Handball-Bezirksoberliga: VfL Wanfried besiegt den Spitzenreiter und ist nun im direkten Vergleich besser

Revanche eindrucksvoll geglückt

Mit Durchsetzungsvermögen: Alexander Hobbie gehörte im Spitzenspiel des VfL Wanfried gegen Hainzell/Großenlüder zu den auffälligsten Akteuren. Er war gleichermaßen torgefährlich und glänzte mit hervorragenden Anspielen. Foto: Carl-Heinz Greim

Wanfried. Eine rappelvolle Halle, ein grandioser Sieg über den Spitzenreiter, dabei den besseren direkten Vergleich gegenüber Hainzell/Großenlüder geschaffen, und, was ganz wichtig ist, mit dem 29:24-Sieg wurden die Verfolger auf Distanz gehalten. Als Momentaufnahme hat der VfL Wanfried auch noch die Tabellenführung der Handball-Bezirksoberliga übernommen. Allerdings nur nach Pluspunkten, weil ein Spiel mehr zu Buche steht, im Minusbereich haben die Vereinigten aus dem Kreis Fulda (noch) die Nase vorn.

Wanfried-Hainzell/Großenlüder 29:24 (16:13). Auch wenn es an einigen Stellen knirschte und noch die eine oder andere Baustelle abgearbeitet werden muss, so hat der VfL unter dem Strich eindrucksvoll Revanche für das 29:33 im Hinspiel genommen. Bis auf die Zwischenstände 21:20, 22:21, 23:22 und 24:23 haben die Gastgeber einen souveränen Start-Ziel-Sieg gefeiert, immer mit zwei bis vier Treffern Vorsprung den Ton angegeben.

So war Trainer Christian Schröder nach der Schlusssirene zufrieden: „Wir haben die Dimmerling-Brüder gut im Griff gehabt, der lange Modellathlet Lukas Dimmerling hat nach der Pause keinen einzigen Treffer erzielt, und wir standen in der Abwehr im Kollektiv gut. Vorne fehlte zwar einige Male die Geschwindigkeit, das Spiel stockte wegen zu vielen Einzelaktionen, aber eigentlich haben wir uns nie die Butter vom Brot nehmen lassen“, so der Coach. Für den Wanfrieder Trainer war es ein absolutes Spitzenspiel: „Beide Mannschaften gehören da oben hin. Und wenn es gut läuft, dann sehen wir uns in der Landesliga wieder, es sind ja zwei Teams aufstiegsberechtigt“, erklärte Christian Schröder gegenüber der WR.

Schon in der Anfangsphase musste Krisztian Ignacz zweimal auf die Strafbank, so dass das Trainerduo Schröder/Hunstock den agilen Kreisläufer nur noch in der Offensive einsetzte. Das hatte den Vorteil, dass sich Ignacz im Angriff austoben konnte, was ihm mit vier Treffern gut gelang.

Alexander Hobbie übernahm zunächst nur den Abwehrpart für Ignacz und verwandelte in dieser Zeit vier Siebenmeter. Als er dann gänzlich auf der Platte stand, war er nicht nur torgefährlich, sondern hat im rechten Rückraum auch seine spielerischen Qualitäten gezeigt. Großartig, wie er Rechtsaußen Thomas Bley mehrfach freigespielt hat. Das ist auf der anderen Seite leider nicht der Fall, die Außen Johannes Ebel (1. Hälfte) und Julian Triller (2. Hälfte) hingen in der Luft, wurden fast gar nicht ins Spiel eingebunden.

Angekommen im Team ist auch Christoph Klug. Schon beim ETSV war er der bärenstarke Abwehrchef, aber auch im Angriff steuerte er vier Treffer bei und konnte oft nur mit strafwurfreifen Fouls gestoppt werden. Marko Jakob hat eine starke Leistung im Tor geboten, aber der Wechsel mit Dominik Zindler in der Schlussphase war goldrichtig.

• VfL: Jakob, Zindler - Kalwinsky 2, Hunstock 2, Ebel 1, Schröder 4, Hobbie 7/4, Ignacz 4, Klug 4, Bley 3, Triller 2, H. Wehr, Schroth.

Von Harald Triller

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