Fußball: 3008 Karten in 798 Spielen von der Verbands- bis zur C-Liga – Tendenz in der laufenden Saison steigend

SC Niederhone steht für Fairness

Auf Platz eins: Beide Teams vom SC Niederhone, hier Joachim Herold (links), stehen an der Spitze der Fairnesstabellen. Archivfoto: Beck

Eschwege. Bislang wurden von der Verbandsliga bis zur C-Liga 798 Spiele absolviert, fünf davon an grünen Tischen entschieden. Dabei mussten die Unparteiischen 2715 gelbe, 183 gelb-rote und 110 rote Karten verteilen, was einem Schnitt von 3,77 pro Spiel entspricht. Das sind 0,25 Karten mehr als letzte Saison. Für die Berechnung der Fairnesstabellen wurden gelbe Karten mit einem, gelb-rote mit drei und rote Karten mit fünf Strafpunkten bewertet. Bemerkenswert: Beide Teams des SC Niederhone stehen für Fairness und damit an der löblichen Spitze des Tableaus.

Verbandsliga

Mit 4,18 Karten liegt die höchste Spielklasse weiterhin über dem Schnitt, konnte aber im Vergleich zu den letzten beiden Auswertungen erneut eine Verbesserung um 0,2 erzielen. 653 gelbe Karten, 33 gelb-rote und 29 rote verteilten die Schiris. Vellmar II steht mit nur 31 Strafpunkten (20/2/1) an der Spitze, Weidenhausen (43 Punkte - 35/1/1) auf Platz sieben, während Eschwege mit 65 Punkten (42/1/4) aufgrund der meisten roten Karten aller Verbandsligisten den vorletzten Platz belegt.

Gruppenliga

4,19 Karten im Schnitt gliedern sich in 499 gelbe, 32 gelb-rote und 18 rote Karten auf, nur bei Balhorn musste noch kein Spieler vorzeitig den Platz verlassen (22 Punkte - 22/0/0). Damit führen die Emstaler die Fairnesstabelle an, gefolgt vom heimischen TSV Wichmannshausen (25 Punkte - 20/0/1).

Kreisoberliga

Sportlich ist zwar nicht alles nach Wunsch gelaufen, aber in Sachen Fairness verdient sich Niederhone die Topnote mit 28 Punkten (23/0/1) mit Großalmerode. Mit 4,73 Karten pro Spiel ist der Schnitt um 0,76 angestiegen. Verteilt wurden 524 gelbe, 31 gelb-rote und 23 rote Karten. Mit deutlichem Abstand am Tabellenende liegt Sontra mit 89 Punkten (58/7/2), auch beim VfL Wanfried mussten neun Spieler vorzeitig duschen.

Kreisliga A

Mit 3,42 Karten verbesserte sich die Kreisliga A um 0,33. 418 gelbe Karten, 28 gelb-rote und 12 rote wurden verteilt. Nicht nur sportlich ganz oben, sondern auch in Sachen Fairplay, die TSG Fürstenhagen, die mit 12 Punkten (12/0/0) die Liste vor FSA (15 Punkten - 15/0/0) anführt. Im Sommer noch auf Platz zwei der Wertung, ziert Reichensachsen II mit 50 Punkten (31/3/2) jetzt das Tabellenende. Über 50 Prozent der A-Ligisten blieben ohne eine rote Karte.

Kreisliga B

Hier ist der Schnitt mit 2,95 nur minimal gestiegen. Nur 307 Karten (267 /28/12) wurden in 104 Spielen gezogen. In der Vorsaison auch schon auf Platz zwei, teilt sich Niederhone II die Führung mit der Hessischen Schweiz (jeweils 15 Punkte. Dabei sind die Meinharder das einzige Team ohne gelb-rote sowie ohne rote Karte. Gleich sechsmal mussten bisher Spieler der SG Herles./Ness./Ulf. II und von RW Fürstenhagen II vorzeitig das Feld verlassen. Viermal schickten die Schiris Spieler von Sontra II vorzeitig duschen, was mit den Platzverweisen der ersten Mannschaft in der Kreisoberliga dafür sorgt, das die Kupferstädter mit 13 Hinausstellungen den Negativrekord aller Mannschaften aufweisen, die mit zwei Teams am Start sind. Eine Platzverweis mehr steht bei H/N/U zu Buche, aber verteilt auf drei Teams.

Kreisliga C

Die im letzten Jahr schon erwiesene Tatsache, dass es in den beiden niedrigsten Spielklassen doch etwas entspannter im Kampf um Tore und Punkte zugeht, hat sich bestätigt. Sowohl in der C1 (171/17/7 in 72 Spielen ) als auch in der C2 (183/14/9 in 64 Spielen) liegt der Durchschnitt mit 2,71 (C1) bzw. 3,22 (C2) unter dem Gesamtschnitt aller Ligen. Doch auch hier geben die roten Karten Anlass zum Nachdenken. Wurden in beiden Ligen in der Saison 2012/2013 in insgesamt 195 Spielen lediglich elf rote Karten gezeigt, so sind es diesmal zur Winterpause schon 16 in nur 136 Partien.

Alle Angaben über die Karten sind aus dem dfb.net. Die Fairnesstabellen wurden nach absoluten Punkten erstellt, aufgrund der unterschiedlichen Anzahl an ausgetragenen Spielen würden diese bei der Ermittlung von Durchschnittswerten unter Umständen anders aussehen. (red)

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