Fußball-Hallenkreismeisterschaft: Weidenhausen siegt im Strafstoßschießen gegen 07

Riesenjubel nach dem 5:4

Den Emotionen freien Lauf gelassen: Tim Gonnermann, Dominik Hoffesommer, Sören Gonnermann, Dirk Sterzing und Robin Komorowski (v. l.) vom SV Adler Weidenhausen waren nach dem entscheidenden Neunmeter zum 5:4-Sieg nicht zu bremsen. Alle Fotos: eki/zsg

Witzenhausen. Als Philipp Christl das Leder beim entscheidenden Neunmeter mit voller Wucht in die Maschen beförderte, kannte der Jubel im Lager des SV Adler Weidenhausen keine Grenzen mehr.

Es war vollbracht und der Erzrivale SV Eschwege 07 wieder einmal bezwungen. Nach dem 5:4-Triumph im Neunmeterschießen gegen die Kreisstädter setzte sich die Mannschaft vom Chattenloh wieder einmal die Krone des Hallenmeisters auf. „Siege in Endspielen sind natürlich immer schön, doch gerade gegen den Nachbarn ist es schon etwas Besonderes“, erklärte SV-Goalgetter Sören Gonnermann, der später auch als erfolgreichster Schütze des Turniers (sechs Treffer) ausgezeichnet wurde.

Leicht wurde es dem alten und neuen Champion aber auf dem Weg ins Endspiel und dann bei der Entscheidung nicht gemacht. Kreisfußballwart Horst Schott sprach sogar von einem Herzschlag-Finale zweier gleichwertiger Mannschaften, die sich überhaupt nichts schenkten. Eschwege konnte nach der 1:0-Führung von Jan Kaufmann sogar auf den Sieg hoffen, doch Sören Gonnermann egalisierte in der regulären Spielzeit.

Und im folgenden Neunmeterschießen wuchs auch Weidenhausens Torhüter Alexander Röß über sich hinaus, der tags zuvor noch für den Handball-Bezirksligisten TSG Bad Sooden-Allendorf im Spitzenspiel gegen Böddiger als Feldspieler erfolgreich war.

LFV hielt prächtig mit

Als Hecht im Karpfenteich im Konzert der Großen zeigte sich A-Ligist Lichtenauer FV, obwohl im mit 1:4 verlorenen, kleinen Finale gegen den SV Reichensachsen dann doch die Luft raus war. Immerhin steckte den LFV-Akteuren ein neunstündiges Qualifikationsturnier vom Vortag noch in den Knochen, in der die Lossestädter härtesten Widerstand vor allem von B-Ligist SC Roßbach brechen mussten.

„Für uns war es ein nahezu perfektes Turnier“, sagte ein mit seiner Mannschaft vollauf zufriedener LFV-Coach Stefan Möller, der in der Finalrunde allerdings einige Male mit den Entscheidungen der Unparteischen haderte.

Die Lichtenauer verdienten sich nach einem für sie wahren Mammut-Hallenspektakel mit Begegnungen bei zwei Turnieren über insgesamt 18 Stunden ebenso ein großes Lob wie die erst im Viertelfinale von Hallenkreismeister Weidenhausen gestoppte SG Wickenrode/Helsa nach ebenfalls überstandener Qualifikationstortur. Etwas mehr hatten sich da schon die Gruppenligisten TSV Wichmannshausen und SpVgg. Hopfelde/Hollstein ausgerechnet, doch für beide war bereits im Viertelfinale Endstation. (eki)

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