Fußball-Gruppenliga: SV Reichensachsen (8.) nimmt Türkgücü Kassel (3.) Punkt ab

Reichensachsens Gegner verliert die Nerven: „Unschöne Szenen, die keiner braucht“ 

SVR-Torschütze: Viteszlav Brozik. Foto: Marvin Heinz

Tumultartige Szenen haben das Fußball-Gruppenligaspiel zwischen Reichensachsen und Türkgücü Kassel (1:1) überschattet. Ein Gästeakteur flog nach Spielschluss vom Platz.

Reichensachsen – Über eine Stunde lang war der SV Reichensachsen im Fußball-Gruppenligaspiel gegen Türkgücü Kassel auf der Siegerstraße. Trotz des schmeichelhaften 1:1-Remis verloren die Gäste nach dem Schlusspfiff völlig die Nerven.

SV Reichensachsen - SV Türkgücü Kassel 1:1 (1:0). Der SVR kam nach zehn Minuten besser in die Partie. Insbesondere das Offensiv-Duo Viteszlav Brozik und Martin Machacek präsentierten sich lauffreudig und störten das gegnerische Aufbauspiel. Es sollte sich auszahlen. Unter Bedrängnis schlug Bueyuekata über den Ball und Brozik nahm das Geschenk an und markierte die Führung (11.). Von nun an konzentrierte sich der SVR auf eine gut stehende Defensive. Den Gästen fiel wenig ein. Insbesondere die zweikampfstarken Mittelfeldakteure Tonio Binneberg und Christian Schätzke schenkten Türkgücü keinen Zentimeter und leiteten mit ihren Ballgewinnen immer wieder Konterangriffe ein.

Patrick Röder verarbeite einen langen Ball mit all seiner Technik, aber sein Abschluss (16.) war zu unpräzise. Drei Zeigerumdrehungen später bediente Röder den eingelaufenen Brozik mustergültig, aber der Gästekeeper brachte seine Pranken im letzten Moment noch zwischen Tor und Ball.

In der zweiten Hälfte ließ der SVR nach, Türkgücü drückte. Naca Kara (71.) setzte zum Dribbling an. Das ausgestreckte Bein von Binneberg nahm Kara dabei dankend an und hob ab. Spielführer Emre Ulas (71.) verwandelte den Strafstoß sicher. Als Brozik in Minute 87 allein auf das gegnerische Tor marschierte, zog Thore Jung die Notbremse. „In Wrestling-Manier“, erzählte Pressesprecher Stefan Geisler, der eine aufgebrachte Türkgücü Bank sah, die monierte, dass der Linienrichter kurz die Fahne in die Höhe streckte. Aber der Ball kam von einem Tükgücu-Abwehrspieler zu Brozik. Die Nerven lagen blank. Nach Schlusspfiff soll Bueyuekata nach SVR-Angaben wie aus dem Nichts Brozik attackiert haben, und die gegnerischen Trainer seien auf die SVR-Spieler losgegangen. „Es waren unschöne Szenen, die keiner braucht. Das ärgert uns maßlos“, so Geisler, der seinen Spielern ein tadelloses Verhalten bescheinigte. Verletzt worden sei aber niemand, "nach ein paar Minuten war es dann aber wieder gut."

SVR:Eisenhuth - Wicht, Szymanski, Obrtlik, Machanek, Röder, Brozik, Jung (60. Singh, 75. Retter), Söhngen, Binneberg, Schätzke. 

Tore:1:0 Brozik (11.), 1:1 Ulas (75./FE).

Bes. Vork.: Rote Karten für Türkgücü: T. Jung (87./Notbremse), Bueyuekata (Nach Spielende/Tätlichkeit).  

mhz

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