Gonnermanns Treffer lässt Weidenhausen jubeln

700 Fans sehen Adler-Turniersieg beim HZ-Cup in Bad Hersfeld

Rasant geht es zur Sache: Weidenhausens Yannik Mainz (rechts) sichert d en Ball vor seinem Gegner aus Niederaula/Kerspenhausen. Foto: Friedhelm Eyert/nh

Das war nicht ein erfolgreicher Jahresabschluss und zugeleich auch ein starker Auftakt in die Hallenrunde: Der SV Adler Weidenhausen hat den HZ-Cup in Bad Hersfeld gewonnen.

VON RAINER HENKEL UND NICO BECK

Bad Hersfeld – Die Entscheidung fiel 13,5 Sekunden vor Schluss: Weidenhausens Sören Gonnermann versenkte einen Neunmeter-Strafstoß im Tor der SG Niederaula/Kerspenhausen. Und der Verbandsligist aus dem Werra-Meißner-Kreis bejubelte den Turniersieg beim HZ-Cup in Bad Hersfeld, der knapp war, aber verdient. Denn auch Überraschungsfinalist Niederaula/Kerspenhausen war dem Triumph unmittelbar vor dem Jahreswechsel so nahe: Max Schäfer hatte vorher selbst die Chance, sein Team vom Strafstoßpunkt in Führung zu bringen, setzte den Ball aber über den Kasten.

Die Adler, von ihrem gewohnt lautstarken Anhang in der Geistalhalle frenetisch bejubelt, setzten nicht auf Hurra-Fußball. Geduldig warteten sie auf ihre Chancen, ließen sich nicht aus der Reserve locken. Und wenn die Chancen kamen, nutzten sie sie. 1:0 im Auftaktspiel gegen den späteren Finalgegner und gegen Steinbach, 2:1 gegen die starken Fuldaer U-19-Junioren, 0:0 gegen Hohe Luft – das war die Vorrunde.

Im dramatischsten Spiel des Tages mussten sie dann von Gastgeber Festspielstadt spät den 2:2-Ausgleich hinnehmen. Es folgte ein Neunmeterkrimi. Festspielstadt hatte den Favoriten am Rand des Ausscheidens, ehe die Adlerträger noch mit 7:6 triumphierten. Im Halbfinale besiegten sie Steinbach – natürlich mit 1:0.

Ganz anders Niederaula/Kerspenhausen. Drei Vorrundenpleiten kassierte der Kreisoberligist und profitierte vom Modus, der auch den Gruppenvierten weiterkommen ließ. Im Viertelfinale kippte die SG die Fuldaer Junioren aus dem Wettbewerb, als in der Entscheidung vom Punkt deren letzter Neunmeter am Pfosten landete. Auf ähnliche Weise bezwang das Team im Halbfinale Steinbach und zog mit einem einzigen Sieg in regulärer Spielzeit ins Endspiel ein.

Auf vollbesetzter Tribüne sahen die 700 Zuschauer schnelle und zumeist enge Partien. Hohe Resultate waren Mangelware, Dramatik bestimmte das Geschehen im Viereck, in dem die Rundumbande die Spiele schnell machte. Schiedsrichter waren Herbert Seitz, der auch das Endspiel leitete, Kevin Geppert und Nils Bickel.

Bei der Siegerehrung wurden die Steinbacher Daniel Heinrich als bester Torwart und Nikola Milenkovski (acht Treffer) als bester Torschütze ausgezeichnet. Nur die Sieger aus Weidenhausen mussten auf den Wanderpokal warten: Der steht, so war zu vernehmen, noch im Vereinsheim von Vorjahressieger Hünfelder SV.

Das dürfte von den Weidenhäusern aber zu verschmerzen sein. Auch wenn in der Halle immer eine gehörige Portion Glück auf dem Weg zum Turniersieg nötig ist, so präsentierte sich das Team gefestigt und erfolgreich, sodass das Selbstbewusstsein unmittelbar vor den bevorstehenden Hallenturnieren im Werra-Meißner-Kreis gestärkt wurde. Dann will der SV Adler erneut gewinnen. SVA:Klotzsch - Assmann, Mainz, Ullrich, Steinmetz, Beng, Löffler und S. Gonnermann.

Budenzauber beim SV Reichensachsen: 9. bis 12. Januar.

Hallenkreismeisterschaften: 18./19. Januar in Witzenhausen

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