besseren Tag hätten sich Scheuer und Bungert für ihr einmaliges Comeback wohl kaum aussuchen können. „Es war schon schön. Ich habe damals aus beruflichen Gründen aufgehört, als der Umbruch in der Landesliga kam und Leistungsträger wie Henrik Stelzner aufgehört haben. Doch ein paar alte Weggefährten wie Klaus Stephan, Christian Löbens und Michael Spannknebel waren ja auch heute dabei – eine super Sache“, sagte Torwart Marc Bungert abschließend. 

• ETSV: Bungert, Scheuer - Spannknebel, Smeu, Wagner 2, Otto 4, Meyer 4, Löbens, Guthadt 7, Haaß 7, Manojlovic, Henkel 2, Stephan 8.

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