Handball-Bezirksoberliga

Eschweger TSV steht vor schwerem Restprogramm

+
Wurfgewalt aus dem Rückraum: Eschweges Mike Guthardt ist der beste Torschütze im ETSV-Dress.

Eschwege. Mit dem Saisonverlauf des Eschweger TSV in der Handball-Bezirksoberliga ist Trainer Uwe Findeisen zufrieden. Dennoch sieht er für die restliche Spielzeit noch Verbesserungspotenzial. Der Tabellenzweite startet am 24. Januar beim Fünften HSG Werra in das schwere Restprogramm.

Saisonverlauf 

Eine reizvolle Aufgabe hatte Findeisen in der Vorbereitung. Aus den Kadern der ersten und zweiten Mannschaft sollte er ein Team formen, das in der Bezirksoberliga oben mitspielen kann. Die Eschweger starteten mit acht Siegen in Serie. „Das relativ leichte Auftaktprogramm war gut für uns. Wir konnten uns so einspielen“, sagt Findeisen. In den letzten drei Spielen musste der ETSV zuhause gegen Spitzenreiter Flieden und im Derby bei der SG Datterode/Röhrda zweimal einen Punkt abgeben. Der ETSV führte jeweils kurz vor Schluss mit vier Toren. „Ich hoffe, dass die Spieler daraus gelernt haben“, sagt Findeisen. In der Rückrunde müsse sein Team bei solchen Spielständen disziplinierter und routinierter agieren. Bester Torschütze war Rückraumspieler Mike Guthardt, der sehr konstant agierte.

Probleme 

Probleme machte dem ETSV ab November das Hallendach der Beruflichen Schulen. Meist konnte die Mannschaft nicht die ganze Halle zum Training nutzen, da manche Stellen des Bodens nass waren. Nach starken Regenfällen fiel sogar die Partie gegen Fulda aus. Ein weiteres Problem ist, dass Findeisen aus Berufs- und Studiums-Gründen nicht immer alle Spieler zur Verfügung hat. So fehlen im Training des Öfteren Schlüsselspieler wie Jan Siegel.

Verbesserungspotenzial 

Zum einen muss der ETSV an der Abstimmung und der Stabilität in der Abwehr arbeiten, sagt Findeisen. Zum anderen wünscht sich der Trainer eine noch kämpferische Einstellung in der Defensive. „Die Spiele werden in dieser Liga nicht nur durch schön spielen gewonnen, sondern auch über den Kampf“, sagt Findeisen.

In der Offensive sieht der Coach keine Probleme. „Dort haben wir gutes spielerisches Potenzial. Durch die vielen guten Einzelspieler sind wir nicht ausrechenbar.“ Nur beim Spiel über die Außenpositionen bestehe noch Luft nach oben. „Wir haben gute Außenspieler, aber sie müssen sich noch mehr anbieten.“ Allerdings seien auch die Rückraumspieler gefordert, die Außen mehr einzubinden.

Für die restliche Saison wünscht sich Findeisen einen gesunden Konkurrenzkampf im Team: „Die Spieler, die bisher weniger zum Einsatz gekommen sind, haben im Training die Chance zu zeigen, dass sie sich für die Stammformation und weitere Aufgaben aufdrängen wollen.“

Restprogramm 

„Wir wollen weiter oben mit dabei bleiben“, macht Findeisen das Saisonziel deutlich. Aber: „Wir haben ein unheimlich schweres Restprogramm. Wir müssen noch zu den Topteams reisen.“ Der ETSV muss noch in Flieden (1. Platz), Wollrode (3.), Fulda (4.) und bei der HSG Werra (5.) antreten.

Von Manuel Kopp

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare