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Enttäuschung auf Lanzarote: Eschweger Profi-Triathlet Philipp Mock landet auf Platz 17

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Bereits nach dem Schwimmen war der Ironman auf Lanzarote für Philipp Mock gelaufen. Beim Laufen und auf dem Fahrrad war der Eschweger nur noch im Niemandsland des Wettbewerbs unterwegs.
Bereits nach dem Schwimmen war der Ironman auf Lanzarote für Philipp Mock gelaufen. Beim Laufen und auf dem Fahrrad war der Eschweger nur noch im Niemandsland des Wettbewerbs unterwegs. © Philipp Mock

Ein enttäuschendes Wochenende hat der Eschweger Profi-Triathlet Philipp Mock hinter sich. Beim Ironman auf Lanzarote lief kaum etwas zusammen.

Lanzarote/Eschwege – „So richtig weiß ich noch immer nicht, was am Samstag passiert ist. Von dem, was ich mir die letzten Wochen und Monate erarbeitet habe, und hätte zu leisten imstande sein sollen, war von der Startlinie bis zum Ziel nichts abrufbar. Auch zwei Tage später habe ich keine Ahnung, woran es gelegen hat. Es ging einfach gar nichts, dabei hatte ich gehofft, dass der Knoten bei mir mal richtig aufgeht“, sagte der mehr als enttäuschte Eschweger Philipp Mock (34) nach seinem 17. Platz beim Ironman auf der Kanareninsel Lanzarote.

Mit einer Gesamtzeit von 9:30:17 Stunden (3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren, 42,2 Kilometer zu Fuß) zählte der Profi-Triathlet im rund 1300 Teilnehmer fassenden Feld auf der Langdistanz zwar immer noch zu den besten Athleten, darüber freuen konnte Mock sich aber auch mit zwei Nächten Schlaf am Montagmorgen noch immer nicht.

„Man stellt sich schon die Frage, ob es dieser ganze Aufwand wert ist für das, was dann dabei herauskommt. Der Sport kann an einigen Tagen so schön sein, aber auch so brutal.“

Nach dem Schwimmen war das Rennen vorbei

Vor allem beim Schwimmen wollte der 34-Jährige einen Schritt nach vorne machen, musste aber im Wechselbereich mit Schrecken die Zeit von 1:03:42 Stunden registrieren – eine der schlechtesten Leistungen, die Mock seit 2012 abgeliefert hat.

„Ich war richtig optimistisch, dass im Wasser dieses Jahr mehr geht. Der Start lief gut und bis zur ersten Boje war ich mittendrin im Geschehen. Als ich dann in der Wechselzone ankam, da war das Rennen gelaufen und die Spitzengruppe weg. Irgendwie bin ich im Atlantik versunken. Ich dachte nur: Ach du Scheiße“, so Mock.

Weder den Wellengang des Ozeans noch die heißen Temperaturen oder den starken Wind wollte der Eschweger aber als Ausrede zählen lassen. Auch auf dem Rad, das normalerweise zu Mocks Stärken gehört, fand er nicht wirklich ins Rennen (5:12:26 Stunden).

„Wenn du dann vorne im Feld in eine Gruppe fährst und dich bei Gegenwindpassagen abwechseln kannst, während du hinten quasi die ganzen 180 Kilometer alleine zurücklegst, dann wird es auch mit dem Kopf schwer“, erklärt Mock.

Ironman in Klagenfurt als nächstes großes Ziel

Dementsprechend schwer sei ihm dann zum Abschluss auch die Marathondistanz gefallen (3:07:02 Stunden), wohlwissend, dass er sich längst im Niemandsland des Wettbewerbs befinde.

Nichtsdestotrotz habe er aber bis zum Ende durchgezogen: „Ein Ironman ist immer besonders, den beendet und genießt man immer, schließlich weiß man nicht, wie lange man das körperlich noch schafft“, sagt der Profi, der zu Hause in Eschwege nun erst einmal den Kopf freibekommen möchte.

Bereits in drei Wochen steht in Österreich ein Mitteldistanz-Wettbewerb an und auch den Ironman in der Alpenrepublik in Klagenfurt Anfang Juli hat Mock im Blick: „Die Form, die ich mir erarbeitet habe, die geht ja nicht von heute auf morgen weg.“

(Maurice Morth)

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