Weidenhausen - Eschwege, Samstag, 17.15 Uhr

Das Derby um die Vorherrschaft im Kreis: Wer wird die Nummer eins?

Durchgesetzt: Eschweges Jan Kaufmann (blaues Trikot) wird alles daran setzen, um sein Team auf dem Chattenloh zum Sieg zu schießen. Die Adlerträger Jan Gerbig (links) und Tim Gonnermann wollen das verhindern und selbst für ihre Weidenhäuser treffen. Foto: Siebert/nh

Weidenhausen. Wer ist die Nummer eins im Kreis? Diese Frage wird am Samstagabend beantwortet sein. 

Vor vier Wochen wären Fußballfans für verrückt erklärt worden, wären diese davon überzeugt gewesen, dass es am letzten Spieltag der Verbandsliga im Derby zwischen dem SV Adler Weidenhausen und der SV 07 Eschwege (Samstag, 17.15 Uhr) noch um den inoffiziellen Titel der Nummer eins im Kreis geht. Doch genau das ist jetzt der Fall. Der Adler liegt zwei Zähler vor den Kreisstädtern. Wer auf der Endtabelle vorn liegt, das wird am Samstagabend geklärt.

Wir haben mit SVA-Teammanager Stefan Stederoth und 07-Trainer Rafal Klajnszmit gesprochen.

RafalKlajnszmit

Wie ist eure Gefühlslage vor diesem Spiel der Spiele?

Klajnszmit: Natürlich sehr gut, weil wir einen super Lauf haben mit vier Siegen in Folge. Meine Jungs sind gut drauf und wir können das Derby locker angehen. Das bedeutet aber nicht lasch. Wir wollen gewinnen – müssen es aber nicht.

Stederoth:Bei uns wurde vor der Saison das Ziel von 50 plus X Punkten ausgegeben, wir haben bisher 52 geholt und wollen jetzt noch drei hinzufügen. Klar wäre es doppelt schön, vor der Abschlussfeier einen Heimsieg zu landen, diesen auch noch gegen 07.

Was hat es für eine Bedeutung, die Nummer eins des Kreises zu sein?

Stederoth: Diesen inoffiziellen Titel will man natürlich immer haben, gar keine Frage. Dieses Duell ist seit Jahren das größte im Kreis. Das Derby will man immer gewinnen und auch immer vor dem Kreiskonkurrenten stehen.

Klajnszmit: Das ist immer so, das stimmt. Ich spüre schon eine positive Anspannung, wir freuen uns sehr auf dieses Spiel. Aber man muss dazu sagen, dass wir ja nicht unter Zugzwang stehen. Denn rein sportlich stehen wir vor Weidenhausen, aber uns wurden bekanntlich drei Punkte abgezogen. Ansonsten hätten wir einen Punkt mehr auf dem Konto als der Adler.

StefanStederoth

Die vergangene beiden Duelle waren keine Leckerbissen. Und auch der Derby-Charakter kam nicht auf. Wird das dieses Mal anders?

Stederoth: Ich denke schon und erinnere mich hierbei an das letzte Kreisduell, das es zwischen uns am letzten Spieltag gab. Das endete im Jahr 2014 3:3. Vielleicht ist das ein Zeichen. Aber insgesamt nehmen wir uns beide nichts, beide begegnen sich auf Augenhöhe und der Abstand zu den weiteren Teams der Region ist schon recht groß. Unsere Teams kennen sich so gut, dass es schwer wird, den anderen zu überraschen.

Klajnszmit: Die Fans waren zu Recht enttäuscht. Das waren taktisch geprägte Spiele. Es kommt immer auf die Form und Ausrichtung beider Mannschaften an. Grundlegend können die Zuschauer aber ein gutes Spiel erwarten, wenn der Fünfte gegen den Sechsten der Verbandsliga spielt.

Was nehmt ihr euch für diese Partie vor?

Klajnszmit: Den Ball nach vorn bolzen, das ist nicht unsere Art und so wollen wir nicht spielen. Wir werden den Ball laufen lassen. Das erwarte ich übrigens auch von Weidenhausen. Wir werden cool bleiben.

Stederoth:Unser Ziel ist, mit mehr Variabilität und Tempo zu spielen als zuletzt. Sonst werden wir auch gegen die starke 07-Abwehr Probleme bekommen. Wir müssen aggressiv auftreten und auch mal was riskieren.

Was erwartet ihr von eurem Gegner?

Stederoth:Eschwege hat einen Lauf und sich in der Tabelle an uns herangepirscht. Sie sind voll motiviert. Aber Favorit sind sie nicht – es ist so ausgeglichen, die Tagesform entscheidet.

Klajnszmit:Ich erwarte, dass der Adler ein Feuerwerk abbrennen will. Sie wollen uns unter Druck setzen und leben von ihrer Stimmung.

Einige Spieler machen ihr letztes Spiel und auch Weidenhausens Trainer Ronald Leonhardt wird ein letztes Mal als Chef an der Linie stehen...

Stederoth: „Leo“ bleibt uns über die Saison hinaus als Co-Trainer von

Maikel Buchenau erhalten, was uns sehr freut. Sonst können wir personell noch nichts Genaues sagen.

Klajnszmit:Bei uns wurden Nouri, Sanchez Gorris und Gogol bereits verabschiedet. Sie werden ein letztes Mal spielen und alles dafür geben, einen letzten Sieg zu landen. Bei uns ist jeder Spieler fit.

Wie endet dieses letzte Ligaspiel der Saison?

Stederoth:3:1 für uns.

Klajnszmit:Wir Eschweger siegen 3:2. Und danach gewinnt meine Lieblingsmannschaft Real Madrid noch die Champions League. Das wäre ein richtig geiler Tag.

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