SG Wehretal will die Saison in der Abstiegsrelegation gegen Eschenstruth retten

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Wieder im Kader: Karl-Friedrich Saakel (links) von der SG Wehretal kehrt nach seiner Verletzungspause zurück.

Ab morgen wird es ernst für die SG Wehretal: Der Fußball-Kreisoberligist startet in die Abstiegsrelegation. 

Es war für die SG Wehretal eine rabenschwarze Saison. Von manchen als Geheimfavorit gehandelt, stürzte der von Verletzungspech geplagte Fußball-Kreisoberligist ab in den Tabellenkeller, musste bis zum letzten Spieltag vor dem direkten Abstieg fürchten. Nun kann die Mannschaft mit einem blauen Auge davon kommen, wenn sie die Relegationsspiele gegen den A-Liga-Vizemeister Eschenstruth für sich entscheidet. Partie eins beginnt am Samstag (15 Uhr) in Bischhausen.

„Natürlich hätte ich vor meiner ersten Spielzeit nicht erwartet, dass wir am Ende in der Abstiegsrelegation landen“, gesteht auch Trainer Claus Brandl. Aber er glaubt fest daran, dass seine Jungs das Ruder jetzt rumreißen. „Jeder ist heiß und top motiviert. Wäre ja auch schlimm, wenn nicht – vor so wichtigen Spielen“, meint Brandl.

Was ihn positiv stimmt, ist die Rückkehr von Karl-Friedrich Saakel in die erste Mannschaft. Der fiel lange wegen eines Kreuzbandrisses aus. An der gleichen Verletzung laborieren mit Abwehrchef Kevin Walter, Mittelfeldmotor Marc Dippel und Top-Stürmer Daniel Reinhardt noch drei weitere Akteure. „Das haben wir in dieser Saison einfach gemerkt, dass die vier schwer zu ersetzen sind. Dazu kamen dumme Platzverweise, mit denen wir uns zusätzlich geschwächt haben“, erinnert sich Brandl. Das seien aber nicht die einzigen Gründe für die sportliche Talfahrt gewesen. Oft habe es an Leidenschaft und fußballerischer Qualität gefehlt.

„Doch der jüngste Auftritt in Frieda macht mir Mut. Wegen zwei blöder Aktionen haben wir zwar 1:2 verloren, aber endlich wieder guten Fußball gespielt und die richtige Einstellung gezeigt. Gelingt uns das auch gegen Eschenstruth, bin ich zuversichtlich, dass wir in der kommenden Saison weiter in der Kreisoberliga spielen“, sagt der Übungsleiter, der dabei einerseits auf die zusätzliche Alternative Karl Saakel, der gerade auf Linksaußen für Betrieb sorgen kann, verweist und auch die jüngsten Rückkehrer Alexander Lapschin, Daniel Schwindt und Kevin Axt ins Spiel bringt.

Nichtsdestotrotz ist Claus Brandl auch bewusst, dass der A-Liga-Zweite nicht unterschätzt werden darf. „Er stellt die beste Offensive der Liga, drei Spieler haben über 40 Tore erzielt, wir sind also gewarnt“, sagt Brandl.

Übrigens: Der Weidenhäuser coacht erstmals in seiner Karriere eine Mannschaft ohne Adler auf der Brust. Auch in der nächsten Saison? „Auf jeden Fall, mir macht es Spaß, der Zusammenhalt ist klasse. Wenn die Verletzten zurückkommen, haben wir eine gute Truppe.“ Er hofft wie die ganze SGW, dass dies in der KOL sein wird.

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