Petkovics erstes Heimspiel für den VfL Wanfried gegen den Vizemeister

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Gespannte Blicke: Die Fans des VfL Wanfried freuen sich darauf, Miroljub Petkovic im ersten Heimspiel für ihre Mannschaft zu sehen und anzufeuern.

Er ist da, der lang ersehnte Neuzugang. Miroljub Petkovic (22) aus Serbien verstärkt ab sofort den Handball-Landesligisten VfL Wanfried.

Nach seinem ersten Auftritt am vergangenen Wochenende in Körle wird er am Samstag zur ungewohnten Anwurfzeit ab 14 Uhr auch erstmals vor heimischem Publikum auflaufen. Gegner ist Fuldatal/Wolfsanger.

„Wir sind froh, dass es noch geklappt hat, den Kader zu verstärken. Das ist zu diesem Zeitpunkt in der Saison nicht leicht“, sagt VfL-Teammanager Thomas Wehr. Über den Spieler Milos Milosavljevic, ein Landsmann des Neuzugangs, sei der Kontakt zu Petkovic zustande gekommen. Sein Potenzial habe er in Körle angedeutet, so Wehr. Auch Trainer Stefan Schröder ist natürlich dankbar für die zusätzliche Option. „Zuletzt hatten wir mit dem 17-jährigen Luis Friege nur einen Auswechselspieler. Jetzt haben wir schon mal eine Möglichkeit mehr“, sagt er.

Handballerisch hält er große Stücke auf Miroljub Petkovic. Der hat unter anderem in Serbien Erste Liga gespielt. „Mit ihm versprechen wir uns mehr Wurfdruck aus dem Rückraum – auch aus der Distanz. Im Zusammenspiel mit Pascal Küstner wird mein Team dann wieder variabler, denn zuletzt hatten wir eigentlich nur Spieler zur Verfügung, die aus der Nahwurfzone gefährlich sind“, erklärt der Coach. Küstner übrigens wird laut Teammanager Thomas Wehr am Samstag noch ein letztes Mal fehlen und dann wieder zur Mannschaft stoßen.

Stichwort Rückraum: Stefan Schröder will seinen 1,90 Meter großen Neuzugang erst mal halblinks einsetzen. „Wenn er mit unseren Spielzügen vertraut ist, wird er auch in der Mitte zum Zug kommen“, berichtet der Übungsleiter. Eins verspricht Schröder aber schon jetzt: „Werfen kann der Mann. Er weiß, wo das Tor steht.“

Miroljub PetkovicVfL-Neuzugang

Ein Pluspunkt für den VfL Wanfried ist zudem, dass Miroljub Petkovic mit 22 Jahren noch recht jung ist. „Alte Spieler haben wir genug“, scherzt Trainer Schröder. Er fügt aber ernsthaft hinzu: „Wir wollten gerne einen jungen Spieler und uns ist sehr daran gelegen, dass er sich langfristig an den VfL Wanfried bindet.“ Da ist es schon hilfreich, dass Petkovic fortan in Wanfried wohnt.

Teammanager Thomas Wehr hat indes auch eine Antwort für diejenigen Kritiker parat, die auf Verpflichtungen aus dem Ausland schimpfen. „Die Anzahl der landesliga-tauglichen Spieler im Kreis ist beschränkt, also müssen wir alternative Wege suchen“, bekräftigt er. Die Wanfrieder Paul Nemenco und Milos Milosavljevic spielen hier nicht nur Handball, „sie arbeiten, zahlen Steuern und sind ins soziale Leben fest integriert“, sagt Wehr.

Wie auch immer: Im Fokus steht am Samstag wieder der Handball. Und Wanfried (8.) will den Vorjahres-Vizemeister (7.) Fuldatal/Wolfsanger besiegen, der nach gutem Start zuletzt schwächelte.

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