Fußball-Pokalfinale am 29. Mai in Niederhone - 18.30 Uhr

Weidenhausen gegen Lichtenau: Deshalb sind beide Teams so heiß auf den Sieg

Sind der Favorit im Pokalendspiel, werden den Lichtenauer FV aber keinesfalls unterschätzen: die Spieler des SV Adler Weidenhausen, die heute Abend wieder Grund zum Jubeln haben wollen. Nach dem Spiel fliegen einige Akteure nach Mallorca. U nser Foto zeigt von links: Fabian Assmann, Johannes Klotzsch (rotes Trikot, begraben von Manuel Toro Moreno, Nr. 23), Thomas Hammer, Henrik Renke (verletzt), Sören Pfliegner und Kilian Löffler. Foto: Florian Künemund

Ein packendes Kreispokal-Endspiel wird am Mittwoch, 29. Mai (18.30 Uhr in Niederhone) erwartet, wenn Weidenhausen auf den ambitionierten Kreisoberliga-Meister Lichtenau trifft. 

Niederhone – Jahrelang ist der Fußball-Kreispokal bei Zuschauern im Vergleich zu Liga-Topspielen deutlich unter dem Radar geflogen. Doch die Wahrnehmung der Fans dürfte sich spätestens in den vergangenen beiden Jahren geändert haben, als es zwei Mega-Spiele zu sehen gab. Die beiden heimischen Verbandsligisten genossen nach ihren Kreispokalsiegen im weiterführenden Hessenpokal Kracherspiele gegen Dreieich und Wehen Wiesbaden – mit über 1000 Besuchern. Auch deshalb werden der SV Adler Weidenhausen und der ambitionierte Lichtenauer FV am Mittwoch, 29. Mai, in Niederhone alles geben. Die Fans erwartet ein packender Pokalkampf.

Das Spiel beginnt um 18.30 Uhr und wird von Schiedsrichter Denis Krones (Wehretal) geleitet.

Die Bedeutung

Die Nummer eins des Kreises trifft auf den souveränen Kreisoberliga-Meister, der sich stark auf dem Vormarsch befindet. „Es ist eine sehr interessante Konstellation“, sagt Weidenhausens Teammanager Stefan Stederoth, Lichtenaus sportlicher Leiter Ercan Kilci spricht ergänzend von „einer sehr großen Motivation, dieses Spiel zum Saisonabschluss in der Region bestreiten zu können.“ Der Sieger spielt im Hessenpokal und darf auf ein tolles Los hoffen. Stederoth: „Die Chance ist groß, schon in der ersten Runde zum Beispiel auf Hessen Kassel zu treffen. Das wäre in jedem Fall ein Traumlos.“

Die Pokal-Bilanz

Beide sind souverän ins Endspiel eingezogen, wenngleich bei Lichtenau zwei kampflose Siege in der Bilanz auftauchen, weil die Gegner abgesagt hatten. Für beide Vereine, die in diesem Jahr ihre 100-jährigen Bestehen feiern, wäre der Pokalsieg „eine große Sache“ (Kilci). Weidenhausen will den Pott zurück, den sie als Titelverteidiger im Vorjahr der SV 07 Eschwege überlassen mussten. Zuvor siegte der SV Adler dreimal in Folge.

Die Favoritenrolle

Die liegt klar beim Verbandsligisten aus Weidenhausen, der (noch) zwei Klassen höher spielt. Das aber nur noch wenige Tage, denn der LFV ist in die Gruppenliga aufgestiegen und spielt in der nächsten Serie nur noch eine Liga unter dem SV Adler, will so schnell es geht in die zweithöchste Landesklasse aufsteigen. „Natürlich ist Weidenhausen der klare Favorit“, heißt es vonseiten des LFV, „aber wir hoffen auf unsere Chance, wollen uns gut präsentieren und fühlen uns so in etwa in der Rolle, wie die Gegner des FC Bayern München in der Bundesliga: In diesem einen Spiel muss alles klappen. Nur dann hast du überhaupt eine Chance, um zu gewinnen.“

Stefan Stederoth nimmt die Favoritenrolle an: „Es ist klar formuliert, dass wir neben einer guten Saison auch im Pokal weit kommen und gewinnen wollen. Ganz banal gesagt: Am Saisonende ist es immer schön, einen Pokal in die Höhe zu recken. Und das haben wir jetzt vor.“ Vor allem Lichtenaus Halbfinalerfolg gegen Reichensachsen habe Eindruck auf das Topteam gemacht, „wir sind gewarnt und versuchen den Druck aufzubauen, den sie aus der Liga nicht gewohnt sind.“ Nach der Begegnung treffen sich Weidenhausens Spieler schon in der Nacht wieder und fliegen zum Saisonabschluss nach Mallorca.

Die Protagonisten

Auf Sören Gonnermann sind alle Augen gerichtet. Nicht nur weil er mit 37 Toren in 32 Spielen der unangefochtene Toptorjäger der Verbandsliga ist, sondern weil es sein vorerst letztes Spiel im Adlershirt sein könnte (wir berichteten). Neue Informationen, wie es weitergeht, gibt es aber nicht.

Aufseiten des LFV stehen Spielertrainer Alexandru Cucu, der schon in der Euro-League spielte, und Ex-Weidenhäuser Benjamin Orschel im Blickpunkt.

Die Wege ins Endspiel

SV Adler Weidenhausen gegen SG Kammerbach/Hitzerode 14:1; SG Meißner 3:1; FC Großalmerode 5:0; SV 07 Eschwege 3:1.

Lichtenauer FV gegen SG FSA 5:0; TSV Wichmannshausen kampflos 3:0; VfL Wanfried kampflos 3:0; SV Reichensachsen 2:0.

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