Handball-Bezirksoberliga: Jestädt/Grebendorf gewinnt gegen Datterode/Röhrda

Party nach dem Derbysieg

Derbysieger: Die Handballer der HSG Jestädt/Grebendorf setzten sich gegen die ESG Datterode/Röhrda durch. Der Jubel kannte nach Spielschluss keine Grenzen. Foto: Schellhase

Grebendorf. Riesenjubel nach einem packenden Handball-Bezirksoberligaderby: Die HSG Jestädt/Grebendorf hat das Nachbarschaftsduell gegen die ESG Datterode/Röhrda mit 28:26 für sich entschieden und nach einem Herzschlagfinale den Grebendörfer Hexenkessel zum Überkochen gebracht. Während die Hausherren nach Spielschluss ausgiebig feierten, war der Gast sichtlich enttäuscht. „Alles, was wir uns vorgenommen haben, ging in die Hose“, sagte ESG-Trainer Matthias Meinl.

Die erste Hälfte

Von viel Hektik und kaum herausgespielten Spielzügen war die Anfangsphase geprägt, in der das Schiedsrichter-Gespann gleich fünf Zeitstrafen aussprach. Nach der Verletzung von Spielertrainer Julian Triller wurde die Last bei der HSG auf mehrere Schultern verteilt. Gleich sieben unterschiedliche Torschützen trafen bis zur Pause. Die ESG setzte auf ihre individuelle Klasse, sorgte für viel Ruhe im Spiel. Zumeist wurde der treffsichere Rückraumspieler Daniel Hartung gesucht, der in der ersten Hälfte gleich fünfmal traf. Pausenstand 12:12.

Die zweite Hälfte

Zu Beginn der zweiten Hälfte war die ESG drauf und dran wegzuziehen, aber eine Zwei-Tore-Führung konnte nie ausgebaut werden. Die HSG, angetrieben vom frenetisch applaudierenden Anhang, hatte stets eine passende Antwort parat. Felix Ständer, Alexander Hobbie und Sebastian Vogeler waren in der entscheidenden Phase in Top-Form und verdienten sich ein Sonderlob von Triller: „Sie haben sensationell gespielt.“ Nachdem die ESG-Verteidigung in der 51. Minute erneut keinen Zugriff bekam, erzielte Hobbie per Doppelschlag die erste Zwei-Tore-Führung der HSG (25:23).

Das Herzschlagfinale

Josua Dietzel vom Kreis und Hartung aus dem Rückraum antworten prompt – 25:25. Das Spiel stand auf Messers Schneide. Ständer passte auf Steffen Sauer, dieser blieb cool und erzielte die 26:25-Führung. Auf der anderen Seite war Verlass auf Hartung – 26:26. Felix Ständer verteidigte in der Schlussminute stark und nach einer Parade von Thomas Groß gegen Christoph Fischer bezwang er ESG-Schlussmann Sascha Pilz. Die HSG war nur wenige Sekunden vom Derbysieg entfernt, aber der angeschlagene Triller, der zur Schlussphase auf das Parkett zurückkehrte, leiste sich zwei grobe Schnitzer, kassierte unter anderem eine unnötige Zwei-Minuten-Strafe. „Ich muss mich beim Team bedanken, ich habe den Sieg aufs Spiel gesetzt.“ Bedanken muss er sich vor allem bei Keeper Groß, der 20 Sekunden vor Spielende in doppelter Unterzahl die Würfe von Hartung und Conrad sensationell parierte – die Entscheidung, der Hexenkessel explodiert.

Von Marvin Heinz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare