Liveticker der Werra-Rundschau am Samstag, 29. August, ab 16.55 Uhr

Weidenhausen gegen Lichtenau: Ein Pokalfinale ohne Favorit

Traf im Halbfinale gegen Großalmerode zweimal: Luis Goebel. Der Taktgeber im Mittelfeld ist sonst nicht als Torjäger bekannt. In fünf Jahren beim SV Adler erzielte er in bisher 104 Verbandsligaspielen zwei Treffer. Foto: Nico Beck

Das Duell der Verbandsligisten Weidenhausen und Lichtenau um den AKE-Cup elektrisiert und verspricht einen völlig offenen Ausgang.

Wir beleuchten die Ausgangslage dieses Krachers.

Die aktuelle Form

Die scheint bei beiden Teams inzwischen zu stimmen. Nach den deutlichen Erfolgen im Pokal-Halbfinale am Wochenende feierten beide erfolgreiche Generalproben bei Testspielen am Dienstag. Weidenhausen besiegte den Thüringenligisten SC Heiligenstadt 5:2, Lichtenau setzte sich gegen Gruppenligist Wolfhagen 1:0 durch. Adler-Trainer Maikel Buchenau berichtete vor Kurzem über die Bedeutung dieser Begegnungen vor dem Pokalfinale und dem Ligastart, „da die Automatismen nach den vielen Monaten ohne Spiel noch nicht da sein können und sich erst wieder alles einspielen muss“. Sein Gegenüber, Lichtenaus Coach Rafal Klajnszmit, hat indes alle Hände voll zu tun, die Neuzugänge ins Spiel zu integrieren und aus seinen rund 20 Verbandsligaspielern eine Stammformation zu bilden.

Die Spieler im Fokus

Vor allem einer präsentiert sich beim SV Adler derzeit in glänzender Verfassung: Jan Gerbig. Der 26-Jährige erzielte bei den vergangenen beiden Weidenhäuser Spielen sechs Tore. Drei waren es jeweils gegen Großalmerode im Pokal und beim Freundschaftsspiel gegen Heiligenstadt. Somit wird Lichtenau gewarnt sein und in der Defensive hoch konzentriert agieren müssen, da beim Adler bekanntlich Sören Gonnermann als Mittelstürmer aufläuft und mit Ex-Hessenligaspieler Jan Ullrich ein weiteres Ass zu finden ist.

Aufseiten der Lichtenauer ist die Schaltzentrale im Mittelfeld das Herzstück der Mannschaft. Der Moldawier Alexandru Cucu, der vor acht Jahren mit dem FC Zimbru Chisinau in der Euro-League-Quali gegen Young Boys Bern spielte, gibt den Spielrhythmus vor, während der frühere Eschweger Jan Kaufmann mit großen Schritten und viel Tempo aus dem Mittelfeld brandgefährlich zum Tor zieht. Sie können den Unterschied jederzeit ausmachen.

Der Weg ins Endspiel

Gänzlich ohne jedes Gegentor blieb der SV Adler und marschierte nach Belieben durch die Runden. Vor allem das 4:0 gegen Gruppenligist Reichensachsen überzeugte.

Einen Gegentreffer musste Lichtenau im Duell der damaligen Gruppenligisten gegen Nachbar Klein./Hun./Doh. im Spitzenspiel des Viertelfinals hinnehmen, hielt sich ansonsten ebenfalls schadlos.

Weidenhausen: 3:0 Wehretal (n.A.), 9:0 TSG Fürstenhagen, 4:0 SV Reichensachsen, 6:0 FC Großalmerode.
Lichtenauer FV: 8:0 SG FSA, 3:1 SG Klein./Hun./Doh., 6:0 SC Niederhone.

Die Stärken

Prunkstück des SV Adler ist seit eh und je die Offensive. Wenn Tim Ullrich und Kilian Löffler den Ball im Mittelfeld erkämpfen, an Tim Gonnermann im offensiven Mittelfeld weiterleiten und der in vorderster Front drei brandgefährliche Anspielstationen zur Wahl hat, davor hat jeder Gegner Respekt. So jedenfalls die Situation, wenn der SVA mit drei Spitzen agiert. Zuletzt wurde ein Zweiersturm ausgetestet.

Der neu formierte Kader des LFV wird sich noch final finden müssen, doch eines ist klar: Trainer Rafal Klajnszmit steht ein großartig besetztes Team zur Verfügung, das auf jeder Position gehobenes Verbandsliganiveau vorzuweisen hat. Der LFV muss nur zusammenwachsen.

Die Neuauflage

Im Vorjahr gewann der SVA 3:0 gegen den LFV. Tore: Tim und Sören Gonnermann und Kilian Löffler per Strafstoß für den klar überlegenen Adler. Dieses Mal dürfte die Partie packender werden.

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