Super-Serie des SV Adler Weidenhausen II hält an

Aufsteiger ist seit neun Spielen ungeschlagen: „Einfach geil, wie es läuft“

„Wir haben 2:2 gewonnen“ Das sagt Yannick Herwig (links), der damit unterstreicht, wie sehr sich für ihn und den SV Adler Weidenhausen II das Unentschieden bei der SG Klein./Hun./Doh. wie ein Sieg angefühlt hat. Foto: Marvin Heinz

Gruppenliga-Aufsteiger SV Adler Weidenhausen II hat in der zweithöchsten Klasse der Region nach zehn Spieltagen nur eine Niederlage kassiert – und die bereits am ersten Spieltag. 

VON NICO BECK

Weidenhausen – „Es ist einfach geil, wie es derzeit läuft“, sagt der Weidenhäuser Fußballer Yannick Herwig. „Es ist schon Wahnsinn“, schwärmt Abteilungsleiter Stefan Stederoth und Trainer Alexanader Henke sagt: „Ich bin unheimlich stolz auf die Jungs, die Woche für Woche so einen enormen Aufwand betreiben.“ Ja, diese Aussagen sind von den Verantwortlichen der zweiten Mannschaft des SV Adler Weidenhausen in den vergangenen Wochen bereits allesamt zu hören und zu lesen gewesen. Nun also wieder. Weil die Mannschaft noch immer das derzeit begeisterndste Team in ganz Nordhessen darstellt.

Der Aufsteiger hat in der zweithöchsten Fußballliga der Region nach zehn Spieltagen nur eine Niederlage kassiert – und die bereits am ersten Spieltag. Es folgten sieben Siege und zwei Unentschieden. Neunmal blieb man in Folge unbesiegt. Gut, besser, am besten – ja, an der größtmöglichen Steigerung kommt man beim SV Adler II, der auf den zweiten Tabellenplatz gesprungen ist, nicht vorbei. „Wir Spieler müssen uns schon ab und zu selbst kneifen, um zu realisieren, was hier grade passiert“, sagt Rechtsaußen Yannick Herwig, der am Sonntag beim 2:2 gegen den vor der Saison hoch gehandelten Meisterschaftskandidaten SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach die zwischenzeitliche 1:0-Führung erzielte, „mit diesem Lauf konnte niemand rechnen. Aber es macht einfach riesigen Spaß und es klappen Dinge, die sonst eben nicht funktionieren, wenn du unten drin stehst in der Tabelle.“

Damit meinte der 29-Jährige aus Hoheneiche unter anderem die beiden vergangenen Ligaspiele. Am Donnerstagabend verwandelte Jerome Kirschner einen 1:2-Rückstand gegen Reinhardshagen mit zwei Treffern kurz vor dem Abpfiff in einen 3:2-Erfolg, derselbe Torjäger war es auch, der vor zwei Tagen in Kleinalmerode in der 94. Minute das Tor zum 2:2 gegen die SG Klein./Hun./Doh. erzielte und einen erneuten Punkt sicherte, die Serie auch gegen das Spitzenteam am Leben erhielt. Kein Wunder, dass die zweite Garde des SVA schon mal als „Die Unbezwingbaren“ betitelt wird.

So großartig diese Erfolge mit 23 Zählern aus zehn Spielen auch sind für den Aufsteiger aus dem Meißnervorland, mit Zufall hat diese Serie nichts zu tun. Trainer Henke: „Wir geben alle Gas. Woche für Woche, in jedem Spiel aufs Neue. Sonst wäre das alles unmöglich. Gerade wenn ich an Sonntag denke, wird das mehr als deutlich.“ Henke bezieht sich auf die Partie in Kleinalmerode. „Sechs Stammkräfte haben gefehlt“, darunter unter anderem mit Christian Steinmetz der Dreh- und Angelpunkt im Angriff, der beruflich verhindert war, mit Kevin Christl und Florian Grede zwei verhinderte Defensivanker und mit Eike Görs, der in den Verbandsligakader aufrückte, die Schnittstelle zwischen Abwehr und Angriff. „Wir spielen mit unserem Torwart Lucas Wassmann wieder in der Innenverteidigung, nach 70 Minuten sehen wir eine Gelbrote Karte und unser Torwart verletzt sich, sodass wir froh waren, Maxi Jäger als zweiten Torwart dabeigehabt zu haben, auch wenn er monatelang kein Spiel absolviert hatte. Niemand konnte von uns attraktiven Hochglanz-Fußball erwarten, aber wir haben gekämpft ohne Ende.“ So verdiente sich das Team von Henke und seinem Co-Trainer Robin Komorowski den Punkt, der mit all diesen Umständen kaum für möglich gehalten schien.

Erfreut zeigt sich auch Abteilungsleiter Stederoth: „Diese Serie unserer Zweiten zeigt, was mit viel Arbeit und großem Glauben möglich ist im Sport.“ Am Sonntag geht’s gegen Hessen Kassel II (8.).

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