Reitturnier in Wanfried: Hedy Trümper verteidigt Titel

Michelle Severin aus Wanfried in Aktion: Auf der heimischen Anlage gelang der Reiterin mit einem hervorragenden, gleichmäßigen Ritt auf Halifax der Sieg im Klasse A **. Foto: Kristin Weber

Ordentlich was los war beim Reitturnier in Wanfried. Den Drei-Länder-Cup hat Hedy Trümper gewonnen. Ebenfalls erfolgreich war Lokalmatadorin Michelle Severin.

Neun Hindernisse mit zehn Sprüngen auf 400 Metern Bahnlänge galt es für die Reiter im Finale des Drei-Länder-Cups bei dem Turnier der Reitvereins Wanfried zu bewältigen. Die Stangen lagen auf 1,15 Meter auf, und es blieben nur knapp 60 Sekunden Zeit. Wer die Bedingungen ohne Fehler absolvierte, war dem Sieg und 500 Euro Preisgeld eine Runde näher. So wie die jüngste Starterin Skady Trümper (Klosterrode/11). Siegerin wurde aber ihre Schwester Hedy.

Als Landesmeisterin Sachsen-Anhalts in ihrer Altersgruppe hatte sie keine Angst, sich mit Pony Picasso ebenfalls dem Parcours der Klasse L zu stellen. 57 Sekunden brauchte sie nur, doch neben ihr gelangten drei weitere Finalisten in die Siegerrunde, darunter ihre Schwester Hedy Trümper (Klosterrode), die 2018 gewonnen hatte.

Sebastian König (Sangerhausen) gab mit dem ersten Ritt im Stechen die Zeit vor, 45 Sekunden. Nun machte Skady ihr Pony flott, flog über die Hindernisse und schaffte es, die Zeit um wenige Zehntel zu überbieten. Das konnte der erfahrene Yves Bellstedt (Mülverstedt) nicht auf sich sitzen lassen. Mit seinem Fuchs Crazy Fly machte er weitere zwei Sekunden gut.

Die 20-jährige Hedy Trümper setzte nun alles auf eine Karte: Tempo. Fehler durften ihr dabei nicht passieren. Sie nahm die Wendungen eng und holte alle Kraftreserven heraus, die ihr Pferd Edgar geben konnte. Die Uhr stoppte bei 40,05 Sekunden. Damit verteidigte die Amazone ihren Titel. Doch war dies nicht ihr einziger Sieg auf dem Turnier. Auch im Punktespringen L und im Springen der Klasse M mit Stechen setzte sie sich vor die überregionale Konkurrenz.

Doch auch für Michelle Severin vom gastgebenden Verein passte am Sonntagnachmittag alles. Im Springen der Klasse A** erstritt sie den Sieg auf Halifax mit einer überzeugenden Leistung. Im Stilspringen der Klasse A* setzte sich Selina Müller (Wanfried) mit einer Wertnote von 7,8 an die Spitze. Luise Ziska (Wanfried) entschied das Jump&Run-Springen mit der besten Zeit für sich, Mia Eisenträger, die in dieser Saison für Waitzrodt reitet, gewann den Springreiterwettbewerb der Klasse E und Lucy Oels machte im Führzügelwettbewerb als beste Nachwuchsreiterin auf sich aufmerksam.

Ein weiterer Schüler von Trainer Frank Ziska, der auf dem Wanfrieder Reitturnier im Elfengrund seit Jahren Stammgast ist, Peter Fiege (Lengenfeld), stellte mit Legolas und Cossinetos Boy gewohnt souverän zwei siegreichen Jungpferde im A-Parcours vor. Somit war Turnierleiter Ziska am Ende der beiden Tage mit den gezeigten sportlichen Leistungen sehr zufrieden. „Am besten gefällt es mir, wenn die Reiter eines Turniers sich untereinander solidarisch zeigen und so ein Miteinander aller Beteiligten entsteht“, sagte er. „In dieser Hinsicht hatten wir wieder eine sehr freundschaftliche Stimmung erlebt.“ Die Kreismeisterschaft in Ellingerode findet am kommenden Wochenende, 14. und 15. September, statt. Dann werden die Besten aus allen Leistungsklassen ermittelt.

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