Peinliche Pleite gegen den Letzten: ETSV verliert erstes Heimspiel im neuen Jahr

Nicht immer die beste Wurfauswahl: Viele Würfe der Eschweger, wie dieser von Vladut Vlad, fanden nicht ihr Ziel.

Den Rückrunden-Auftakt des Handball-Landesligisten Eschweger TSV hatten sich Verantwortliche, Spieler und Fans ganz anders vorgestellt. 

Eschwege. Statt mit einem Sieg gegen das bisher punktlose Schlusslicht aus Landwehrhagen nach der vierwöchigen Winterpause einen entscheidenden Schritt Richtung gesichertes Mittelfeld zu machen, verloren die Dietemänner nach einer schwachen Leistung am Ende mit 27:28 (13:10).

Zu viele Fehler im Spiel: In dieser Szene verliert Klaus Stephan den Ball.

Wir haben den Spielfilm der Partie. 

1. - 15. Minute

Beiden Mannschaften merkt man die Pause an, die Anfangsphase ist geprägt von technischen Fehlern auf beiden Seiten. Zudem wirft das Schiedsrichtergespannt Hoche/Kantelberg (Werra) etwas großzügig mit Karten und Zeitstrafen um sich, anstatt das Spiel laufen zu lassen. Vladut Vlad erzielt nach vier Minuten den ersten Treffer der Partie, doch Sicherheit will sich beim ETSV nicht einstellen. Ein Zwischenspurt bringt nach dem 6:7 zumindest die erste Zwei-Tore-Führung nach einer Viertelstunde zum 9:7.

16. - 30. Minute

Besser wird das Niveau der Partie aber nicht. Laurian Brici im Eschweger Kasten vereitelt einige der harmlosen Gästeangriffe und als Niklas Vaupel einen der ganz wenigen Treffer über die schwachen Außen zum 13:8 erzielt, scheint das Spiel den erwarteten Verlauf zu nehmen. Unaufmerksamkeiten in der Abwehr lassen den Gast jedoch bis zur Pause auf 13:10 verkürzen.

31. - 45. Minute

Die Abwehrreihen scheinen hüben wie drüben in der Kabine geblieben zu sein. Fast jeder Angriff führt zu einem Treffer. Da es die Gäste aber einen Tick besser machen, steht es beim 18:18 (37.) plötzlich unentschieden. Nervosität macht sich breit und eine Viertelstunde vor dem Ende liegt der harmlose Gast beim 21:23 plötzlich mit zwei Treffern in Front. Die Besucher trauen ihren Augen nicht.

46. - 60. Minute

Der ohnehin kaum vorhandene Faden beim ETSV geht immer mehr verloren. Torwart-Oldie Carsten Bachmann hält sein Team zwar am Leben, muss aber tatenlos zusehen, wie erkämpfte Bälle sofort wieder hergegeben werden. Zwar kann Vlad noch einmal auf 27:28 verkürzen, aber selbst eine offene Deckung und eine Auszeit kurz vor dem Ende reichen nicht, um einen Punkt zu sichern.

Fazit

Ein Spiel, das zu keiner Zeit Landesliganiveau hatte, geht am Ende nicht unverdient verloren. Schwache Körpersprache, keine Einstellung zum Spiel und teils auch Hilflosigkeit kennzeichnen einen ganz schwachen Auftritt, der von den Eschwegern gründlich analysiert und als Warnschuss für den Rest der Saison verstanden werden sollte.

ETSV: Brici, Bachmann - Spannknebel 1, Wagner 2, Poek 4, Vlad 8/1, Meyer, Gebhardt, Haaß 2, Stephan 8/3, Findeisen, Vaupel 2.

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