Spiel um letzten Platz in der Fußball-Gruppenliga

Standards und Eigentore: SG HNU besiegt Wichmannshausen

Haben allen Grund zur Freude: Die Bank der SG Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund bejubelt einen Treffer im Nachbarschaftsduell der Gruppenliga gegen den TSV Wichmannshausen. HNU siegte letztlich 3:1. Foto: Marvin Heinz

Im Spiel der beiden Absteiger aus der Fußball-Gruppenliga ging es nur noch um die Ehre. Und dieses Duell des vorletztes Spieltags hat die SG HNU gegen Wichmannshausen 3:1 gewonnen.

Ulfen – Seit Wochen steht der Abstieg der beiden Fußball-Gruppenligisten SG HNU und TSV Wichmannshausen fest. Trotzdem wollten beide Mannschaften das direkte Duell unbedingt gewinnen. Wer daran zweifelt, der wurde bereits in den Anfangsminuten eines Besseren belehrt. Nach 40 Sekunden wurde HNU-Stürmer Marcel Weishaar in den freien Raum geschickt, sein Schuss verfehlte das Gehäuse nur knapp.

Auf der Gegenseite setzte Spielertrainer Gerd Werner, der als Mittelstürmer agierte, Rechtsaußen Christian Schindewolf in Szene. Aber Wichmannshausens Spielführer rutschte der Versuch des Volleys nach 74 Sekunden über den Spann. Es entwickelte sich ein hektisches Spiel, in dem beide versuchten, die Spielkontrolle zu erlangen. Dem Tabellenletzten aus Wichmannshausen gelang dies anfangs besser.

Neuzugang Niclas Dollinger (vom TSV Thiersheim, Oberfranken) gab dem Spiel in den Anfangsminuten durch seine Präsenz und seine Übersicht viel Struktur. Und wenn mal ein Ballverlust einen HNU-Konter provozierte, waren sich die „Giggels“ nicht zu schade, auch mal die Grätsche auszupacken.

Aufseiten der Südringgauer fasste sich Mertin Dunkelberg nach zehn Minuten ein Herz. Sein Schuss ging weit über den Kasten. Aber Trainer Andreas Hartmann motzte nicht. Ganz im Gegenteil. „Brust raus. Kopf hoch. Glaub an dich“, waren seine Worte. Die Botschaft fruchtete. Dunkelberg, der gestern 19 Jahre alt wurde, kam zunehmend besser in die Partie.

Nachdem Weishaar (22.) einen Rechtsschuss am Tor vorbeisetzte und der TSV viele Halbchancen ungenutzt ließ, sollte eine kuriose Szene für die Führung sorgen: Sebastian Braun, dessen Brüder Lukas (24) und Anton (18) ebenfalls in der Startelf standen, schoss ein Freistoß aus dem Halbfeld in die Mauer. Den zurückkommenden Ball zirkelte der 27-Jährige mit dem schwächeren linken Fuß an die Latte, den Nachschuss lupfte der am zweiten Pfosten lauernde Lukas Wetterau über den herauseilenden TSV-Keeper Julian Walter und Björn Ruelberg versuchte noch zu klären, köpfte den Ball aber ins eigene Tor. Was für eine Szene.

Mit der Führung war HNU präsenter. Ein Eckball von Julian Baum köpfte Dunkelberg druckvoll aufs Tor, Walter wehrte ab in Richtung zweiten Pfosten – die Stammposition von Wetterau bei Standards. Der Spielführer schlenzte den Ball in den Kasten zum 2:0-Halbzeitstand.

Zu Beginn der zweiten Hälfte setzte Regen ein. Dollinger versuchte eine Flanke von Wetterau zu klären, rutschte weg und traf den Ball so unglücklich, dass er die Kugel in seinem ersten Spiel ins eigene Tor bugsierte. Der Anschluss von Marvin Moritzer (55.) ließ Hoffnung im TSV-Lager aufkommen, aber HNU blieb Herr der Lage, doch Geburtstagskind Dunkelberg vergoldete seinen starken Auftritt nicht. Als Gefoulter schnappte sich der Spielmacher in Minute 65 den Ball, um per Strafstoß das 4:1 zu erzielen, aber TSV-Keeper Walter hielt. HNU-Sprecher Georg Göpfarth bediente sich der Floskel: „Der Gefoulte sollte eben nie selbst schießen.“ mhz

SG Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund: Kiesewetter - Hauss, L. Braun, Fries (82. Scholze), Langheld, Baum, S. Braun (71. Wittich), A. Braun, Dunkelberg (75. Breitfeld), Weishaar, Wetterau. 

TSV Wichmannshausen: Walter - Mell, Ruelberg, Benz, Schindewolf, Asbrand, Fey, Dollinger (55. Eckhardt), Werner, Kazak, Moritzer. 

Zuschauer: 250. 

Tore: 1:0 Ruelberg (40./ET), 2:0 Wetterau (45.), 3:0 Dollinger (46./ET), 3:1 Moritzer (55.).

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