"Ein emotionales Highlight"

Das sagen Handballer aus der Region über ihre ersten Spiele seit sieben Monaten

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Das sagen heimische Handballer zu ihren ersten Spielen seit über sieben Monaten.

VON STEFAN KONKLOWSKY

Eschwege – Nach mehr als sieben Monaten Pausen ist am vergangenen Wochenende zur Freude der zahlreichen Handball-Fans im Kreisgebiet der langersehnte Startschuss für die Saison 2020/21 erfolgt. Riesig war auch die Begeisterung bei den Aktiven, die nach der langen Zeit nun wieder für einen Wettkampf in die Halle gingen. Wir haben bei heimischen Spielern nachgefragt, wie es war.


Bojan Manojlovic (Eschweger TSV/Landesliga): „Es hat sich aufgrund der veränderten Abläufe zu Beginn etwas komisch angefühlt. Nicht nur wegen der Hygienemaßnahmen, sondern auch wegen unserem Umzug in die Heuberghalle. Aber nach der langen Pause mit einer gefühlt ewigen Vorbereitung war die Freude groß, endlich mal wieder vor den Fans und für die Fans zu spielen. Schade nur, dass wir uns sportlich nicht belohnt haben.“


Julian Scharff (TSG BSA/Bezirksoberliga): „Nach einer so langen Pause und einer harten Vorbereitung wieder mit der Mannschaft in der Halle zu stehen und gemeinsam zu kämpfen, das ist ein unglaublich schönes Gefühl. Bereits eine Woche vorher konnte ich persönlich an nichts anderes denken. Es hat sich alles um das erste Spiel gedreht. Unser Sieg war dann natürlich das I-Tüpfelchen auf dem Start. Ich hoffe nun, dass wir die Saison auch weiterhin durchspielen können und uns Corona nicht erneut ausbremst.“


Henning Wehr (VfL Wanfried/Landesliga): „Wir haben gemeinsam mit unseren Fans darauf gebrannt, endlich wieder loslegen zu dürfen. Die Entscheidung, den geplanten Saisonstart vom September noch mal vier Wochen nach hinten zu verschieben war, eine gefühlte Katastrophe. Wenn du so auf den Start fixiert bist und dann dieser nicht stattfindet, fällst du wirklich in ein tiefes Loch. Doch zum Spielbeginn war unser großartiges Publikum, wenn auch in kleinere Anzahl, sofort da und hat uns toll unterstützt. Das war ein sehr schönes Gefühl und dafür haben sich auch alle Anstrengungen gelohnt.“


Stefanie Bake (HSG Datterode/Röhrda/Sontra - Bezirksoberliga): „Es war so viel Freude da, endlich ein Ligaspiel zu spielen. Natürlich war es ein wenig anders als sonst. Kein Abklatschen mit dem Gegner, keine Worte des Schiedsrichters vor dem Beginn der Begegnung. Gefehlt hat auch der Kontakt zu den Fans nach dem Spiel, aber das geht aktuell leider nicht anders. Dennoch überwiegen die positiven Momente.“


Marion Möhrke (HSG Datterode/Röhrda/Sontra - Bezirksoberliga): „Ich war einfach nur froh, gemeinsam mit den Mädels wieder auf der Platte zurück zu sein. Natürlich habe ich mich am Ende auch über den Sieg gefreut, aber eigentlich war ich schon glücklich, dass ich endlich wieder so richtig Handball spielen durfte. Das war an diesem Tag das Wichtigste. Ein emotionales Highlight.“


Johannes Susebach (VfL Wanfried/Landesliga): „Nach der extrem langen Vorbereitung war das Spiel der Punkt, auf den wir uns fixiert haben. Du musst ja immer ein Ziel haben. So war die Vorfreude auf das Spiel groß, allerdings habe ich bis zuletzt befürchtet, dass es wie an anderen Orten noch eine kurzfristige Absage geben könnte. Die Atmosphäre war auch dank unserer Trommler überragend, das hat sich fast so wie immer angefühlt. Schade nur, dass es im Anschluss an die Partie nicht möglich war, gemeinsam mit den Fans zu feiern und zu diskutieren. Ich hoffe, dass es jetzt weitergeht.“


Laura Heckmann (SV Reichensachsen/Landesliga): „Wir haben ja schon im September einmal auswärts gespielt, aber das erste Heimspiel war noch mal etwas ganz anderes. Anfang der Woche war die Halle ja sehr schnell ausverkauft, was uns zusätzlich motiviert hat. Sicherlich ist man am Anfang etwas nervös, aber das hat sich schnell gelegt. Danach war es Freude pur und hat echt Spaß gemacht. Hoffentlich geht es so weiter, das wäre dann die richtige Belohnung für die lange Vorbereitung.“

Johanna Scharff (ehemals ETSV, jetzt Kirchhof II/Oberliga): „Das Gefühl beim Einlaufen als unser Einlauflied gespielt wurde, das war unbeschreiblich. Aufregung und Vorfreude waren riesig. Der Sieg war die größtmögliche Belohnung an diesem Tag und hat uns gezeigt, dass sich die längste Vorbereitung aller Zeiten gelohnt hat. Nun hoffe ich, dass Corona es nicht schafft, uns wieder zur Untätigkeit zu verdammen.“


Jonas Wagner (Eschweger TSV/Landesliga): „Im September war die Vorfreude größer, mit der erneuten Verlegung war die Anspannung weg. Mit dem Aufwärmen war dann aber alles wieder da und trotz der Einschränkungen hat es viel Spaß gemacht, auch wenn wir am Ende verloren haben.“

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