Der SV Reichensachsen springt in der Fußball-Gruppenliga auf den dritten Platz

Entschlossen: Christian Schätzke vom SV Reichensachsen (rechts) enteilte in dieser Szene zwei Gegenspielern vom FC Bosporus Kassel. Foto: Konklowsky

Reichensachsen. Mit einem am Ende hochverdienten 3:1-Erfolg gegen den FC Bosporus feierte der SV Reichensachsen den sechsten Heimsieg der Saison und schaffte am vorletzten Spieltag des Jahres 2017 den Sprung auf Platz drei - die beste Platzierung der Wichtelmänner seit dem Aufstieg im vergangenen Jahr. Für die Zuschauer war es dabei ein Spiel mit zwei sehr verschiedenen Halbzeiten.

Erste Halbzeit

War es die Belastung der vergangenen Wochen? Der Respekt vor dem Gegner? Egal, offensiv war von den Hausherren im ersten Durchgang gar nichts zu sehen und da auch die Gäste zunächst jeglichen Zug zum Tor vermissen ließen, entwickelte sich eine Partie ohne Höhepunkte auf beiden Seiten. So fiel das 0:1 auch etwas überraschend, als sich Hassan Nasseri über Rechts durchsetzen konnte und Can Yilmaz in der Mitte freistehend verwandelte.

Die vielleicht entscheidende Szene dann zwei Minuten vor dem Seitenwechsel: Nach einem Angriff über die linke Seite hatte Nasserie freistehend die Chance zum 0:2. Doch der Angreifer zögerte und so gelang es Michal Obrtlik im letzten Moment, den Schuss zu blocken und abzuwehren. Glück gehabt, SVR!

Zweite Halbzeit

Wie ausgetauscht war das Auftreten der Heimelf nach dem Wechsel. Jetzt endlich merkte man, dass die Herzog-Elf dem Gast nicht kampflos die Punkte überlassen wollte. Vor allem Patrick Röder sollte sich immer mehr in den Mittelpunkt spielen und war fast an jeder gefährlichen Aktion seiner Elf beteiligt. Nach einer Flanke von Pellumb Zela beförderte die Nummer neun den Ball per Direktabnahme aus 16 Metern Richtung Tor, wo der über die gesamte Spielzeit unsicher wirkende Torwart Emre Balci den Schuss ins eigene Tor klärte.

Zwar kamen die Gäste sporadisch in die Offensive, aber es war eindeutig der SVR, der jetzt die Szenerie dominierte. Die große Chance zur Führung hatte dann in Minute 65 David Cerny, der die glänzende Vorarbeit von Röder jedoch in den Reichensächser Nachthimmel jagte. Nur drei Minuten später die nächste Möglichkeit für die Hausherren, als Zela einen Freistoß in die Mitte brachte, der jedoch an Freund und Feind vorbei ins Aus segelte. So dauerte es bis in die Schlussminuten, ehe die Entscheidung fallen sollte.

Nach einem feinen Angriff spielte Patrick Röder den Ball in den Lauf des besser postierten Pavel Figr der unter dem Jubel seiner Mitspieler mit einem platzierten Flachschuss für die verdiente Führung sorgte. David Cerny krönte dann mit der letzten Aktion des Spiels seine gute Leistung, als er den nur zögerlich aus seinem Tor herauseilenden Balci das Leder über diesen zum 3:1 in die Maschen hob und damit den Sieg endgültig perfekt machte.

Von Stefan Konklowsky

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