Fußball-Kreisoberliga

Kirschner trifft nur den Pfosten: Weidenhausen II unterliegt Lichtenau

Einen Schritt zu spät kommt Weidenhausens Youri Schurbert (links) in dieser Szene. Foto: Eckehard Meyer

Das Fußball-Spitzenspiel der Kreisoberliga ist vom SV Adler Weidenhausen II (3.) verloren worden. Am Donnerstagabend unterlag der SVA dem Lichtenauer FV (1.) 0:2.

Hessisch  Lichtenau - Sperrangelweit auf steht das Tor zur Meisterschaft in der Fußball-Kreisoberliga nun für den Lichtenauer FV. Nach dem 2:0-Erfolg am Donnerstag gegen Verfolger SV Adler Weidenhausen II fehlt dem LFV nur noch ein Sieg zum Titel. Im Gipfeltreffen in einer Woche bei der TSG Bad Sooden-Allendorf würde der Elf um Spielertrainer Alexandru Cucu sogar schon ein Punkt zum Triumph reichen. Cucu selbst avancierte in diesem Spitzenspiel am Donnerstag zum Mann des Tages.

„Weidenhausen muss bei uns gewinnen und wird sich nicht verstecken“, war sich Lichtenaus sportlicher Leiter Erkan Kilci im Vorfeld der Partie sicher. Das Gegenteil war zunächst der Fall. Mit übergroßem Respekt, ja fast schon ängstlich ging der Tabellendritte in die ersten 45 Minuten. Nach zehn Minuten übernahmen die Platzherren vor nahezu 200 Zuschauer endgültig das Kommando und drängten ihren Gegner in dessen Hälfte zurück. „Ich kann mir diesen Respekt vorm Tabellenführer nicht erklären. So jedenfalls war das nicht geplant“, sagte SVA-Coach Alexander Henke später.

Als Folge der Überlegenheit erspielte sich der LFV gute Chancen. Nachdem Gästekeeper Hildebrand nach einem Schuss vor Benjamin Orschel noch auf dem Posten war (18.), senkte sich dann das Leder nach einer von Alexandru Cucu getretenen Ecke an Freund und Feind vorbei in die Maschen (29.).

Beim folgenden Dauerdruck des designierten Meisters hätten noch weitere Treffer nach sehr guten Möglichkeiten von Polat und Edeme fallen können, ehe erneut Cucu mit einem herrlichen Freistoß Sekunden vor der Pause erfolgreich war. „Eine hochverdiente Führung“, waren sich alle Besucher, darunter auch BSA-Trainer Jörg Immig, einig.

Mit einem anderen Gesicht präsentierten sich die Weidenhäuser nach dem Wiederanpfiff und brachten nun sogar das Gehäuse des vorzüglichen LFV-Keepers Bantis in Gefahr. Nachdem Jerome Kirschner mit seinem Schuss nur knapp das Tor verfehlte (49.), hatten die Lichtenauer dann Glück, dass das Leder nach einer weiteren Aktion Kirschners nur an den Pfosten klatschte (65.). „Vielleicht hätte uns ein Anschlusstreffer Auftrieb gegeben, letztlich geht der Lichtenauer Erfolg aber aufgrund der starken ersten Halbzeit in Ordnung“, sagte Henke nach dem Abpfiff. Zwar gab es noch einige sehenswerten Aktionen auf beiden Seiten in der Schlussphase, doch in den letzten Minuten beschränkte sich der Spitzenreiter auf das Verwalten des Ergebnisses.

STATISTIK

Lichtenauer FV: Bantis - Schneider, Grosu, Elevli, Hoffmann, Cucu, Edeme, Polat, Fondus, Krein, Orschel. SV Adler Weidenhausen II: Hildebrand - Schurbert, Hammer, M. Friedrich, Steinmetz, Görs, Heine, J. Friedrich, Burdzik, Wiedemer, Kirschner. Zuschauer: 190. Tore: 1:0/2:0 beide Cucu (29./44.).

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