Nur drei Achtelfinals gespielt: Fußball-Kreispokal hat bei Klubs keine Priorität

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Amtierender Sieger: Die SV 07 Eschwege ist noch im Wettbewerb und hat auch dieses Jahr den Gewinn des Kreispokals anvisiert.

Werra-Meißner – Der Fußball-Kreispokalwettbewerb verkommt mehr und mehr zu einer Farce. Nur drei der acht Achtelfinalspiele wurden als solche ausgetragen. Erst am Samstag sagte Wichmannshausen als Gruppenligist ein Spiel wegen Personalmangels ab. Wir fassen zusammen und sprachen mit Pokalspielleiter Reiner Eichholz.

Drei Partien dieser Runde wurden in die Punktspiele integriert: Großalmerode - Wehretal, Eschenstruth - Werratal und Waldkappel-Fürstenhagen. Dieses Mittel lässt die Satzung zu, wenn sich beide Vereine einig sind. Das heißt, die Mannschaft, die das Ligaspiel gegen den Kontrahenten gewinnt, kommt auch im Pokal weiter – steht es nach 90 Minuten Unentschieden, zählt das Remis nur für den Punktspielbetrieb. Für den Pokal muss das Elfmeterschießen her.

„Das ist ein probates Mittel, ich kann es den Vereinen nicht übel nehmen“, sagt Pokalspielleiter Reiner Eichholz. Denn nach dem Chaos-Jahr mit den vielen wetterbedingten Ausfällen in der Vorsaison seien viele Klubs darauf bedacht, Termine zu sparen. „Zudem strotzt keine Mannschaft mehr vor Personalkraft. Von daher sind die Vereine dankbar, wenn sie ein Spiel weniger austragen“, erklärt Eichholz.

Dazu kamen im Achtelfinale des AKE-Kreispokals die Absagen von Rommerode (A-Liga) beim Verbandsligisten Eschwege und die jetzt vom Wochenende, als Wichmannshausen die Partie als Gruppenliga-Team beim Kreisoberliga-Tabellenführer Lichtenau kampflos abschenkte. „Natürlich nervt mich das alles schon ein bisschen, schließlich haben wir die Partie Lichtenau gegen Wichmannshausen extra aus dem Herbst aufs Frühjahr verlegt, weil beide Vereine die Begegnung als eine Art Vorbereitungsspiel nutzen wollten. Aber ich will die Sache jetzt auch nicht überdramatisieren. Irgendwo habe ich auch immer Verständnis dafür“, berichtet Eichholz.

Nichtsdestotrotz stellt er fest, dass die Motivation für den Pokalwettbewerb bei den Mannschaften von Jahr zu Jahr schwindet. Immerhin ist den Klubs die Teilnahme an der Veranstaltung freigestellt – und die, die dabei sind, haben explizit gemeldet.

Ausgelost und terminiert wurden indes bereits die nächsten Runden des Fußball-Kreispokals.

Viertelfinale (10./11. April):FC Großalmerode - SV Adler Weidenhausen, SG Werratal - SV Reichensachsen, Lichtenauer FV - VfL Wanfried, Rot-Weiß Fürstenhagen - SV 07 Eschwege.

Halbfinale (30. April): Sieger Lichtenau/Wanfried - Sieger Werratal/Reichensachsen, Sieger RW Fürstenhagen/SV 07 Eschwege - Sieger Großalmerode/Weidenhausen.

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