Fußball-Verbandsliga: SV Adler Weidenhausen besiegt FSV Thalau 5:1

Sören Gonnermanns „fantastische Leistung“: Mit vier Toren zum vierten Sieg in Folge

Zehn Einsätze, zwölf Tore: Sören Gonnermann. Foto: Heinz/nh

Mit vier Toren gegen Thalau hat Sören Gonnermann seinen SV Adler am Mittwochabend schier im Alleingang zum vierten Sieg in Folge in der Fußball-Verbandsliga geschossen. 

VON NICO BECK

Thalau – Beim 5:1-Erfolg war der 31-Jährige aus Nesselröden nicht zu bremsen und hat nach elf Ligaspielen bereits zwölf Treffer auf dem Konto, dabei stand er jedoch erst zehnmal auf dem Platz. „Die vier Tore musste ich aber auch machen“, sagt er Torjäger und gesteht, „es hätten sogar noch mehr sein müssen.“

So zum Beispiel bei zwei Großchancen in den ersten fünf Minuten. „Da lief es noch nicht so“, erzählt der Rechtsfuß, der in der vergangenen Saison 27 Treffer in 18 Begegnungen erzielt hatte. Nach den zwei versiebten Möglichkeiten fand er zu seinem Rhythmus und war nicht mehr zu stoppen. Weidenhausens Teammanager Stefan Stederoth attestierte ihm eine „fantastische Leistung“, von Thalau hieß es unter anderem: „Der Sören Gonnermann ist einer, den können wir gar nicht halten.“

Der Vierfach-Torschütze bleibt gewohnt bescheiden: „Ehrlicherweise hatte ich einfach zu viel Platz. Die Tore hätte jeder andere Stürmer wohl auch gemacht.“ Comedian Atze Schröder würde nun sagen: „Ja ne, is’ klar.“

Bei Gonnermanns erstem Treffer zum 1:1 half ihm aber vorerst nur der eigenen Torinstinkt, als er nach einem parierten Schuss von Jan Gerbig den Abpraller nutzte. Damit glich er die Thalauer Führung durch Stanislav Szilagyi aus (15.), der einen Konter erfolgreich abschloss.

Die Adler-Führung dann in der 40. Minute. Gonnermann traf nach einem Freistoß von Luis Goebel per Kopf in diesem intensiven Spiel, in dem die Platzherren mit großem Kampf überzeugten und eine Chance zum 2:0 vergaben, der SVA hielt aber stark dagegen und wusste, dass man sich beim Kellerkind keine Punktverluste erlauben durfte, um in der Spitzengruppe zu verweilen. Mit dem 3:1 nach der Pause war die Partie entschieden. Teammanager Stederoth: „Da haben wir im Mittelfeld den Ball erkämpft, Tim steckt auf seinen Zwillingsbruder Sören durch und der bleibt gewohnt eiskalt.“

Jan Gerbig erzielte das 4:1 per Strafstoß zu seinem fünften Saisontor, ehe Gonnermann seinen vierten Treffer markierte, als der eingewechselte Martin Schäfer ihn mustergültig bediente.

In den letzten vier Spielen traf Sören Gonnermann achtmal. „Die lange Coronapause hatte ich anfangs noch gemerkt und man musste erst mal reinkommen. Jetzt kommt auch das Spielglück zurück, das mir zu Beginn der Saison noch gefehlt hat.“

So sah der Platz aus in Thalau. Foto: SVA Weidenhausen

Dass der Adler 5:1 gewann und vor allem im zweiten Durchgang komplett überlegen war, daran hätte man vor Spielbeginn beim Blick auf den Platz wohl nicht gewettet. Dieser war alles andere als geeignet für Techniker. Gonnermann: „Der sah aber schlimmer aus, als er letztlich war. Schlimmer fand ich das Licht. An manchen Stellen war es echt dunkel.“ Das fehlende Licht auf dem A-Platz war der Grund, weshalb ausgewichen werden musste. Stederoth: „Das war schon seit Wochen klar und auch kein Thema bei uns. Wir nehmen es, wie es kommt.“ Das wird der Adler auch am Samstag beim nächsten Ligaspiel bei Schlusslicht FC Körle. Dann soll der fünfte Sieg in Folge her.

SVA:Klotzsch - Renke, Hammer, Assmann, Mainz, Toro Moreno, Goebel (66. Löffler), Pfliegner (84. Stöber), T. Gonnermann (86. Schäfer), Gerbig, S. Gonnermann. Tore:1:0 Szilagyi (15.), 1:1/1:2/1:3/1:5 S. Gonnermann (25./40./64./87.), 1:4 Gerbig (86./FE).

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