Fußball-Kreispokal-Viertelfinale

SV Adler Weidenhausen im Halbfinale: TSV Wichmannshausen schlägt sich beachtlich

Sören Gonnermann (rechts) beglückwünscht Manuel Toro Moreno nach dessen Führungstreffer für den SVA.
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Sören Gonnermann (rechts) beglückwünscht Manuel Toro Moreno nach dessen Führungstreffer für den SVA.

Fußball-Kreisoberligist hat sich am Freitagabend im Pokal-Viertelfinale gegen den SV Adler Weidenhausen beachtlich aus der Affäre gezogen.

Wichmannshausen – Es gibt Pokalspiele, die nehmen nach der unerwarteten Führung des Außenseiters ihren ganz besonderen Lauf – Kreisoberligist TSV Wichmannshausen wäre dieses Kunststück im Viertelfinale des Fußball-Kreispokals am Freitagabend gegen den favorisierten Verbandsligisten SV Adler Weidenhausen (0:2) fast gelungen: Nach einem Freistoß für die Weidenhäuser am Strafraum des Gastgebers schalteten die Wichmannshäuser schnell um, Tim Klöpfel scheiterte mit seinem Schuss allerdings frei stehend an SVA-Torwart Johannes Klotzsch (5.).

Gleichzeitig sollte das das einzige Mal an diesem Abend bleiben, dass die Mannschaft von Patrick Gries gefährlich vor dem Tor des Verbandsligisten auftauchte. Stattdessen entwickelte sich fortan ein Spiel, das viele Zuschauer erwartet hatten: Wichmannshausen zog sich mit allen Spielern tief in die eigene Hälfte zurück, Weidenhausen hatte einen Ballbesitz von gefühlten 100 Prozent.

Gefährlich wurde es erstmals in der zwölften Spielminute: Sören Gonnermann scheiterte mit der Hacke allerdings an TSV-Torwart Jan Ole Riesinger, eine starke Hereingabe von rechts des an diesem Abend sehr auffälligen SVA-Akteurs Jannis Beng ging voraus.

Letzterer war es auch, der in der 21. Minute Jan Gerbig bediente, sein Kopfball strich allerdings Millimeter am linken Torpfosten vorbei.

Zwei Standardsituationen führen zu Toren

Jubeln konnte der Verbandsligist aber nur wenige Minuten später: Einen Gerbig-Freistoß von der rechten Strafraumseite nickte Manuel Toro Moreno problemlos zur Führung ein (32.).

Das 2:0 fiel aus nahezu identischer Position: Wieder war Jan Gerbig mit einem Freistoß der Vorbereiter, den Jannis Beng per Kopf verwertete (56.). Zuvor waren die Weidenhäuser wie die Feuerwehr aus der Pause gekommen und hatten mit dem eingewechselten Neuzugang Moritz Krug direkt zwei Großchancen (46. und 49.).

SVA-Akteur Jannis Beng zählte zu den Besten. Hier umkurvt er Torwart Jan Ole Riesinger.

TSV-Trainer Gries: „Ich bin total zufrieden“

Nach dem 2:0-Treffer war die Messe gelesen, ein weiteres Tor konnten die Weidenhäuser gegen die aufopferungsvoll verteidigenden Wichmannshäuser allerdings nicht erzielen. Bestnoten verdienten sich bei den Gastgebern der vom SV Reichensachsen nach Wichmannshausen gewechselte Marvin Schulz in der Innenverteidigung und Niklas Holzenleuchter.

„Ich bin total zufrieden“, sagte TSV-Trainer Patrick Gries unmittelbar nach der Partie. Seine Mannschaft habe gut dagegengehalten und habe mit Glück gar in Führung gehen können. „Wir nehmen aber auch mit, dass wir gerade im körperlichen Bereich noch einiges bis zum Saisonstart zu tun haben“, so Gries.

„Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht“, sagte hingegen Gries’ Gegenüber Ronald Leonhardt. Sein Team habe die Räume nicht gut besetzt und auch der letzte Pass habe oft nicht gestimmt. „Aber wir sind mitten in der Vorbereitung“, so Leonhardt.

Einen Wermutstropfen gab es für den SVA: Jan Gonnermann musste mit Verdacht auf eine Bänderverletzung ausgewechselt werden. (Maurice Morth)

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